Anästhesist / Anästhesistin
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 27.04.2026
Was macht ein Anästhesist (m/w/d)?
Ein Anästhesist sorgt dafür, dass Patienten bei Operationen keine Schmerzen haben und sich sicher fühlen. Dafür plant er die passende Narkose ganz genau. Vor dem Eingriff spricht er mit dem Patienten, erklärt den Ablauf und klärt wichtige Fragen, zum Beispiel zu Vorerkrankungen oder Allergien. So kann er entscheiden, welche Narkose am besten geeignet ist.
Während der Operation überwacht er ständig wichtige Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag und Blutdruck. Wenn sich etwas verändert, greift er sofort ein. Nach dem Eingriff begleitet er das Aufwachen und achtet darauf, dass es dem Patienten gut geht. Außerdem ist er in Notfällen im Einsatz und unterstützt bei lebensrettenden Maßnahmen.
Wo kann ich als Anästhesist arbeiten?
Als Anästhesist arbeitest du meist in Krankenhäusern. Dort bist du im Operationssaal, auf Intensivstationen oder in der Notaufnahme im Einsatz. Auch Fachkliniken, zum Beispiel für bestimmte Krankheiten, bieten dir Arbeitsplätze. Darüber hinaus kannst du in ambulanten OP-Zentren arbeiten, in denen kleinere Eingriffe stattfinden.
Manche Anästhesisten arbeiten auch im Rettungsdienst oder bei Notarzt-Einsätzen. In Forschung und Lehre gibt es ebenfalls Möglichkeiten, etwa an Universitäten. Je nach Arbeitsplatz hast du unterschiedliche Aufgaben und arbeitest mit verschiedenen Teams zusammen, zum Beispiel mit Chirurgen oder Pflegepersonal.
Die Arbeitszeiten als Anästhesistin sind oft unregelmäßig. Operationen finden nicht nur tagsüber statt, sondern auch nachts oder am Wochenende. Deshalb gehören Schichtdienste zum Alltag. Besonders in Krankenhäusern kann es auch Bereitschaftsdienste geben. Das bedeutet, dass du im Notfall schnell einspringen musst. Gleichzeitig gibt es aber auch planbare Einsätze, etwa bei geplanten Operationen. In kleineren Einrichtungen sind die Arbeitszeiten oft etwas regelmäßiger. Wichtig ist, dass du flexibel bist und mit wechselnden Zeiten umgehen kannst.
Ausbildungsorte als Anästhesist
Wie viel verdient ein Anästhesist?
Bei durchschnittlich 6.255 bis 8.842 Euro im Monat liegt das Gehalt als Anästhesist. Das Gehalt ist somit vergleichsweise hoch, da die Ausbildung lang und die Verantwortung groß ist. Am Anfang deiner Karriere liegt das Gehalt etwas niedriger, steigt aber mit Erfahrung deutlich an. Auch der Arbeitsplatz spielt eine Rolle. In großen Kliniken oder spezialisierten Einrichtungen kannst du oft mehr verdienen als in kleineren Häusern. Zusätzlich gibt es Zuschläge für Dienste außerhalb der normalen Arbeitszeiten.
Wie viel verdient eine Anästhesistin in der Ausbildung?
Im Medizin Studium bekommen Studierende kein Gehalt. Wie hoch dein Gehalt dann als Anästhesistin in Ausbildung ist, ist tariflich geregelt. Die Krankenhäuser und Kliniken haben Tarifverträge abgeschlossen, die dir im ersten Ausbildungsjahr eine Vergütung von 4.000 bis 5.000 Euro sichert. Mit steigender Berufserfahrung bekommst du auch mehr Lohn, sodass ein Anästhesist am Ende der Facharztausbildung rund 6.500 Euro monatlich erhält.
Wie läuft die Ausbildung zum Anästhesisten ab?
Willst du als Anästhesist arbeiten, erwartet dich nach dem Medizinstudium eine weitere Ausbildung.
Du steigst als Assistenzarzt in die 5-jährige Ausbildung zum Facharzt für Anästhesiologie ein. Während deiner Ausbildungszeit verbringst du 12 Monate in der Intensivmedizin und kannst bis zu 12 Monate in einem anderen medizinischen Fachgebiet verbringen. Den Rest der Zeit bist du in der Anästhesiologie tätig.
Am Ende der Ausbildung musst du noch die Facharztprüfung bestehen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Anästhesist?
Die gesamte Ausbildungszeit zum Anästhesisten ist relativ lang. Zuerst absolvierst du das Medizinstudium, das etwa 6 Jahre dauert. Danach folgt die Facharztausbildung in der Anästhesiologie. Diese dauert in der Regel weitere 5 Jahre. Insgesamt brauchst du also rund 11 Jahre, bis du als Anästhesist arbeiten kannst.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Anästhesist?
In der Ausbildung lernst du viele wichtige medizinische Inhalte. Dabei geht es nicht nur um Narkosen, sondern um den gesamten Körper und seine Funktionen. Du übst, wie du Patienten sicher in Narkose versetzt und wieder aufweckst. Außerdem lernst du, Notfälle zu erkennen und schnell zu handeln. Typische Inhalte sind zum Beispiel:
- Aufbau und Funktion von Herz, Lunge und Nervensystem
- verschiedene Narkoseverfahren und ihre Anwendung
- Überwachung von Patienten während Operationen
- Schmerztherapie nach Eingriffen
- Notfallmedizin und Wiederbelebung
Diese Themen werden dir sowohl theoretisch vermittelt als auch praktisch angewendet. So bist du gut auf den Berufsalltag vorbereitet und kannst sicher arbeiten.
Damit du die Ausbildung zum Facharzt für Anästhesiologie beginnen kannst, musst du Abitur gemacht und ein Medizinstudium abgeschlossen haben. Erst, wenn du auch die Approbation, die Erlaubnis, als Arzt tätig zu sein, erhalten hast, kannst du in die Facharztausbildung starten.
Angehende Anästhesisten sollten sich für den Patienten mit all seinen Facetten interessieren. Wichtig ist nicht nur die medizinische Vorgeschichte, sondern du musst auch seine Ängste und Sorgen ernst nehmen. Du solltest auch unter Druck ruhig bleiben können, schließlich musst du in oft stressigen Situationen Leben retten und dein erlerntes Wissen zielsicher anwenden können. Anästhesisten sind oft Führungspersönlichkeiten im OP. Dieser Verantwortung solltest du dich gewachsen fühlen.
- Biologie/Chemie
- Physik/Mathe
- Englisch/Latein
- Durchhaltevermögen
- Hohe Aufmerksamkeit
- Gute Auge-Hand-Koordination
- Umfeld: Kliniken, Krankenhäuser, Arztpraxen
- Schicht-. Nacht- und Bereitschaftsdienst
- Hohe Verantwortung
Ähnliche Ausbildungsberufe
Als Anästhesistin hast du viele Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Nach der Facharztausbildung kannst du dich auf bestimmte Bereiche spezialisieren, zum Beispiel Intensivmedizin oder Schmerztherapie. Auch eine Weiterbildung zum Notarzt ist möglich. Mit mehr Erfahrung kannst du dann auch leitende Positionen übernehmen, etwa als Oberarzt oder Chefarzt. Außerdem kannst du in die Forschung gehen oder an einer Universität unterrichten. Der medizinische Bereich entwickelt sich ständig weiter, daher bleibt der Beruf insgesamt spannend.
Der Beruf des Anästhesisten bietet dir viele Chancen, erfordert aber auch Einsatz und Ausdauer. Du begleitest Patienten in wichtigen Momenten und sorgst für ihre Sicherheit. Dafür brauchst du eine lange Ausbildung und viel Fachwissen. Gleichzeitig erwarten dich gute Verdienstmöglichkeiten und vielseitige Einsatzbereiche. Ob im Krankenhaus, im Rettungsdienst oder in der Forschung, du hast viele Optionen. Wenn du Interesse an Medizin hast und Verantwortung übernehmen willst, ist dieser Weg eine gute Wahl für dich!
Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Anästhesist sehr gute Chancen. In Krankenhäusern, OP-Zentren und Praxen werden ständig Fachärzte für Anästhesie gesucht. Viele Kliniken haben offene Stellen, weil der Beruf Anästhesist anspruchsvoll ist und qualifizierte Ärzte knapp sind. Du arbeitest meist im Team, hast feste Verträge und kannst dich später auch noch weiter spezialisieren.
Für Quereinsteiger ist der Beruf Anästhesist nur bedingt geeignet. Du brauchst immer ein abgeschlossenes Medizinstudium und danach die mehrjährige Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesie. Wenn du schon Arzt bist, kannst du relativ leicht in die Richtung Anästhesist wechseln. Kommst du aus einem anderen Beruf, ist eher eine Ausbildung im OP- oder Anästhesie-Pflegedienst realistisch.
Als Anästhesist solltest du ruhig, aufmerksam und zuverlässig sein. In der Anästhesie musst du viele Dinge gleichzeitig im Blick behalten und im Team mit OP-Personal und Chirurgen arbeiten. Ein Anästhesist braucht gute Konzentration, schnelle Entscheidungen und viel Verantwortungsbewusstsein. Hilfreich sind auch technisches Verständnis, Organisationstalent und die Bereitschaft zu Schichtdienst und Weiterbildungen.
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„Anästhesisten behalten die Werte der Patienten im Blick“ ©Rungruedee - stock.adobe.com