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Duales Studium Informatik

Einst wurden Informationen durch Rauchzeichen weitergegeben. Das hatte bereits mit strukturierter, symbolischer und systematischer Informationsverarbeitung zu tun. Das war schon etwas Informatik. Heute geschieht das mittels Internet, iPad, Smartphones usw. Informationen und Daten werden automatisiert aufgenommen, gesammelt, gespeichert, verarbeitet und übertragen.

Ohne Informatik wäre unser modernes Leben nicht möglich: Kein Auto, kein Flugzeug könnte gesteuert werden, die Unterhaltungsbranche würde immer noch in den Kinderschuhen stecken, der Haushalt  wäre anstrengender, für die Freizeit gäbe es keine Videospiele.

Daten & Infos

  • Duale Studiengänge Informatik in Deutschland*: 111
  • Studierende pro Jahr*: 6.754
  • Beteiligte Unternehmen*: 3.946
  • Branchenspektrum: Ein Duales Studium Informatik wird vor allem von IT-Dienstleistern, Softwarehäusern und Kommunikationsunternehmen, aber auch von Industrie und Handel sowie Banken, Versicherungen, Beratungsgesellschaften und vom Öffentlichen Dienst angeboten.
  • Beschäftigungsmöglichkeiten: Wer das Duale Studium Informatik absolviert hat, findet überall Beschäftigung, wo computerbasierte Informations- und Kommunikationstechnologie entwickelt, eingesetzt und vertrieben wird. In der Industrie z.B. in der Medizin-, Automatisierungs- und Fertigungstechnik und in den IT-Abteilungen der Firmen aller Branchen.
  • Kombinationsmöglichkeiten: Ein ausbildungsintegrierendes Duales Studium Informatik lässt sich am besten mit einer Ausbildung in der IT & Elektrotechnik kombinieren.

*Quelle: AusbildungPlus-Datenbank mit Stand: April 2012

Studieninhalte & Schwerpunkte

Dieses Duale Studium ist mathematisch ausgerichtet. Die Studienschwerpunkte, die von den jeweiligen Universitäten, Hochschulen oder Berufsakademien angeboten werden, sind eng mit den kooperierenden Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieben abgestimmt. Wer ein Duales Studium Informatik beginnt, hat sich damit durch seinen Ausbildungs- bzw. Praktikumsvertrag schon für einen Studienschwerpunkt entschieden.

  • Studieninhalte: Die Studienfächer orientieren sich bereits im Grundstudium an den entsprechenden Studienschwerpunkten. Dazu können u.a. Mathematik, Physik und Programmiersprachen gehören.
  • Studienschwerpunkte: Die Informatik unterteilt sich in die Bereiche Technische, Praktische, Angewandte und Theoretische Informatik. Da sie alle Arbeits- und Lebensbereiche beeinflusst, gibt es zahlreiche weitere Untergliederungen wie beispielsweise Medieninformatik. Ein Duales Studium Informatik bietet deshalb eine Vielzahl dieser Teilbereiche entweder als eigene Studiengänge oder als Studienschwerpunkte an.

Duales Informatikstudium - Grund- und Hauptstudium

Die Informatik wirkt in alle Arbeits- und Lebensbereiche und unterstützt diese. Das erfordert Spezialwissen und erklärt das vielfältige Angebot für ein Duales Studium Informatik.

  • Deshalb orientieren sich die Studienfächer bereits im Grundstudium an den entsprechenden Studienschwerpunkten.
  • Zu den Studieninhalten eines dualen Informatikstudiums gehören Softwaretechnik, Programmiertechnik, Programmiersprachen, Datenbanken, Algorithmen und Datenstrukturen, Betriebssysteme, Rechnersysteme, Mathematik, Physik, Elektrotechnik. Ergänzt werden können sie u.a. durch Betriebswirtschaftslehre, Projektmanagement oder Web-Engineering.
  • Es gibt deshalb auch eine Vielzahl an Studienschwerpunkten bzw. Studiengängen für ein Duales Studium Informatik. Neben den Teilgebieten Technische, Praktische und Angewandte Informatik können das sein: Automobilinformatik, Flug- und Fahrzeuginformatik, Medieninformatik, Medizininformatik, Automatisierungstechnik, Kommunikationstechnik, Informationstechnik.

Die 4 Teilbereiche der Informatik

Theoretische Informatik. Mit Ausnahme der Theoretischen Informatik, die sehr wissenschaftlich ist und sich daher nicht für ein Duales Studium Informatik eignet, werden diese Teilgebiete von den Hochschulen entweder als Studienschwerpunkt oder als Studiengang angeboten.

  • Technische Informatik: Hier geht es darum, Hard- und Software zu verstehen und zu wissen, wie Prozessoren und Chips aufgebaut sind, wie technische Systeme funktionieren, um sie mit geeigneten Softwarelösungen zu kombinieren. Die Technische Informatik ist auf die Hardware fokussiert und eng mit der Elektrotechnik verbunden.
  • Praktische Informatik: Dagegen ist ein Duales Studium Informatik mit dem Schwerpunkt Praktische Informatik eher softwarelastig. Die Praktische Informatik befasst sich mit Programmiersprachen, Betriebssystemen, der Entwicklung von Softwarelösungen und Computerprogrammen für die Anwendungsgebiete der Informatik wie z.B. Informations- und Kommunikationssysteme, Internet, Computer, Geräte und Maschinen.
  • Angewandte Informatik: Wie kann man eine konstruierte Hardware zusammen mit einer entwickelten Software für ein bestimmtes Anwendungsgebiet einsetzen? Ein Beispiel: Ein Spracherkennungsprogramm (Software) soll in Navigationsgeräten (Hardware) von Autos den unterschiedlichsten Sprachbefehlen des Fahrers folgen. Mit der Umsetzung dieser Anwendung, also der Praktischen und der Technischen Informatik, beschäftigt sich die Angewandte Informatik.
  • Theoretische Informatik: Sie ist stark mathematisch ausgerichtet und wissenschaftliche Basis für die Technische und Praktische Informatik.

Duales Studium Informatik & BWL:

Wirtschaftsinformatik

Wer sich für die Betriebswirtschaft interessiert und auf diesem Gebiet Problemstellungen mit Hilfe der Informatik lösen möchte, für den könnte ein Duales Studium Wirtschaftsinformatik interessant sein.

Dieses Duale Studium kombiniert, meist angewandte, Informatik mit BWL. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und es bieten sich gute Berufsaussichten in nahezu allen Branchen.

Beschäftigungsmöglichkeiten nach dem Studium

Ein Duales Studium Informatik bildet zum Informatiker / zur Informatikerin aus. Informationen müssen schnell und effizient verarbeitet und kommuniziert, Geräte, Apparate, Rechner und Maschinen in komplexen Abläufen optimal gesteuert werden. Damit das alles funktioniert, müssen Programme und Softwareanwendungen entwickelt und hergestellt werden. Informatiker /-innen müssen Computersysteme und -netze, ihre Arbeitsweise und die Technik verstehen, Hardware und Software zusammenbringen, sich mit Betriebssystemen und Datenbanken beschäftigen, in Teamarbeit die Ansprüche der Auftraggeber und Anwender in anspruchsvollen Lösungen umsetzen.

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