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Erfahrungsbericht Ausbildung als Fachfrau für Systemgastronomie bei Kentucky Fried Chicken

Mehr als nur Arbeit an der Fritteuse

Franziska, Azubine bei KFC Franziska, Azubine bei KFC
„Mein Name ist Franziska und ich arbeite bei Kentucky Fried Chicken in Berlin. Im Sommer 2008 habe ich meine Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie begonnen und letztes Jahr im Sommer 2010 erfolgreich bei KFC beendet.

Eigentlich war es Zufall, dass ich auf das Berufsbild der Systemgastronomin gestoßen bin. Nachdem ich 2005 mein Abitur gemacht hatte, ging es mir ähnlich wie vielen anderen zu der Zeit, die damals vor der Frage standen: ‚Wie geht es weiter, und was erwarte ich eigentlich vom Leben?’
So kam es, dass ich mich gegen ein Studium oder den sofortigen Beginn einer Ausbildung entschied und lieber erst einmal für mich herausfinden wollte, was ich gerne mit meinem Leben anfangen wollte. Selbständigkeit und Eigenverantwortung waren mir aber schon immer sehr wichtig, sodass ich als Teilzeitkraft bei Burger King anfing und mein eigenes Geld verdiente.

Wenn man so will, war das der Moment, indem ich zum ersten Mal einen Fuß in die Systemgastronomie gesetzt habe und bisher auch nicht wieder herausbekam. Was aber nicht so klingen soll, als wäre ich nicht glücklich darüber. Auf gar keinen Fall!

Bei Burger King stand ich nicht nur an der Kasse und habe Produkte verkauft, sondern konnte auch oft bei der Zubereitung der Produkte Erfahrungen sammeln. Sehr schnell merkte ich, dass genau diese beiden Bereiche mir sehr liegen und ich tatsächlich großen Spaß daran habe. Zum ersten Mal von der Ausbildung in der Systemgastronomie hörte ich dann auch bei Burger King, da diese zur selben Zeit auch ausbildeten.

Allerdings war ich mir lange Zeit nicht sicher, ob das das Richtige für mich sei. Und ganz ehrlich? Mit Abitur ein Leben lang nur an der Pommes Fritteuse zu stehen, empfand ich nicht wirklich als zufriedenstellend…

Ja, richtig. Wie viele andere hatte ich Vorurteile und habe erst, als ich mich näher mit der Ausbildung beschäftigte, gemerkt, dass die Pommes Fritteuse nicht die Endstation sein muss. So habe ich mich dann doch entschieden, diesen Weg zu gehen und habe die Ausbildung zur Systemgastronomin zunächst bei einer anderen Kette begonnen.
Im zweiten Lehrjahr hatte ich die Chance bekommen, meine Ausbildung bei KFC fortzuführen. Ich ergriff sie und würde es als großes Glück beschreiben, da ich schon früh im Restaurant als auch bei Praktika in der Zentrale in Düsseldorf gefordert und gefördert wurde.
Schon nach einem dreiviertel Jahr hatte ich meine Zertifizierung zur Schichtführerin in der Tasche und durfte so schon während der Ausbildung alleine Schichten leiten.

Ich war sehr überrascht, als man mir dann vorschlug am Azubi Award teilzunehmen. Schließlich hatte zu dieser Zeit immer nur ein Azubi von KFC Deutschland die Möglichkeit dazu, sodass ich mich umso mehr freute, dass KFC so viel Vertrauen in mich setzte. Da ich nicht genau wusste, was mich beim Azubi Award erwartete, unterhielt ich mich mit Kollegen, die in den Jahren davor schon am Award teilgenommen hatten. Das war mir eine große Hilfe, da ich mir so ein Bild von den Bereichen machen konnte, in denen ich noch Defizite hatte.
Beim Azubi Award selbst war ich dann doch sehr erstaunt, welch großes Ausmaß diese Veranstaltung hatte und wie viele andere Azubis daran teilnahmen. Auch wenn ich nicht unter den zehn Erstplatzierten gelandet bin, war das eine tolle Gelegenheit um die vielen anderen systemgastronomischen Betriebe kennenzulernen. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie ähnlich und wie verschieden der gleiche Job in unterschiedlichen Betrieben sein kann.
Genau das ist der Grund, weshalb ich nur jedem anderen empfehlen kann, diesen Beruf zu erlernen, wenn er oder auch sie mindestens Spaß am Umgang mit Menschen hat und darüber hinaus viele Aufgabenfelder in einem Beruf vereinen möchte.

Denn was ich wirklich aus eigener Erfahrung sagen kann, eintönig oder langweilig wird es hier nie. Und auch wenn ich am Anfang noch dachte, ich stünde nur an der Fritteuse, wurde ich schon früh eines Besseren belehrt.

Heute bin ich nicht nur ausgebildete Fachfrau für Systemgastronomie, sondern bin jetzt auch seit einem knappen Monat stellvertretende Restaurantleiterin bei KFC.
Würde man mich heute an der gleichen Stelle wie vor fünf Jahren fragen, ob ich diese Ausbildung machen möchte, so würde ich nicht mehr so lange zögern wie damals, sondern ganz klar und deutlich antworten: ‚Ja, auf jeden Fall!’"

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