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Gendergerechte Sprache – so gendern wir

Mit gendergerechter Sprache unterstützen wir die Sichtbarkeit und Gleichbehandlung aller Menschen – ganz unabhängig von Geschlecht oder geschlechtlicher Identität. Welche Gründe genau fürs Gendern sprechen und wie wir die Maßnahmen auf unseren Plattformen umsetzen, erklären wir dir hier.

Zuerst einmal: Ja, geschlechtergerechte Sprache ist anstrengend – Diskriminierung ist aber viel anstrengender. Wenn wir also mit unserer Sprache einen Teil zur Gleichberechtigung beitragen können, nehmen wir diese Hürde gerne.

Was ist das Problem mit dem generischen Maskulinum?

Möchten wir über eine Gruppe von Personen sprechen, die z. B. aus Männern und Frauen besteht, benutzen wir in der deutschen Sprache den Plural der männlichen Form, das generische Maskulinum. Als „Schüler“ werden damit aus grammatikalischer Sicht nicht automatisch nur männliche Schüler bezeichnet, auch Schülerinnen können mitgemeint sein.

Problem Nr. 1: Das generische Maskulinum ist nicht eindeutig, weil nicht direkt auf das Geschlecht der damit gemeinten Personen geschlossen werden kann.

Problem Nr. 2: Grammatikalisch mag es zwar alle Geschlechter einbeziehen, aber in der Praxis lässt sich beobachten, dass wir beim generischen Maskulinum automatisch viel häufiger an Männer als an Frauen denken.

Deshalb ist Gendern wichtig

Sprache formt Denken, das besagt die Sapir-Whorf-Hypothese in der Linguistik. Gemeint ist damit: Die Art und Weise, wie ein Mensch denkt, wird stark von der Struktur und vom Wortschatz seiner Muttersprache beeinflusst. Hören oder benutzen wir geschlechtergerechte Sprache, formt auch das in gewissem Maße unsere Gedanken. Mit verschiedenen Studien konnten bereits folgende positive Einflüsse des Genderns auf unsere Einstellung und im Speziellen auf die Jobsuche festgestellt werden:

  1. Frauen werden sichtbarer: Bei gegenderten Begriffen werden Frauen gedanklich viel mehr einbezogen. (Vgl. Kollmayer et al., 2018; Gabriel et al., 2018)
  2. Gendern beeinflusst die Jobsuche von Frauen: Auf Stellenanzeigen, in denen gegendert wird, bewerben sich viel mehr Frauen als auf solche im generischen Maskulinum. (Vgl. Bem & Bem, 1973)
  3. Kinder trauen sich mehr Berufe zu: Werden ihnen Berufe in mehreren Geschlechtern präsentiert, z. B. Ingenieurin und Ingenieur, trauen sich Mädchen viel eher stereotype Männerberufe zu. (Vgl. Vervecken & Hannover, 2015)
  4. Menschen denken offener über Geschlechterrollen nach: Menschen, die geschlechtergerechte Sprache benutzen, sind positiver gegenüber der LGBTQIA+-Community eingestellt. (Vgl. Tavitsa & Peréz, 2019)

Welche Möglichkeiten des Genderns gibt es?

Möchte man nun im Fließtext gendern, gibt es verschiedene Möglichkeiten dafür – jede hat ihre Vor- und Nachteile.

  • Beidnennung: Männliche und weibliche Form werden genannt und mit einem „und“, Schrägstrich oder dem Binnen-i verbunden (z. B. „Lehrerinnen und Lehrer“, „Lehrer/innen“ oder „LehrerInnen“).
  • Genderneutrale Schreibweise: Verwendung alternativer, nicht gegenderter Begriffe (z. B. „Lehrende“ oder „Lehrkraft“).
  • Sonderzeichen: Zwischen männliche und weibliche Form wird ein Sonderzeichen (Sternchen, Unterstrich oder Doppelpunkt) gesetzt.

In Deutschland dürfen Arbeitgeber gemäß des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (§ 1 AGG) niemanden aufgrund seines Geschlechts benachteiligen. Seit 2019 müssen Stellenanzeigen deshalb genderneutral formuliert werden. Am geläufigsten ist der Zusatz (m/w/d) hinter einem Stellentitel, der besagt, dass sich die offene Stelle an männliche, weibliche und diverse Personen richtet.

Nicht-binäre Identitäten einbeziehen

Manche Menschen fühlen sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig, sind also nicht-binär. Diese Menschen werden bei der Beidnennung vernachlässigt, da dabei nur männliche oder weibliche Personen angesprochen werden. Mit der genderneutralen Schreibweise oder den Sonderzeichen bezieht man wiederum auch nicht-binäre Personen mit ein.

Gendersternchen und Co – Gendern mit Sonderzeichen

  • Gender-Gap: Ein Unterstrich symbolisiert das Spektrum der Geschlechter, auf dem die Kategorien „weiblich“ und „männlich“ die äußeren zwei Pole bilden (z. B. „Schüler_in“).
  • Gendersternchen: Ein Asterisk, dessen Strahlen in alle Richtungen zeigen und damit unterschiedlichste Geschlechtsidentitäten symbolisieren (z. B. „Schüler*in“). Das Zeichen ist der Computersprache entlehnt, wo es als Platzhalter für eine beliebige Zahl von Buchstaben fungiert.
  • Gender-Doppelpunkt: Der Doppelpunkt wird als Sonderzeichen normalerweise in der Mitte eines Satzes verwendet und signalisiert, dass danach etwas besonders Wichtiges folgt.

Mit einem Doppelpunkt zu gendern, ist die neueste Form. Dafür spricht vor allem, dass der Doppelpunkt günstig auf der Tastatur liegt, sich relativ unauffällig ins Wort einfügt und demnach das Schriftbild von allen Sonderzeichen am wenigsten stört. Außerdem ist er in dem Sinne inklusiv, dass er vom Sprachausgabeprogramm für blinde und sehbehinderte Menschen erkannt und mit einer kleinen Pause vorgelesen wird.

Nachteile des Genderns mit Sonderzeichen

Menschen, die gerade erst Deutsch lernen, oder eine Leseschwäche, Hörbehinderung oder kognitive Einschränkungen haben, erschwert jedes der Gender-Sonderzeichen das Verständnis eines Textes sehr.

So gendern wir auf unseren Plattformen

Wir kombinieren 2 Möglichkeiten: Wo es geht, verwenden wir genderneutrale Formulierungen wie „Auszubildende“, „Berufseinsteigende“ oder „Beschäftigte“.

Ist keine genderneutrale Schreibweise möglich, gendern wir mit dem Doppelpunkt. Wir haben uns für diese Art des Genderns entschieden, weil sie

  1. non-binäre Geschlechter einbezieht,
  2. sich relativ unauffällig ins Sprachbild einfügt und
  3. inklusiv ist.

Ausnahmen – hier gendern wir anders

  • Berufstitel gendern wir mit einem Schrägstrich, z. B. „Tischler/in“, „Kaufmann/-frau“ oder „Fluglotse/Fluglotsin“, da es sich dabei um offizielle Bezeichnungen handelt. Hier orientieren wir uns an der Schreibweise der Agentur für Arbeit (siehe Berufenet).
  • Begriffe, die aus einer Fremdsprache stammen und auch vom Duden nicht gegendert werden. Häufig handelt es sich hier um Anglizismen wie „Consultant“, „Accountant“ oder „Developer“.
  • Sind keine Personen, sondern eher Institutionen gemeint (z. B. „Arbeitgeber“), gendern wir auch nicht.

Gendern und Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Google kann gegenderte Begriffe, vor allem die mit Sonderzeichen, noch immer nicht gut erkennen. Das stellt ein Problem für uns dar, da wir – wie jede andere Website – auf gute Rankings auf Google angewiesen sind.

Da wir aber nicht komplett aufs Gendern verzichten und unsere Einstellung zum Thema kommunizieren möchten, lösen wir das Problem folgendermaßen:

  • Inhalte, die nicht SEO-relevant sind (z. B. Printmedien, Videos, Vorträge, Podcast), gendern wir mit dem Doppelpunkt.
  • SEO-relevante Texte versehen wir mit einem Abbinder, auf dem wir darauf hinweisen, dass wir gendergerechte Sprache generell sehr unterstützen und die Gründe aufzählen, die uns in diesem Fall allerdings daran hindern.

Weitere Infos

Bildnachweis: „Jugendliche mit Farbpulver“ © oneinchpunch – stock.adobe.com

Quellen:

Kollmayer, M. et al. (2018): Breaking Away From the Male Stereotype of a Specialist: Gendered Language Affects Performance in a Thinking Task, in: Frontiers in Psychology, June 2018, Vol. 9. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2018.00985

Gabriel, U. et al. (2018): Neutralising linguistic sexism: Promising but cumbersome?, in: Group Processes & Intergroup Relations, 21(5). https://doi.org/10.1177/1368430218771

Bem, S. L.; Bem D.J. (1973): Does Sex-biased Job Advertising “Aid and Abet” Sex Discrimination?, in: Journal of Applied Social Pschology, 3(1). https://doi.org/10.1111/j.1559-1816.1973.tb01290.x

Vervecken, D.; Hannover, B. (2015): Yes I Can! Effects of Gender Fair Job Descriptions on Children’s Perceptions of Job Status, Job Difficulty, and Vocational Self-Efficacy, in: Social Psychology, 46(2). https://doi.org/10.1027/1864-9335/a000229

Tavitsa, M.; Pérez, E. O. (2019) Language influences mass opinion toward gender and LGBT equality, in: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 116(34). https://doi.org/10.1073/pnas.1908156116