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Anleitung zum Lebenslauf

In dieser Anleitung erfährst du in 8 Schritten, wie du deinen Lebenslauf aufbaust, welche Inhalte reingehören, woher du die Infos bekommst und welche Formalia zu beachten sind.

Einleitung und Kopf im Lebenslauf

Lebenslauf Anleitung

Die nebenstehende Abbildung zeigt dir den typischen Aufbau eines Lebenslaufs. Jedes Teil-Element – erkennbar an Nummerierung und Beschriftung – wird  ausführlich erläutert. Du kannst dir die Abbildung hier downloaden.

1. Kopfzeile und Überschrift „Lebenslauf“
Eine Kopfzeile mit deinen Kontaktdaten wirkt sehr professionell.

Sie könnte so aussehen:


Kopfzeile

Die Überschrift „Lebenslauf“ gehört unbedingt rein. Die Überschrift sollte hervorgehoben werden, z.B. Lebenslauf, Lebenslauf, LEBENSLAUF.

2. Persönliche Daten
Folgende Angaben gehören in deinen Lebenslauf: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und -ort. Wenn du bereits Kinder hast oder verheiratet bist, dann sollten Familienstand und Kinder angegeben werden, ansonsten solltest du es weglassen.

Name und Beruf der Eltern, Geschwister, Religionszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit gehören nicht mehr in den Lebenslauf.

3. Foto
Dein professionelles Bewerbungsfoto klebst du oben rechts auf die erste Seite deines Lebenslaufs.

Hauptteil im Lebenslauf

4. Bildungsweg
In deinem Profil im „Lebenslauf“ bei „Schulbildung“ hast du bereits alle relevanten Daten gesammelt. Hier kannst du auf diese Informationen zurückgreifen.

Schreib zu deiner Schulbildung den erwarteten Abschluss (z.B. Abitur), deine bereits erreichte Abschlussnote oder, falls du die noch nicht hast, dein voraussichtlicher Erfolg. Deine Lieblingsfächer kannst du mit aufnehmen, musst es aber nicht.

Hier ein Beispiel:


05/2017 voraussichtlich: Realschulabschluss mit gutem Erfolg
09/2011 - 05/2017 Willy-Brandt-Schule in Köln Lieblingsfächer: Englisch, Deutsch und Kunst
09/2007 - 09/2011 Grundschule Amsdorfstraße in Köln

Dieser Lebenslauf ist absteigend gegliedert.


Entscheide, ob du deinen Bildungsweg chronologisch auf- oder absteigend aufbaust. Aufsteigend bedeutet, dass du mit der Grundschule anfängst und bei deiner aktuellen Situation aufhörst. Absteigend, auch anti-chronologisch genannt, bedeutet, dass dein (voraussichtlicher) Schulabschluss bzw. die Abschlussnote direkt nach deinen persönlichen Daten steht.

Die aufsteigende Variante ist traditionell, die absteigende Variante modern und international.

5. Praxiserfahrung
Hier gehören alle praktischen Tätigkeiten hinein, die du neben der Schule bereits gemacht hast oder noch immer machst, z.B. Praktikum, Ferienjob, Nebenjob, FSJ, FÖJ, Bundesfreiwilligendienst, Auslandsaufenthalte (Au-Pair, Sprachschule). Beschreibe in einigen Stichpunkten die Inhalte und Aufgaben deiner Nebentätigkeiten.

Beispiel:


10/2016 Dreiwöchiges Schulpraktikum bei der Hab & Gut Versicherung in Würzburg;
Aufgaben: Mithilfe bei der Erstellung von Finanzanalysen, Unterstützung bei Marketingaktionen, Erledigung anfallender Bürotätigkeiten, Bearbeiten des Posteingangs und -ausgangs


Wichtig: Wenn du deinen Bildungsweg (4) aufsteigend (Grundschule -> Schulabschluss) aufgebaut hast, dann müssen die Praxiserfahrungen (5) genauso gegliedert werden. Bei absteigender Gliederung (Schulabschluss -> Grundschule) gilt das gleiche.

Sieh dir das Beispiel zum Lebenslauf an. In deinem Lebenslauf im Profil bei „Praktische Erfahrungen“ hast du diese Informationen bereits eingegeben.

6. Kenntnisse und Fähigkeiten
Sprachkenntnisse: Notiere alle Fremdsprachen, die du gelernt hast und schätze deine Kenntnisse ein. Die gängige Skala geht von „Muttersprache“ über „Fließend“ bzw. „Verhandlungssicher“ hin zu „gute Kenntnisse“ und schließlich „Grundkenntnisse“.

Computerkenntnisse: Das Vorgehen ist das Gleiche wie bei den Sprachkenntnissen. Kennst du dich mit dem Office Paket (z.B. Word, Excel, Powerpoint, Outlook, Access) von Microsoft aus? Beherrschst du eine Programmiersprache oder ein Statistikprogramm? Schätze dich selbst ein. Die gängige Skala geht von „sehr gute Kenntnisse“ über „gute Kenntnisse“ hin zu „Grundkenntnisse“.

Sonstiges: Falls du einen Führerschein oder Zertifikate hast, füge es hier ein:


seit 03/2016 Führerschein Klasse A1


Alle Informationen hast du bereits in deinem Profil im Reiter Lebenslauf unter „Fremdsprachen“,  „Computerkenntnisse“ und „Hobby, Preise, Sonstige Kenntnisse“ gesammelt.

7. Hobbys und Interessen
An dieser Stelle bekommt dein Lebenslauf eine ganz persönliche Note. Behalte dabei im Hinterkopf, dass der zukünftige Arbeitgeber prüfen wird, ob du zu der Firma passt oder nicht. Vorsicht also bei politischen, religiösen oder extremen Mitgliedschaften und Hobbys.

In der Kürze liegt die Würze: 2-4 Hobbys bzw. Interessen sind ideal. Zu viele Hobbys im Lebenslauf erwecken den Eindruck, dass du sehr viele Verpflichtungen in deiner Freizeit hast und dich nicht genügend auf deine Ausbildung konzentrieren wirst. Kannst du dich nicht entscheiden, welche Hobbys relevant sind, dann passe sie der Stelle an, auf die du dich bewirbst.

Beispiel:


Mitgliedschaft im Gartenbauverein → bei Bewerbung als Gärtner
Organisation eines Fussballturniers → bei Bewerbung als Veranstaltungskaufmann
Redakteur der Schülerzeitung → bei Bewerbung als Kaufmann für Marketingkommunikation


Schlussteil im Lebenslauf

8. Ort, Datum und Unterschrift
Nicht vergessen: Lebenslauf unterschreiben! Zum Schluss schreibst du den Ort sowie das aktuelle Datum und musst deinen Lebenslauf unterschreiben, am besten mit einem schwarzen oder blauen Stift.

Nutze die automatische Datumsfunktion aus dem Textverarbeitungsprogramm, um immer das aktuelle Datum automatisch einfügen zu lassen. Bei Online-Bewerbungen setze deine gescannte oder getippte Unterschrift unter den Lebenslauf.


Tipp: Diese Anleitung findest du zum Ausdrucken auch im Download-Bereich!

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Bildnachweis: „Curriculum vitae" © 2015 Tashatuvango / Fotolia