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Dozentin gibt Weiterbildungsunterricht
Dozentin gibt Weiterbildungsunterricht

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Mit einer Weiterbildung erweiterst du dein Wissen und erhöhst so deine Karrierechancen. Damit eine Weiterbildung aber nicht nur auf dem Papier gut aussieht, sondern dir wirklich etwas bringt, solltest du vorher immer überlegen, in welchem Bereich du dich weiterbilden willst. Wir zeigen dir, worauf du bei Weiterbildungen achten musst.

Was ist eine Weiterbildung?

Weiterbildungen sind Maßnahmen, die dir einen beruflichen Aufstieg oder eine Neuorientierung ermöglichen. Es gibt auch Weiterbildungen, um deine Fähigkeiten zu erweitern oder sogar einen Schulabschluss nachzuholen. Du siehst, dass der Begriff Weiterbildung sehr weit gefasst sein kann – manche Anbieter unterscheiden explizit zwischen Fort- und Weiterbildung. In diesem Artikel befassen wir uns mit der beruflichen Weiterbildung, lassen also Schulabschlüsse außen vor.

Die berufliche Weiterbildung kann eine Aufstiegsfortbildung oder eine Anpassungsfortbildung nach SGB III sein. Aufstiegsweiterbildungen sollen den beruflichen Aufstieg ermöglichen. Das können also Meisterweiterbildungen, Fachwirtprüfungen oder ein Studium sein. Anpassungsfortbildungen sorgen dafür, dass du deinen aktuellen Beruf weiter ausüben kannst. Du erhältst oder erweiterst deine Fähigkeiten, auch beispielsweise in technischer Hinsicht.

Außerdem gibt es Umschulungen, um ein komplett neues Berufsfeld zu erschließen.

Wo kann man Weiterbildungen machen?

Es gibt viele Bildungsanbieter, die Weiterbildungen anbieten. Das reicht von der IHK über private Akademien bis hin zu Hochschulen. Um die für dich passende Weiterbildung zu finden, musst du Teilnahmevoraussetzungen, Kursinhalte und -ziele sowie Dauer und Kosten prüfen. Einige private Anbieter ermöglichen auch kostenlose Probezeiträume, um Fernlehrgänge zu prüfen.

Arten der Weiterbildung: Kurse, Lehrgänge und Seminare können in den Veranstaltungsräumen des Bildungsanbieters, digital oder im Rahmen eines Blended-Learning-Konzepts stattfinden. Einige Angebote finden abends oder am Wochenende statt, andere in Vollzeit oder Teilzeit. Viele Onlinekurse sind jederzeit zugänglich, sodass du lernen kannst, wann es dir am besten passt. Meist ist dann lediglich der Kurszugang beschränkt, beispielsweise auf 12 oder 24 Monate.

Weiterbildungsangebote findest du auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit: Kursnet: Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung
Viele Anbieter haben mittlerweile gute und übersichtliche Internetauftritte. Das gilt gerade dann, wenn die Teilnahme an der Weiterbildung auch online möglich ist. Bei anderen Anbietern, die deswegen nicht minder seriös sein müssen, musst du Infomaterial beantragen und erhältst es dann per Post oder E-Mail.

Wie lange dauert eine Weiterbildung?

So unterschiedlich wie die Weiterbildungsmöglichkeiten sind, so verschieden ist auch die Dauer. Manche Fortbildungen dauern nur einen Tag oder zwei Wochenenden. Je umfangreicher die Qualifizierung ist, die du erwirbst, desto länger dauert die Weiterbildung. Eine Kursdauer von 2 bis 3 Jahren ist nicht ungewöhnlich.

Eine umfangreiche Marketing-Weiterbildung kann 2 Jahre dauern. Möchtest du lediglich den Umgang mit einer neuen Software lernen, geht das oft mit wenigen Sitzungen.

Wie viel kosten Weiterbildungen?

Über die Kosten von Weiterbildungen lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Die Gebühren unterscheiden sich je nach Bildungsanbieter und sind natürlich auch von der Lehrgangsdauer abhängig.

Übliche Weiterbildungsgebühren sind:

  • Kursgebühren
  • Prüfungsgebühren
  • Kosten für Lehrmaterialien, Bücher, etc.
  • Reisekosten
  • Kosten für Unterkunft und Verpflegung

Kosten von mehreren tausend Euro sind nicht ungewöhnlich, wenn es sich um renommierte Anbieter und qualifizierte Abschlüsse handelt.

Förderung von Weiterbildungen

Du kannst für viele Weiterbildungen eine finanzielle Förderung beantragen. Bist du arbeitslos oder akut von Arbeitslosigkeit bedroht, finanziert die Agentur für Arbeit (oder bei ALG II das Jobcenter) Weiterbildungsmaßnahmen über einen Bildungsgutschein. Den musst du beantragen, bevor du die Weiterbildung beginnst.

Für Maßnahmen, die den beruflichen Aufstieg zum Ziel haben, kannst du beispielsweise Aufstiegs-BAföG oder die Bildungsprämie beantragen. Mehr dazu auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: Aufstiegs-BAföG/ Bildungsprämie

Außerdem kannst du bei deinem aktuellen Arbeitgeber nachfragen, ob er die Weiterbildung ganz oder teilweise mitfinanzieren würde. Manche Arbeitgeber fordern im Gegenzug eine vertragliche Bindung für einen bestimmten Zeitraum. Einige Jobs kannst du nur ausüben, wenn du eine bestimmte Weiterbildung abgeschlossen hast, beispielsweise eine Pflege-Weiterbildung. Gerade hier übernehmen auch künftige Arbeitgeber die Kosten, um qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen.

Weiterbildung nachweisen

Es gibt deutschlandweit geregelte Weiterbildungen, die mit einem staatlichen Abschluss enden. Den können Arbeitgeber gut einordnen und wissen, welche Fähigkeiten du nachweisen musstest, um den Abschluss zu erlangen.

Grundsätzlich solltest du vorab darauf achten, ob du eine Bescheinigung für deine absolvierte Weiterbildung erhältst. Diese Urkunde oder das Zertifikat sollte immer kostenlos ausgestellt werden. Fallen dafür zusätzlich Gebühren an, ist das Weiterbildungsangebot eventuell nicht seriös.

Abschluss & Kostenübernahme: Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter bezahlen deine Weiterbildung nur, wenn die Bildungsmöglichkeit zertifiziert und zugelassen ist. Dafür müssen Inhalte und Ziele des Kurses in einem angemessenen Verhältnis zu Kosten und zeitlichem Umfang stehen.

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