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Recruiting-Tipps

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Mangelware – Nachwuchskräfte im Öffentliche Dienst

Laut des Deutschen Beamtenbundes werden bis 2040 rund 60 Prozent der derzeitigen Angestellten altersbedingt aus dem Öffentlichen Dienst ausscheiden. Der demographische Wandel verschärft den Wettbewerb um passende Bewerber. Wir haben einige Tipps zusammengefasst, welche Vorstellungen und Wünsche der jungen Generation beachtet werden sollten, damit sich Betriebe aus dem öffentlichen Sektor als attraktiver Arbeitgeber präsentieren können.

☑ Entwickeln Sie ein Arbeitgeberimage

Ein sicherer Arbeitsplatz – lange das Hauptargument für eine Stelle im Öffentlichen Dienst. Zwar stehen Planbarkeit und Sicherheit bei der Generation Z hoch im Kurs, aber das allein lockt die Schüler nicht. Arbeiten Sie heraus, wofür Sie stehen und für welche Werte Sie eintreten. Denn einen Beruf zu wählen, der sinnstiftend ist und der Gemeinschaft dient, ist für mehr und mehr Jugendliche attraktiv.

☑ Formulieren Sie in klares Angebot

Welche Anforderungen stellen Sie an Auszubildende, wofür sollten sich die jungen Leute begeistern? Überfrachten Sie Ihre Anzeigen aber nicht mit Anforderungen, sondern zeigen deutlich auf, worin Ihr Angebot an den Bewerber besteht. Was erwartet mich als Azubi oder Dualer Student bei Ihnen? Welche konkreten Aufgaben übernehme ich und wie geht’s später weiter. Werden diese Fragen dem Schüler von Anfang an klar beantwortet, bewerben sich mehr passende Kandidaten bei Ihnen.

☑ Kennen Sie die Wünsche der Generation Z

Natürlich ist das Gehalt für viele ein wichtiger Faktor, sich für einen bestimmten Beruf oder ein Unternehmen zu entscheiden. Aber die Entwicklungsperspektiven und Gestaltungsspielräume sind gleichermaßen ausschlaggebend. Betonen Sie in der Stellenanzeige, welche Weiterbildungsmöglichkeiten es gibt.

Machen Sie transparent, welche Chancen Sie während und nach der Ausbildung bieten. Setzen Sie die unbefristete Übernahme von Azubis und Anwärtern sowie Karrierewege, die sich nach den individuellen Potentialen und nicht nur nach der Anzahl der Dienstjahre richten, unbedingt auf Ihre Agenda!

Darüber hinaus spielen modern ausgestattete Arbeitsplätze und die Vereinbarkeit von Freizeit, Familie und Beruf eine große Rolle, ebenso wie Flexibilität und die Möglichkeit zum Homeoffice. Besonders bei flexiblen Arbeitszeitmodellen gibt es im Öffentlichen Dienst sicher noch Luft nach oben, sollten für die junge Zielgruppe aber auf jeden Fall ermöglicht werden.

☑ Wertschätzung zeigen

Zeigen Sie bereits im Bewerbungsprozess Wertschätzung, indem Sie umgehend auf Bewerbungen antworten und offen auf Fragen eingehen. Aktuelle Azubis können als Ansprechpartner dienen, bei Bewerbungsgesprächen dabei sein und den Bewerbern auf Augenhöhe begegnen. Zusagen sollten zeitnah erfolgen. Stichwort Preboarding: Halten Sie bis zum Ausbildungsstart weiter Kontakt und laden die neuen Kolleg*innen bereits zu Veranstaltungen ein. Während der Ausbildung sind regelmäßiges Feedback und direkte Ansprechpartner wichtig. Die Generation Z schätzt Strukturen, möchte innerhalb dieser aber flexibel und eigenverantwortlich arbeiten. Beziehen Sie die Azubis in die Gestaltung der Ausbildung ein, mit individuellen Lerninhalten je nach Interessen und Stärken. 

☑ Passende Kanäle nutzen

Eine aktuelle Onlinepräsenz ist für Ausbildungsbetriebe Pflicht. Jugendliche informieren sich online über Ausbildung und Beruf und starten auf Google ihre Suche nach einem Ausbildungsplatz. Liefern Sie im Internet ausführliche Informationen über sich, Berufsbilder und Stellenangebote.

Und Social Media? In der privaten Wirtschaft ist es bereits verbreitet, sich dort als Arbeitgeber zu positionieren. Die Chance des Imageaufbaus auf diesen Kanälen sollte auch der Öffentliche Dienst nutzen. Während Sie bei Facebook die Eltern erreichen, die als beeinflussender Faktor für die Berufswahl nicht zu unterschätzen sind, nutzen die Schüler Instagram, TikTok oder Snapchat. Schauen Sie sich die einzelnen Kanäle an: Welches Format passt zu Ihnen und Ihren Inhalten? Sie müssen nicht überall präsent sein. Wägen Sie vorher ab, welche Erwartungen Sie an Social Media haben und welcher Aufwand und Nutzen dahinterstehen. Die Kanäle sollten regelmäßig bespielt werden und Sie müssen auf Fragen und Nachrichten antworten. Die Plattformen sind eine Möglichkeit, um ein positives Image aufzubauen und in Dialog zu treten. Konkrete Bewerbungen über Social Media sind aber unüblich und die Jugendlichen nutzen dafür lieber E-Mails oder Online-Formulare.  

☑ Bewerbung vereinfachen

Positionieren Sie Ihren Karriere-Bereich und Ansprechpartner gut sichtbar auf der Webseite. Prüfen Sie, ob Sie Ihr Online-Formular für Azubi-Bewerbungen verschlanken können. Angaben, die für höhere Positionen wichtig sind, könnten für angehende Auszubildende unnötig sein oder sogar abschreckend wirken. Verringern Sie die Hürden, Ihnen eine Bewerbung zu senden.

☑ Praktika ermöglichen

Der Praktikant von heute ist womöglich Ihr Mitarbeiter von morgen. Praktika sind meist Bestandteil des schulischen Lehrplans. Im Rahmen von Berufsinformationstagen in Schulen schaffen Sie Aufmerksamkeit bei denjenigen, die Sie als Arbeitgeber bisher vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatten. Lassen Sie aktuelle Azubis Einblicke in Ihr Unternehmen geben.

Bildnachweis: Junge zu Hause mit Smartphone ©cherryandbees - stock.adobe.com