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Über uns..

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Das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie besteht aus den drei Abteilungen Evolutionsgenetik, Evolutionstheorie, und Mikrobielle Populationsbiologie. Es betreibt Grundlagenforschung, um grundsätzliche evolutionsbiologische Prozesse zu erklären wie etwa ökologische Anpassungen, Entstehung der Sexualität oder Evolution von Kooperativität. Die Spannbreite der Arbeiten beinhaltet ökologische, organismische, molekulare und theoretische Ansätze.

 

Informationen für Auszubildende

An unserem Institut werden alle zwei Jahre 2 Stellen zur Ausbildung als Biologielaborant/in zum Herbst angeboten. Die Ausbildungsplätze werden ausgeschrieben und die Bewerbungsfrist rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel 3,5 Jahre, bei guten Leistungen besteht die Möglichkeit der Verkürzung auf 3 Jahre. Da in unseren Laboren nicht alle für die Ausbildung erforderlichen Techniken durchgeführt werden, findet im ersten Ausbildungsjahr eine umfassende Grundausbildung im Forschungszentrum Borstel statt. Die Auszubildenden wohnen in dieser Zeit kostenfrei in den Appartements der Forschungseinrichtung. Ab dem 2. Ausbildungsjahr wird die Ausbildung in unserem Institut fortgesetzt, hierbei werden die im Laborbetrieb (sowie auch in Freilandversuchen) durchgeführten Techniken erlernt. Während der gesamten Ausbildungsdauer besuchen die Auszubildenden die Berufsschule in Lübeck. Gegen Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt eine Zwischenprüfung; die Ausbildung endet mit der Durchführung einer theoretischen und praktischen Abschlußprüfung. Die Ausbildungsvergütung erfolgt nach dem TvöD.

Wir freuen uns über Bewerber/innen, die über einen Realschul- oder höherwertigen Abschluss verfügen, der vor allem gute Leistungen in den Fächern Biologie, Chemie, sowie Mathematik aufweist. Da sich das wissenschaftliche Personal des Institutes aus unterschiedlichen Nationalitäten zusammensetzt, sollten unsere Auszubildenden keine Berührungsängste mit der englischen Sprache haben.

Informationen zur Bewerbung für PraktikaSchüler/innen

Das Institut ist bereit, auch Schüler/innen einen Einblick in die aktuelle Forschung vorort zu geben. Einzelne interessierte Schüler/innen können sich mit einer informellen Bewerbung (Anschreiben, evtl Lebenslauf und Kopie des letzten Zeugnisses) auf Schulpraktikumsplätze bewerben. 
Zur Zeit sind bei uns nur Betriebspraktika möglich, Wirtschaftspraktikant/innen können wir im Moment leider nicht aufnehmen.

Klassenverbände haben dagegen die Möglichkeit, sich für Studienbesuche am Institut zu melden.

Die Kontaktaufnahme erfolgt in beiden Fällen über die Pressestelle.

 

Geschichte des Instituts

Das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie existiert unter diesem Namen seit März 2007. Zuvor trug das Institut den Namen MPI für Limnologie. Vorläuferinstitute waren die 1891 von Emil Otto Zacharias gegründete Biologische Station zu Plön, die 1917 von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft als Hydrobiologische Anstalt unter der Leitung von August Thienemann übernommen wurde. 
Die Deutsche Sundaexpedition von 1928/29, an der Thienemann maßgeblich beteiligt war, markiert den Beginn der tropischen Limnologie. Die Hydrobiologische Anstalt wurde 1948 von der Max-Planck-Gesellschaft übernommen. Die "Fuldastation" (später Limnologische Flussstation) im hessischen Schlitz wurde dem Institut 1949 als Außenstelle angeschlossen. 
1957 wurde Harald Sioli Geschäftsführender Direktor und selbständiger Abteilungsleiter der Hydrologischen Anstalt. Sie wurde 1966 umbenannt in MPI für Limnologie mit den Abteilungen Allgemeine Limnologie (Jürgen Overbeck) und Tropenökologie (Harald Sioli). 1978 erfolgte die Emeritierung Siolis. 1984 wurde die Abteilung Ökophysiologie unter Leitung von Winfried Lampert gegründet sowie die Arbeitsgruppe Tropenökologie unter Wolfgang Junk etabliert. Nach der Emeritierung Overbecks 1991 wurde die Limnologische Flussstation unter Peter Zwick zur selbständigen Arbeitsgruppe.

Die Max-Planck-Gesellschaft beschloß, das Institut mit einer neuen Forschungsrichtung fortzuführen – Evolutionsbiologie, aber den Standort Plön beizubehalten. 1999 wurde Manfred Milinski als erster Direktor der neuen Richtung berufen und die Abteilung Evolutionsökologie etabliert. Ende 2006 emeritierte Winfried Lampert und Diethard Tautz wurde als sein Nachfolger zum Leiter der Abteilung Evolutionsgenetik berufen. Ebenfalls in diesem Jahr wurde die Limnologische Flussstation nach der Pensionierung von Peter Zwick geschlossen. Wolfgang Junk ging 2007 in den Ruhestand und die Arbeitsgruppe Tropenökologie wurde aufgelöst. Erst nach der Emeritierung von Winfried Lampert, dem letzten Direktor der

Richtung Limnologie, durfte 2007 das Institut in Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie umbenannt werden.

2008 nahm die selbständige Emmy-Noether Nachwuchsgruppe (DFG) "Evolutionary Dynamics" unter der Leitung von Arne Traulsen ihre Arbeit auf, die 2010 in die neue Forschungsgruppe für Evolutionstheorie überführt wurde. 2009 wurde John Baines als gemeinsamer Professor der Universität Kiel und des MPI im Rahmen des Exzellenzclusters "Inflammation at Interfaces" berufen. 2010 nahm die Max-Planck Forschungsgruppe "Experimental Evolution" unter der Leitung von Duncan Greig ihre Arbeit auf (bis 2016). 2011 wurde unter der Leitung von Lutz Becks erneut eine Emmy-Noether Nachwuchsgruppe, "Dynamiken von Artengemeinschaften", am Institut aufgenommen. 
2014 wurde Eva Stukenbrock Professorin für Environmental Genomics an der Universität Kiel und gleichzeitig, mit eigener Forschungsgruppe, Umwelt-Genomik, Max-Planck-Fellow am Max Planck Institut für Evolutionsbiologie. Im gleichen Jahr wurde Arne Traulsen zum dritten Direktor am Institut und zum Leiter der Abteilung Evolutionstheorie berufen. 2015 nahm die Max-Planck Forschungsgruppe Verhaltensgenomik unter der Leitung von Miriam Liedvogel ihre Arbeit auf, 2016 startete mit der Gruppe "Biologische Uhren" von Tobias Kaiser eine weitere Max-Planck Forschungsgruppe.

Ebenfalls Ende 2016 konnte mit Paul Rainey ein neuer Direktor berufen werden. Er leitet die Abteilung "Mikrobielle Populationsbiologie", die die Nachfolge für die Abteilung von Manfred Milinski antreten ist. Paul Rainey - vorher Professor an der Massey University, Neuseeland - war schon 2011 zum externen wissenschaftlichen Mitglied des Max-Planck-Instituts ernannt worden und seitdem mehrfach für mehrere Monate im Jahr am Institut, um die damalige Forschungsgruppe experimentelle und evolutionäre Genetik zu leiten.