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Azubi denkt nach
Azubi denkt nach

Azubi-Wissen

Du bist (fast) fertig mit der Schule und strebst demnächst eine Ausbildung an, weißt aber noch gar nicht, wie das alles abläuft? Keine Sorge! Hier findest du alle wichtigen Informationen rund um die  Ausbildung sowie wichtige Tipps.

Was bedeutet das Wort Azubi?

Das Wort Azubi ist die Abkürzung für Auszubildender und beschreibt eine Person, die eine Berufsausbildung absolviert. Es ersetzte somit die in Deutschland geltende Bezeichnung Lehrling oder auch Lehrtochter.

Was macht ein Azubi?

Ein Azubi absolviert eine Berufsausbildung. Du hast hier die Wahl zwischen einer dualen Ausbildung und einer schulischen Ausbildung. Die duale Ausbildung ist die häufigste Form der Berufsausbildung. So sind aktuell etwa 450 Ausbildungsberufe nach dem dualen System aufgebaut. Dual bezeichnet eine zweigeteilte Form der Ausbildung. In der Berufsschule erlernst du das theoretische Fachwissen und im Betrieb praktische Kenntnisse und Fertigkeiten.

Bei der schulischen Ausbildung handelt es sich um eine Ausbildung an einer Berufsfachschule oder Fachakademie. Diese Ausbildungen werden vor allem im Gesundheits- und Sozialbereich sowie in Technik oder IT angeboten. Für junge Eltern und Personen, die Angehörige pflegen und entsprechend wenig Zeit haben, kommt die Teilzeitausbildung infrage. Diese ist bei allen anerkannten dualen Ausbildungsberufen möglich, dein Ausbildungsbetrieb muss jedoch auch zustimmen.

Du würdest gerne noch mehr darüber erfahren? Checke doch gerne unsere Seiten dazu:

Rund um Finanzen

Jetzt weißt du vielleicht, welche Ausbildungsform die richtige für dich ist. Du möchtest gerne aber noch alles Wichtige über Finanzen, Steuern und Versicherungen erfahren? Für viele zukünftige Azubis spielt vor allem die Ausbildungsvergütung eine große Rolle. Die Höhe deiner Ausbildungsvergütung kannst du in deinem Ausbildungsvertrag nachlesen. Wichtig: Die Ausbildungsvergütung muss während deiner Ausbildungszeit mindestens jährlich ansteigen. Die Höhe ist jeweils unterschiedlich und richtet sich nach der Branche, in welcher deine Ausbildung stattfindet. Für die meisten Branchen gibt es außerdem tarifliche Regelungen, in denen die Ausbildungsvergütung festgelegt wird. 

Doch auch Steuern sind ein wichtiges Thema, denn bei der Ausbildungsvergütung handelt es sich um den Brutto-Betrag. Davon musst du in der Regel Steuern und auch Sozialabgaben abziehen. Steuern, die Azubis betreffen, sind Lohn- und Kirchensteuer. Beachte! Steuern müssen erst entrichtet werden, sobald du mehr als ca. 1.081 Euro im Monat verdienst. 

Dazu möchtest du gerne mehr erfahren? Alles zu den Themen Ausbildungsvergütung, Steuern sowie Sozialabgaben und vielem mehr findest du hier:

Rechte und Pflichten als Azubi

Hast du als Azubi erst einmal die Zusage bekommen und deinen Vertrag unterschrieben, ist der erste Schritt Richtung Karriere geschafft. Doch was nun?

Vor Beginn deiner Ausbildung solltest du dich zuerst mit deinen Rechten und Pflichten auseinandersetzen, da dies die Basis für eine gute Zusammenarbeit zwischen Auszubildenden und Arbeitgeber/ Betrieb schafft. Was ein Azubi darf und was nicht, was er tun muss und was nicht, ist gesetzt genau festgelegt. Rechte und Pflichten sind durch Berufsbildungsgesetz BBiG und Jugendarbeitsschutzgesetz sowie Ausbilder-Eignungsverordnung und Handwerksverordnungen geregelt. Wir geben dir hier einen Überblick über die wichtigsten Regelungen:

  • Ausbildungsziel einhalten: Halte dich an deine Lernpflicht und bemühe dich stets um bestes Verhalten
  • Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren: Halte dich an deine Verschwiegenheitserklärung und plaudere keine geheimen Informationen aus
  • Sorgfaltspflicht nachgehen: Erledige deine Aufgaben stets gewissenhaft und ordnungsgemäß
  • Betriebsordnung einhalten: Halte dich an Regeln deines Betriebs, z. B. trage deine Schutzkleidung
  • Weisungen Folge leisten: Befolge Anweisungen deines Arbeitgebers/ Betriebs
  • Bei Abwesenheit: Vergiss nicht, deine Krankmeldung pünktlich abzugeben
  • Berichtsheft formgerecht führen: Trage deine Tätigkeiten regelmäßig in dein Berichtsheft ein

Neben deinen Pflichten hast du natürlich auch eine Reihe von Rechten, die dir zustehen. Hier eine erste Zusammenstellung:

Recht auf Vergütung und Arbeitsmittel
Deine zufriedenstellende Arbeit muss natürlich vergütet werden. In deiner Ausbildung erfolgt das in der Regel durch dein Azubi-Gehalt. So hast du Anspruch auf monatliches Einkommen, welches der Arbeitgeber monatlich auf dein Konto überweisen wird. Arbeitsmittel, die notwendig sind, um deine Ausbildungsziele zu erreichen, müssen ebenso während der Ausbildungszeit zur Verfügung gestellt werden.

Recht auf Ausbildungsziel und auf Freistellung für Ausbildungsmaßnahmen
Nicht nur du musst darauf achten, dein Ausbildungsziel zu erreichen. Auch dein Betrieb muss dafür sorgen, dass du themengerecht eingeteilt bist und keine Tätigkeiten aus fremden Bereichen erledigst. Du musst also keine Arbeiten verrichten, die nichts mit der Ausbildung zu tun haben, wie zum Beispiel Besorgungen für den Chef oder das Putzen der Toilette.

Kündigungsrecht
Als Azubi hast du eine spezielle Kündigungsmöglichkeit und kannst das Ausbildungsverhältnis so mit einer 4-wöchigen Frist beenden.

Du möchtest noch mehr wissen? Weitere Rechte und Pflichten findest du hier:

Jetzt passende Ausbildung oder Duales Studium finden

Ist eine Ausbildung sinnvoll?

Diese Frage beantwortet wahrscheinlich nicht jeder gleich. Wichtig ist, dass du zuerst für dich entscheidest, welcher Weg zu dir passt: Duales Studium, Studium oder Ausbildung? Eine Ausbildung zu absolvieren ist jedoch auf jeden Fall sinnvoll. Welche Vorteile und Nachteile eine Ausbildung bietet, kannst du hier nachlesen. Absolvierst du eine Ausbildung bist du finanziell unabhängig, d. h. du verdienst ab dem ersten Tag. Ein weiterer positiver Punkt ist der Praxisbezug: hier lernst du direkt Dinge, die du praktisch anwenden und gebrauchen kannst. Toll ist auch, dass du nach der Ausbildung gute Chancen hast, übernommen zu werden und somit einen sicheren Arbeitsplatz zu erhalten. Als Nachteil kann man hier das geringere Gehalt nennen. Als Facharbeiter verdienst du zwar nicht schlecht, aber meistens deutlich weniger als Akademiker. Außerdem hast du oft keine großen Freiheiten während der Ausbildung. Du hast einen Chef, der dir Anweisungen und Aufgaben gibt.

Wie kann ich eine Ausbildung finden?

Um die für dich passende Ausbildung zu finden, gibt es viele verschiedene Wege. Beginne frühzeitig mit deiner Suche. Große Unternehmen schreiben ihre Ausbildungsplätze oftmals früh aus. Es kann also zu langen Vorlaufzeiten kommen.

Solltest du noch gar nicht wissen, welche Richtung interessant für dich ist, nutze gerne unseren Berufswahltest. So findest du heraus, in welchem Bereich deine Schwächen und Stärken liegen.

Du weißt bereits, welche Fachrichtung dich interessiert? Dann schau doch gerne unsere Berufsprofile durch und informiere dich über Details und Voraussetzungen. Sobald du die richtige Ausbildung gefunden hast, geht es nun an die Bewerbung. Auch hier gibt es viele wichtige Dinge zu beachten. Was besonders wichtig ist, zeigen wir dir jetzt.

Wie bewerbe ich mich?

Du weißt noch gar nicht, worauf du achten musst und was alles in deine Bewerbung gehört? Keine Panik! In unserem Bewerbungstutorial lernst du Schritt für Schritt, wie du deine Bewerbung am besten schreibst, dein Layout erstellst und typische Fails vermeidest.

Das Wichtigste zuerst: Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und Zeugnisse sowie Nachweise sind ein Muss für deine Bewerbung. Layout, Deckblatt und Motivationsschreiben kannst du zum Ausschmücken verwenden.

Weiterbildung: Nach dem Einstieg der Aufstieg

Du hast deine Ausbildung oder dein Studium erfolgreich beendet und bist im Beruf angekommen. Frei nach dem Motto „Wer rastet, der rostet!" ist für dich aber noch nicht Schluss. Erfahre hier mehr über mögliche Weiterbildungen und den Unterschied zur Fortbildung.

Infos, Tipps und Fails