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Abiturientenausbildung – eine Alternative zum Studium

Stellen Sie Ihren Schülern eine interessante Alternative zum Studium vor: Die Abiturientenausbildung oder Sonderausbildung für Abiturienten bietet viele Chancen und gute Perspektiven für Schulabsolventen mit Abitur. Es handelt sich dabei um ein anerkanntes Ausbildungsmodell, das sowohl Merkmale einer „normalen“ Berufsausbildung als auch eines Dualen Studiums aufweist.

Häufig 2 Abschlüsse möglich

Bei vielen Abiturientenausbildungen können 2 Abschlüsse erlangt werden: Der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf plus eine Zusatzqualifikation. Bei der Ausbildung zum Handelsfachwirt sind das zum Beispiel der Abschluss zum Kaufmann im Einzelhandel und zugleich die Zusatzqualifikation zum „Geprüften Handelsfachwirt“. Daneben gibt es aber auch Abiturientenausbildungen, bei denen kein weiterer Ausbildungsberuf integriert ist, wie zum Beispiel die Ausbildung zum Fluglotsen.

Ablauf nicht einheitlich geregelt

Die Abiturientenausbildung ist nicht einheitlich geregelt. Je nach Unternehmen und Bundesland gibt es unterschiedliche Modelle. Grundsätzlich ist diese Ausbildungsform – genauso wie die klassische duale Berufsausbildung – zweigeteilt in Theorie- und Praxisphasen.

Die praktische Ausbildung findet im Betrieb statt, während die theoretischen Inhalte in einer privaten Berufsfachschule, einer Berufsakademie, einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) oder in einer firmeninternen Schule vermittelt werden.

Die Dauer der Angebote variiert zwischen 2 und 4 Jahren. Nach 2 Jahren findet im Normalfall eine erste Prüfung statt, mit der der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf (z.B. Bankkaufmann) erworben wird. Nach Ablauf der gesamten Ausbildungsdauer wird die Ausbildung mit einer weiteren Prüfung und dem Erwerb der Zusatzqualifikation (z.B. Finanzassistent) abgeschlossen.

Ein Beispiel, wie eine Abiturientenausbildung konkret ablaufen kann, haben wir in unser kostenloses Arbeitsheft Dein Leitfaden zum Dualen Studium aufgenommen.

Technische und kaufmännische Berufe dominieren

Abiturientenausbildungen werden in vielen verschiedenen Branchen und Fachrichtungen angeboten, vor allem aber im technischen und kaufmännischen Bereich. Zurzeit gibt es 22 anerkannte Abiturientenausbildungen.

Viele Ausbildungen bundesweit möglich

Viele Abiturientenausbildungen werden bundesweit von verschiedenen Unternehmen angeboten. Dazu gehört beispielsweise der Handelsfachwirt – eine Ausbildung, die im Handel weit verbreitet ist – oder die Ausbildung zum Betriebswirt, die an vielen verschiedenen Standorten in ganz Deutschland möglich ist.

Einige Abiturientenausbildungen werden nur in bestimmten Regionen bzw. von bestimmten Firmen angeboten. Ein Beispiel dafür ist der Industrietechnologe. Diese Ausbildung kann bislang nur an der Siemens Technik Akademie an den Standorten München, Erlangen und Berlin absolviert werden. Die Ausbildung zum Fluglotsen wird ausschließlich an der Akademie für Flugsicherung in Langen (Hessen) durchgeführt.

Kommt eine Abiturientenausbildung für Ihre Schüler in Frage? Im AZUBIYO-Stellenmarkt gibt es zahlreiche interessante Angebote.

Autor: Armin Sacher

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Bildnachweis: „Lehrer mit Arbeitsheften und Mappen" © Kzenon / Fotolia