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Ratgeber Duales Studium » Duales Studium BWL

Duales Studium BWL

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist ein breit gefächertes Feld und das Studium sehr begehrt. Betriebswirte werden praktisch in jeder Branche benötigt, sie haben gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden. Das Angebot für ein Duales Studium BWL ist daher auch sehr groß.

BWLer werden überall gebraucht: als Zahlenknechte im Rechnungswesen, kreative Menschen im Marketing und strategisch Begabte in der Unternehmensplanung.

Daten & Infos

  • Duale Studiengänge Wirtschaftswissenschaften/BWL in Deutschland*: 600
  • Branchenspektrum: Ein wirtschaftswissenschaftliches Duales Studium wird in sehr vielen Branchen angeboten: vom Dienstleistungsbereich wie Banken, Versicherungen und Steuerberatungen über Industrie und Handel bis hin zum Öffentlichen Dienst ist alles vertreten.
  • Beschäftigungsmöglichkeiten: Wer ein Duales Studium BWL absolviert, kann in vielen Tätigkeitsbereichen beschäftigt werden, u.a. im Controlling, im Vertrieb & Marketing, im Personalwesen oder in der Unternehmensplanung.
  • Kombinationsmöglichkeiten: Dieses Duale Studium lässt sich vor allem mit einer kaufmännischen Ausbildung kombinieren. Die Kombinationsmöglichkeiten beziehen sich stets auf ausbildungsintegrierende Studiengänge. Daneben gibt es auch eine große Zahl an praxisintegrierenden Studiengängen.

*Quelle: Eigene Datenauswertung, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Datenbank AusbildungPlus, Stand: Juni 2017

Studieninhalte & Schwerpunkte

Das Duale Studium BWL gliedert sich meist in ein Grundstudium und ein Vertiefungs- bzw. Hauptstudium:

  • Grundstudium: Die Studieninhalte vermitteln wirtschaftswissenschaftliches Grundlagenwissen in Fächern wie z.B. BWL, VWL, Rechnungswesen, Recht. Dazu gehört auch ein Praxis-Semester.
  • Vertiefungs- / Hauptstudium: In diesem Teil des Studiums (i.d.R. die letzten 2-3 Semester) vertiefen die Studieninhalte das Spezialwissen für den gewählten Studienschwerpunkt, z.B. Versicherungswesen oder Controlling. In dieser Zeit wird auch die Bachelor-Arbeit angefertigt.

Die Studienschwerpunkte, die von den jeweiligen Universitäten, Hochschulen oder Berufsakademien angeboten werden, sind eng mit den kooperierenden Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieben, wie z.B. Banken oder Industriebetrieben, abgestimmt. Wer ein Duales Studium beginnt, hat sich damit durch seinen Ausbildungs- bzw. Praktikumsvertrag schon für einen Studienschwerpunkt entschieden. Auch die Studienfächer des Grundstudiums orientieren sich bereits am entsprechenden Studienschwerpunkt.

BWL & eine weitere Fachrichtung

Eine interessante Variante ist die Kombination mit einer weiteren Fachrichtung. Folgende Möglichkeiten sind denkbar:

Wirtschaftsinformatik

Wer sich für Betriebswirtschaft interessiert und auf diesem Gebiet Problemstellungen mit Hilfe der Informatik lösen möchte, für den könnte ein Duales Studium Wirtschaftsinformatik interessant sein. Das Studium kombiniert – meist angewandte – Informatik mit BWL. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig mit guten Berufsaussichten in nahezu allen Branchen.

Wirtschaftsingenieurwesen

Es sind gängige Klischees: Ingenieure schimpfen über die Zahlenfüchse aus der BWL, die ständig niedrigere Kosten einfordern und angeblich jede technische Neuerung im Keim ersticken. Die Kaufleute meckern über die technikverliebten Ingenieure, die jeden Tag das Rad neu erfinden wollen und dabei die Bedürfnisse der Kunden vergessen.

Um diese beiden „Welten“ – Ingenieure und Kaufleute – zusammenzubringen, gibt es die Wirtschaftsingenieure. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen BWL und Technik und sollen die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Produkten mit einer betriebswirtschaftlich vernünftigen Kalkulation verbinden.

BWL + Sozialwesen

Auch für den Sozialbereich bieten manche Hochschulen statt Studienschwerpunkten eigene, allerdings nur praxisintegrierende Studiengänge an (z.B. Sozialwesen, Sozialmanagement, Healthcare Industry, Gesundheitsmanagement), die ein Duales Studium BWL mit Sozialwesen kombinieren.

Der Studiengang Sozialwirtschaft beispielsweise vermittelt neben dem sozialen auch ökonomisches Fachwissen. Die Budgets für die Soziale Arbeit sind oft knapp bemessen, da können Grundlagen in BWL sehr hilfreich sein, um die vorhandenen Mittel möglichst effizient einzusetzen.

Organisation der Studieninhalte & Schwerpunkte

Die Studienschwerpunkte, die von den jeweiligen Universitäten, Hochschulen oder Berufsakademien angeboten werden, sind eng mit den kooperierenden Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieben, wie z.B. Banken oder Industriebetriebe, abgestimmt.

Wer ein Duales Studium BWL beginnt, hat sich damit durch seinen Ausbildungs- bzw. Praktikumsvertrag schon für einen Studienschwerpunkt entschieden. Auch die BWL Studieninhalte des Grundstudiums orientieren sich bereits am entsprechenden Studienschwerpunkt.

Studieninhalte – Grund- & Hauptstudium

Ein Duales Studium BWL gliedert sich meist in Grund- und Vertiefungs- bzw.Hauptstudium.

  • Grundstudium: Die BWL Studieninhalte vermitteln wirtschaftswissenschaftliches Grundlagenwissen. Dazu gehört auch ein Praxis-Semester.
  • Vertiefungs-/ Hauptstudium: In diesem Teil des Studiums (i.d.R. die letzten 2-3 Semester) vertiefen die BWL Studieninhalte das Spezialwissen für den gewählten Studienschwerpunkt. In dieser Zeit wird auch die Bachelor-Arbeit angefertigt.
  • Studienfächer, die sowohl ökonomisches Grundlagenwissen als auch betriebswirtschaftliche Spezialkenntnisse vermitteln, und die je nach Studienschwerpunkt im Grund- bzw. im Vertiefungs-/Hauptstudium gelehrt werden, können sein:
    Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Bilanzierung und Buchführung, Steuerlehre, Finanzierung und Investitionsrechnung, Personalwesen, Wirtschaftsmathematik, Statistik, Produktion und Materialwirtschaft, Logistik, Marketing, Datenverarbeitung und Organisation, Rechtswissenschaften (z.B. Öffentliches Recht, Privatrecht, Arbeitsrecht, EU-Recht), Fremdsprachen (z.B. Wirtschaftsenglisch).
  • Studienschwerpunkte können sein: Industrie, Bankwesen, Versicherungswirtschaft, Finanzmanagement, Internationales Management, Rechnungswesen, Controlling, Steuern, Consulting, Marketing, Dienstleistungsmanagement, Personalmanagement, Gesundheitsmanagement, Hotel- und Tourismusmanagement.

Beschäftigungsmöglichkeiten nach dem Studium

Wer ein Duales Studium BWL absolviert, kann in vielen Tätigkeitsbereichen beschäftigt werden, u.a. im Controlling, im Vertrieb & Marketing, im Personalwesen und in der Unternehmensplanung.

  • Controlling:
    Im Controlling-Bereich werden beispielsweise Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen erstellt, Zahlen und Fakten der Kosten- und Umsatzentwicklungen analysiert, Budgets und Umsatzpläne erarbeitet, Investitionsentscheidungen auf Wirtschaftlichkeit geprüft, Produktivitätsentwicklungen mit Hilfe von Kennzahlen verfolgt.
  • Vertrieb und Marketing:
    Der Vertriebs- und Marketingbereich erfordert Kundenkontakt, bietet Tätigkeiten in der Marktforschung, in der Werbung und bei der Suche nach neuen Absatzmärkten und Absatzstrategien.
  • Personalwesen:
    Im Personalbereich erfolgt nicht nur die Lohn- und Gehaltsabrechnung, sondern es ist auch Wissen im Arbeitsrecht und in der Sozialgesetzgebung gefragt. Auch die Ausbildung wird hier organisiert. Der Personalbedarf muss in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen geplant werden, um die richtige Anzahl an Mitarbeitern mit den passenden Qualifikationen sicherzustellen. Die Personalentwicklung erkennt den Führungsnachwuchs und kümmert sich um deren Förderung und Weiterbildung im Sinne der Unternehmensstrategie.
  • Unternehmensplanung / Strategische Planung:
    Die Unternehmensplanung löst sich vom Tagesgeschäft und soll den Erfolg des Unternehmens langfristig durch eine strategische Planung sichern. Dazu sind u.a. analytische und konzeptionelle Fähigkeiten, Team- und Kommunikationsfähigkeit und strategisches Denkvermögen notwendig.

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Bildnachweis: „Taschenrechner, Geldscheine und Unterlagen" © Marco2811 / Fotolia