AZUBIYO Logo

Jans Erfahrung als Dualer Student Gerichtsvollzieher

Jans Erfahrung als Dualer Student Gerichtsvollzieher

Jans Erfahrung als Dualer Student Gerichtsvollzieher

Freie Stellen finden

„Das Studium zum Gerichtsvollzieher (LL.B.) hat begonnen.“

Jan (28) absolviert gerade das Duale Studium zum Gerichtsvollzieher (LL.B.). Er ist momentan im 3. Jahr und hat AZUBIYO von seinen Eindrücken berichtet.

Hallo,

ich studiere derzeit in meinem letzten Jahr als Gerichtsvollzieheranwärter an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen und hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick in das Studium vermitteln kann.

Nach langem Warten ging es für mich im September 2018 endlich los. Das Studium zum Gerichtsvollzieher (LL.B.) hat begonnen. Doch bevor das erste Jahr Theorie an der Hochschule startete, verbrachten wir zwei Tage bei unserem zuständigen Oberlandesgericht – in meinem Fall dem OLG Stuttgart. Hier wurden wir vereidigt und erhielten neben zahlreichen wichtigen Informationen bereits einen ersten Einblick in das Büro einer ansässigen Gerichtsvollzieherin.

In Schwetzingen angekommen, starteten wir mit einer Einführungswoche. Diese beinhaltet die Einführung in das Recht und den Umgang mit dem Gesetz. Anschließend begannen die ersten Vorlesungen. Neben Zivilprozessordnung, Zustellung und Einzelzwangsvollstreckung, die für den Gerichtsvollzieher wohl mit die wichtigsten Rechtsgebiete sind, zählen hierzu beispielsweise auch Handels- und Gesellschaftsrecht, Familienrecht und Schuldrecht (Ein genaueres Bild über alle zu vermittelnden Inhalte kann man sich mit dem Modulhandbuch des Studiengangs verschaffen → Seite der Hochschule).

Im ersten Jahr finden sieben Modulprüfungen statt. Diese sind zeitlich gesehen recht angenehm aufgeteilt, sodass man sich auf die jeweiligen Prüfungen sehr gut vorbereiten kann. Ebenfalls zur Vorbereitung werden im Unterricht viele Übungsfälle gelöst und eine Übungsklausur zeigt einem den Umfang einer Klausur auf.

Ausgleich zum Hochschulalltag findet man bei unterschiedlichen Freizeitaktivitäten, die sich einem durch die günstige Lage in der Nähe von Heidelberg und Mannheim auftun. Das erste Jahr in Schwetzingen wurde, wie jedes Jahr, mit dem Sommerfest der Hochschule beendet.

Nach der vorlesungsfreien Zeit im August ging es mit einem spannenden Jahr in der Praxis weiter. Bevor es zu den Gerichtsvollziehern/-innen geht, absolviert man einen circa 11-wöchigen Umlauf am Amtsgericht. Die jeweiligen Amtsgerichte werden hierbei in der Regel wohnortnah zugeteilt. Der Umlauf beinhaltet hauptsächlich Abteilungen, mit denen der Gerichtsvollzieher Berührungspunkte hat.

Ab Mitte/ Ende November startet die wohl aufregendste Zeit des Studiums. Neben der Büroorganisation und dem Führen der Dienstregister und Kassenbücher, unter Aufsicht der Praxisausbilder, warten die ersten Außendienste, Termine im Büro und Räumungen auf einen. Durch die Interaktion mit den unterschiedlichsten Menschen, seien es Gläubiger, Schuldner oder Anwälte, ist dabei kaum ein Tag wie der andere.

Die Zeit in der Praxisphase vergeht hierbei wie im Flug und wird nur durch die Rückkehr an die Hochschule im Februar unterbrochen. Zur Vorbereitung auf die Bachelor-Arbeit, die im dritten Jahr des Studiums stattfindet, ist hier eine Seminararbeit anzufertigen.

Zurück in der Praxis findet in der Regel etwa Mitte April ein Wechsel der Ausbilder statt. Inzwischen kann man im Büro selbstständig mitarbeiten und darf auch mehr Verantwortung und Aufgaben übernehmen. Häufig wird einem auch die Planung für die Außendienste oder die Terminplanung anvertraut.

Genau wie das 1. Studienjahr findet auch das dritte wieder in Schwetzingen statt. Hierfür ist es ratsam, sich aufgrund der etwas angespannten Wohnsituation, seine Wohnung aus dem ersten Jahr gleich wieder zu reservieren. Ein Studentenwohnheim gibt es derzeit in Schwetzingen nicht. Bei der Hochschule kann man jedoch eine Vermieterkartei anfragen, auf der zahlreiche privat zu vermietende Zimmer gelistet sind.

Liebe Grüße und viel Erfolg bei eurem Studium.
Jan

„Das Studium zum Gerichtsvollzieher (LL.B.) hat begonnen.“

Jan (28) absolviert gerade das Duale Studium zum Gerichtsvollzieher (LL.B.). Er ist momentan im 3. Jahr und hat AZUBIYO von seinen Eindrücken berichtet.

Hallo,

ich studiere derzeit in meinem letzten Jahr als Gerichtsvollzieheranwärter an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen und hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick in das Studium vermitteln kann.

Nach langem Warten ging es für mich im September 2018 endlich los. Das Studium zum Gerichtsvollzieher (LL.B.) hat begonnen. Doch bevor das erste Jahr Theorie an der Hochschule startete, verbrachten wir zwei Tage bei unserem zuständigen Oberlandesgericht – in meinem Fall dem OLG Stuttgart. Hier wurden wir vereidigt und erhielten neben zahlreichen wichtigen Informationen bereits einen ersten Einblick in das Büro einer ansässigen Gerichtsvollzieherin.

In Schwetzingen angekommen, starteten wir mit einer Einführungswoche. Diese beinhaltet die Einführung in das Recht und den Umgang mit dem Gesetz. Anschließend begannen die ersten Vorlesungen. Neben Zivilprozessordnung, Zustellung und Einzelzwangsvollstreckung, die für den Gerichtsvollzieher wohl mit die wichtigsten Rechtsgebiete sind, zählen hierzu beispielsweise auch Handels- und Gesellschaftsrecht, Familienrecht und Schuldrecht (Ein genaueres Bild über alle zu vermittelnden Inhalte kann man sich mit dem Modulhandbuch des Studiengangs verschaffen → Seite der Hochschule).

Im ersten Jahr finden sieben Modulprüfungen statt. Diese sind zeitlich gesehen recht angenehm aufgeteilt, sodass man sich auf die jeweiligen Prüfungen sehr gut vorbereiten kann. Ebenfalls zur Vorbereitung werden im Unterricht viele Übungsfälle gelöst und eine Übungsklausur zeigt einem den Umfang einer Klausur auf.

Ausgleich zum Hochschulalltag findet man bei unterschiedlichen Freizeitaktivitäten, die sich einem durch die günstige Lage in der Nähe von Heidelberg und Mannheim auftun. Das erste Jahr in Schwetzingen wurde, wie jedes Jahr, mit dem Sommerfest der Hochschule beendet.

Nach der vorlesungsfreien Zeit im August ging es mit einem spannenden Jahr in der Praxis weiter. Bevor es zu den Gerichtsvollziehern/-innen geht, absolviert man einen circa 11-wöchigen Umlauf am Amtsgericht. Die jeweiligen Amtsgerichte werden hierbei in der Regel wohnortnah zugeteilt. Der Umlauf beinhaltet hauptsächlich Abteilungen, mit denen der Gerichtsvollzieher Berührungspunkte hat.

Ab Mitte/ Ende November startet die wohl aufregendste Zeit des Studiums. Neben der Büroorganisation und dem Führen der Dienstregister und Kassenbücher, unter Aufsicht der Praxisausbilder, warten die ersten Außendienste, Termine im Büro und Räumungen auf einen. Durch die Interaktion mit den unterschiedlichsten Menschen, seien es Gläubiger, Schuldner oder Anwälte, ist dabei kaum ein Tag wie der andere.

Die Zeit in der Praxisphase vergeht hierbei wie im Flug und wird nur durch die Rückkehr an die Hochschule im Februar unterbrochen. Zur Vorbereitung auf die Bachelor-Arbeit, die im dritten Jahr des Studiums stattfindet, ist hier eine Seminararbeit anzufertigen.

Zurück in der Praxis findet in der Regel etwa Mitte April ein Wechsel der Ausbilder statt. Inzwischen kann man im Büro selbstständig mitarbeiten und darf auch mehr Verantwortung und Aufgaben übernehmen. Häufig wird einem auch die Planung für die Außendienste oder die Terminplanung anvertraut.

Genau wie das 1. Studienjahr findet auch das dritte wieder in Schwetzingen statt. Hierfür ist es ratsam, sich aufgrund der etwas angespannten Wohnsituation, seine Wohnung aus dem ersten Jahr gleich wieder zu reservieren. Ein Studentenwohnheim gibt es derzeit in Schwetzingen nicht. Bei der Hochschule kann man jedoch eine Vermieterkartei anfragen, auf der zahlreiche privat zu vermietende Zimmer gelistet sind.

Liebe Grüße und viel Erfolg bei eurem Studium.
Jan

Gefällt mir besonders

  • Kontakt zu unterschiedlichen Menschen
  • Wechsel zwischen Büro und Außendienst
  • Abwechslungsreiche Aufgaben
  • Selbstständige Planung

Sollte man beachten

  • Kann aufgrund der Arbeitsbelastung stressig sein
  • Konflikte mit Schuldnern

Mein Tipp für euch

Rechtzeitig anfangen zu lernen und immer am Ball bleiben, dann bleibt euch viel Stress erspart.

Mein Job auf einen Blick

  • Art der Ausbildung: Dual
  • Dauer der Ausbildung: 3 Jahre
  • Fachbereich: Recht
  • Erwünschter Schulabschluss: Fachhochschulreife, Abitur
  • Arbeitsumfeld: Büro, Außendienst
  • Arbeitszeiten: Flexibel
  • Höhe der Vergütung während der Ausbildung: 1.348,78 €
  • Anzahl Urlaubstage: 30