Welche Ausbildung kann ich in Berlin machen?
Berlin bietet dir Berufe für fast jede Arbeitsweise und viele unterschiedliche Branchen. Gute Optionen sind unter anderem:
- Im Handel kannst du Verkäufer, Kaufmann im Einzelhandel oder Drogist werden.
- Im Gesundheitswesen sind Ausbildungen zum Pflegefachmann, Medizinischen Fachangestellten oder Operationstechnischen Assistenten möglich.
- In Technik und Verkehr findest du Stellen als Elektroniker, Mechatroniker, Gleisbauer oder Fachkraft für Lagerlogistik.
- In Büro und IT kannst du Verwaltungsfachangestellter, Fachinformatiker oder Kaufmann für Büromanagement werden.
- Im Handwerk werden unter anderem Anlagenmechaniker, Tischler sowie Maler und Lackierer gesucht.
Welche Ausbildung zu dir passt, hängt natürlich stark von deinen Interessen, Stärken und deinem Schulabschluss ab. Ein Praktikum vorab kann dir zeigen, wie sich der Berufsalltag wirklich anfühlt. Vergleiche danach Aufgaben, Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten.
In Berlin bilden große Arbeitgeber, mittelständische Unternehmen und kleine Betriebe aus. Bekannte Arbeitgeber sind unter anderem das Land Berlin, die BVG, die Berliner Stadtreinigung, die Charité, die Deutsche Bahn, Siemens und die Deutsche Rentenversicherung Bund. Auch Supermärkte, Drogerien, Hotels, Arztpraxen, Werkstätten und Handwerksbetriebe suchen regelmäßig Azubis. Ein großer Betrieb bietet dir dabei häufig feste Programme, mehrere Abteilungen und zusätzliche Leistungen.
In einem kleineren Unternehmen übernimmst du dagegen oft früh Verantwortung und arbeitest eng mit deinem Ausbilder zusammen. Achte bei der Auswahl deshalb nicht nur auf den Namen. Prüfe immer auch Ausbildungsinhalte, Betreuung, Arbeitsweg, Vergütung und Übernahmechancen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung in Berlin?
Dein Ausbildungsgehalt in Berlin hängt vor allem vom Beruf, Ausbildungsjahr, Betrieb und Tarifvertrag ab. Im Schnitt kannst du oft zwischen 1.100 Euro im ersten und 1.300 Euro im vierten Ausbildungsjahr rechnen. Dein tatsächlicher Betrag kann aber natürlich deutlich höher oder niedriger ausfallen. Tarifgebundene Arbeitgeber zahlen meist nach festen Tabellen, während andere Betriebe ihre Vergütung selbst festlegen. Vergleiche deshalb immer die konkrete Stellenanzeige. Beachte neben dem Monatsgehalt auch Weihnachtsgeld, Fahrtkostenzuschüsse, Urlaubstage und mögliche Prämien.
Mit welcher Ausbildung verdient man am meisten in Berlin?
Eine einzelne bestbezahlte Ausbildung in Berlin gibt es nicht, denn Vergütung und Tarifverträge unterscheiden sich je nach Arbeitgeber. Besonders gut bezahlt werden häufig Ausbildungen im Gesundheitswesen, öffentlichen Dienst, Verkehr und in technischen Berufen. An der Charité erhältst du als Pflegefachmann aktuell rund 1.500 bis 1.650 Euro während der Ausbildung. Technische Azubis bei der BVG, etwa Mechatroniker oder Elektroniker, verdienen rund 1.350 Euro bis 1.550 Euro.
Nach Feierabend kannst du in Berlin Kultur, Sport und Natur leicht miteinander verbinden. Museen, Kinos, Konzerte, Theater, Märkte und Veranstaltungen bieten dir das ganze Jahr Abwechslung. Zum Entspannen eignen sich etwa der Tiergarten, der Treptower Park, das Tempelhofer Feld oder der Mauerpark. Im Sommer kannst du am Wannsee, Müggelsee oder Tegeler See baden und Wassersport ausprobieren.
Viele Kieze haben eigene Sportvereine, Jugendzentren, Cafés und günstige Freizeitangebote. Für manche Museen, Bühnen und Veranstaltungen kannst du auch Ermäßigungen erhalten. Mit Bus, Straßenbahn, U-Bahn und S-Bahn erreichst du viele Ziele ohne Auto. So kannst du auch an freien Tagen neue Stadtteile und das Berliner Umland entdecken.
Wo kann ich während meiner Ausbildung in Berlin wohnen?
Während deiner Ausbildung kannst du bei deinen Eltern, in einer Wohngemeinschaft, in einem eigenen Apartment oder in einem Wohnheim leben. Weil bezahlbare Wohnungen in Berlin stark gefragt sind, solltest du früh suchen und mehrere Bezirke einbeziehen. Oft sind Zimmer außerhalb des Zentrums günstiger, die du mit S-Bahn und Regionalbahn erreichen kannst.
Berlin ist für deine Ausbildung eine sehr gute Wahl, wenn du viele Möglichkeiten auf engem Raum suchst. Die Stadt verbindet bekannte Arbeitgeber, kleine Betriebe, viele Branchen und ein aktives Leben nach Feierabend. Gleichzeitig solltest du aber bedenken, dass Konkurrenz und Lebenshaltungskosten hier höher sein können als in kleineren Städten. Darum lohnt es sich, früh zu suchen, Angebote genau zu vergleichen und nicht nur auf den Beruf, sondern auch auf Betrieb, Gehalt und Arbeitsweg zu achten. Wenn du dranbleibst, findest du hier sehr gute Chancen für einen gelungenen Einstieg.