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Berufsschule als Teil der Ausbildung

Wer sich für eine duale Ausbildung entschieden hat, verbringt zu etwa einem Drittel der Ausbildungszeit in der Berufsschule und zwei Drittel der Zeit im Ausbildungsbetrieb. Wie dich die Berufsschule in der Ausbildung unterstützt, kannst du hier nachlesen.

Was ist eine Berufsschule?

Die Berufsschule ist ein Teil der dualen Ausbildung. Sie hat die Aufgabe, den Auszubildenden (m/w/d) berufliche und allgemeine Lerninhalte zu vermitteln. Innerhalb der Berufsausbildung vermitteln besonders ausgebildete Lehrkräfte das theoretische Wissen zu deinem Ausbildungsberuf. Aber auch die Erweiterung des Allgemeinwissens steht auf dem Lehrplan. Der Unterricht an der Berufsschule findet meist an 1 bis 2 Tagen in der Woche statt. Falls du einen Ausbildungsberuf mit generell wenigen Auszubildenden (m/w/d) wählst, gibt es vielleicht keine Berufsschule in der Nähe. Eventuell musst du sogar eine Berufsschule in einem anderen Bundesland besuchen. Ist das der Fall, findet der Unterricht als Blockunterricht statt. Im Blockunterricht verbringst du 1 bis 2 Wochen im Monat am Stück in der Berufsschule.

Die Anmeldung zur Berufsschule übernimmt der Betrieb. Üblicherweise befindet sich die Berufsschule im Schulbezirk des Betriebes. Wenn eine andere Berufsschule für dich besser erreichbar ist, dann sprich mit deinem Betrieb darüber. Eventuell kannst du dann eine andere Berufsschule besuchen.

Was lernt man in der Berufsschule?

Im Unterricht der Berufsschule vermitteln speziell ausgebildete Fachlehrer das theoretische Wissen zu deinem Ausbildungsberuf. Aber auch das Allgemeinwissen soll in der Berufsschule weiter gefördert werden. Aus diesem Grund werden Fächer wie Deutsch, Mathematik oder Englisch ebenso unterrichtet. 

Die Klassen in der Berufsschule sind nach Ausbildungsberufen aufgeteilt. Das macht es den Lehrkräften einfacher, nach Rahmenplan der jeweiligen Ausbildung zu unterrichten.

Muss ich nach der Berufsschule noch in den Betrieb?

Hier streiten sich oftmals die Geister. Die einen sind der Meinung, dass Auszubildende (m/w/d) nach dem Unterricht in der Berufsschule noch in den Betrieb müssen, andere wiederum meinen, dass es nicht der Fall ist. Dabei sind die Regeln dafür eindeutig.

Wenn du minderjährig bist, muss dich dein Ausbildungsbetrieb nach der Berufsschule freistellen, wenn der Unterricht länger als 5 Stunden gedauert hat. Findet der Unterricht an zwei Tagen in der Woche für maximal 5 Stunden statt, darf der Betrieb dich auch an zwei Tagen nach der Berufsschule beschäftigen. Allerdings darf deine Arbeitszeit inklusive des Unterrichts 40 Stunden in der Woche nicht überschreiten.

Wenn du älter als 18 Jahre bist, dann darfst du nach der Berufsschule beschäftigt werden, allerdings muss dein Ausbilder (m/w/d) die maximale Arbeitszeit von 48 Stunden pro Woche beachten.

Allgemein gilt, dass Wegezeiten zwischen Betrieb und Berufsschule sowie Pausen- und Unterrichtszeiten auf die Arbeitszeit angerechnet werden. Wenn die Zeit für die Ausbildung nach der Schule unter einer halben Stunde liegt, dann brauchst du nicht mehr im Betrieb zu arbeiten. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass die Zeit zu kurz ist, um deinen Aufgaben ausbildungsgerecht nachzukommen.

Welchen Abschluss mache ich an der Berufsschule?

Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du an einer Berufsschule nicht nur deinen Berufsabschluss machen, sondern auch den mittleren Schulabschluss oder die Fachhochschulreife erlangen. Wer die Berufsausbildung erfolgreich beendet, hat automatisch einen Hauptschulabschluss in der Tasche. Wer bereits einen Hauptschulabschluss besitzt, kann mit einem guten Notendurchschnitt den mittleren Schulabschluss erwerben.

Gut zu wissen: Erkundige dich, wie die Möglichkeiten in deinem Bundesland genau aussehen. Denn von Bundesland zu Bundesland gibt es Unterschiede.

Fazit

Der Besuch der Berufsschule ist fester Bestandteil deiner dualen Berufsausbildung und die Lerninhalte unterstützen dich, deinen Berufsabschluss zu erreichen. Laut Ausbildungsverordnung und Berufsbildungsgesetz bist du innerhalb der Ausbildung zum Besuch der Berufsschule verpflichtet. Bleibst du dem Unterricht unentschuldigt fern, ist dein Ausbildungsziel in Gefahr und du erreichst unter Umständen deinen Abschluss selbst dann nicht, wenn du im Betrieb überdurchschnittlich gute Leistungen erbringst.

Weitere Infos

Bildnachweis: „Schüler in der Berufsschule" © Monkey Business Images - stock.adobe.com