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Erfahrungsbericht Ausbildung als Gerber bei der Bader GmbH & Co.KG

Mich persönlich hat das Thema Leder gepackt

Sebastian, angehender Gerber Sebastian, angehender Gerber
Sebastian (20) ist angehender Gerber bei Bader in Ichenhausen und Göppingen. Für AZUBIYO berichtet er von seinen bisherigen Erfahrungen während seiner Ausbildung.

„Die Ausbildung zum Gerber hat mich persönlich sehr angesprochen, weil man sehr vielseitig arbeiten kann. Sei es die verschiedenen Arbeitsplätze oder auch die verschiedenen Arten von Leder, die produziert werden können. Leder ist der umfangreichste Werkstoff der mir bekannt ist, da es effektiv 285 verschiedene Lederarten gibt, von Bodenleder, Buchbinderleder, Bekleidungsleder, Autoleder oder auch Täschnerleder, um nur ein paar der Bekanntesten zu nennen. Jede Lederart ist eine Wissenschaft für sich und es gibt endlos viele Wege der Herstellung oder Weiterverarbeitung. Wer interessiert ist, dem wird also auch eher nicht langweilig. Mich persönlich hat das Thema Leder gepackt und ich möchte auch in keinem anderen Gewerbe mehr arbeiten als in der Lederbranche.

Die Arbeit in einer Gerberei kann sehr hart und anstrengend sein, ist also nichts für Leute die es gern gemütlich beim Arbeiten haben. Die ganze Thematik ist sehr stark chemielastig, Kopfrechnen und allgemeines technisches Verständnis, sind ebenfalls erwünscht und gefordert. Die Arbeitszeiten in der Ausbildung sind im Allgemeinen von 06.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Die Berufsschule erfolgt im Blockunterricht.“

Gefällt mir besonders

  • Thematik
  • Sehr umfangreiche Arbeiten
  • Man lernt tolle Leute aus ganz Deutschland kennen
  • Man kann, wenn man will, überall auf der Welt arbeiten
  • Es ist ein seltener Beruf, man macht etwas was nicht jeder macht

Sollte man beachten

  • Es ist kein Beruf für Langschläfer, man arbeitet an Maschinen mit Messern, da muss man hell wach sein.
  • Es ist manchmal sehr anstrengend.
  • Es gibt nicht mehr all zu viele Gerbereien, also auch nur begrenzt Arbeitgeber.

Mein Tipp für euch

Fragen ist das A und O - ohne Fragen kommt man nicht weit, denn Informationen werden nicht hinterher getragen. Aufmerksam zu hören, wenn einem etwas gesagt wird, auch wenn es manchmal schwer fällt. Für jeden Tipp dankbar sein und nachher selbst entscheiden ob sinnvoll oder nicht.
Art der Ausbildung Duale Ausbildung mit Blockunterricht
Dauer der Ausbildung 3 Jahre
Fachbereich Technisch, chemisch
Erforderlicher Schulabschluss Mindestens Hauptschulabschluss
Arbeitsumfeld Keine Werkstatt im eigentlichen Sinn
Arbeitszeiten Feste Zeiten
Anzahl Urlaubstage 28
06:00 Arbeitsbeginn (z.B. Färberei), Fässer befüllen
08:00 pH-Werte messen, Hilfsmittel dem Fass zugeben
09:00 Pause
09:30 pH-Werte messen, Schnittproben durchführen, Hilfsmittel zugeben
12:30 Mittagspause
13:00 Muster schneiden, evtl. Fässer leeren
15:00 Feierabend
Juli 2013 Ausbildungsende
Juli 2009 Schulabschluss

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