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Christophers Erfahrung als Technischer Produktdesigner

So läuft die Ausbildung bei der Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH ab
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Nach erfolgreichem Abschließen einer Ausbildung als technischer Produktdesigner, eines dualen Studiums im Bereich Maschinenbau und mehrjähriger Berufserfahrung berichtet Christopher Schmidt (27) von den bisher gewonnenen Eindrücken.

„Meine Karriere als Technischer Produktdesigner“

Ausbildung als Technischer Produktdesigner bei der Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH
Ausbildung als Technischer Produktdesigner bei der Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH
Meine Ausbildung startete im September 2011.

In den ersten 10 Monaten verbrachten wir unsere Zeit in der Lehrwerkstatt bei Thyssen Krupp. Dort lernten wir die Grundlagen des technischen Zeichnens kennen und durchliefen mehrere Arbeitsbereiche, um die handwerklichen Fertigkeiten in Zerspanungstechniken, Elektroinstallationen, Schweiß- und Pneumatiktechniken zu erlernen. Als Basis für die später eher planerischen Tätigkeiten war es wichtig auch mal selber aktiv Werkstoffe zu bearbeiten.

Über den gesamten Ausbildungszeitraum besuchten wir das Robert-Bosch-Berufskolleg in Duisburg. Im ersten und zweiten Lehrjahr je zwei Tage pro Woche, im dritten Lehrjahr an einem Tag pro Woche. Dort wurden uns alle nötigen Inhalte, welche im Ausbildungsrahmenplan der IHK festgehalten sind, vermittelt. Hier eine kleine Fächerauswahl: Fertigungs- und Werkstofftechnik, Planung und Gestaltung, Wirtschaftskunde, CAD.

Nach unserer Ausbildungszeit bei Thyssen Krupp durchliefen wir verschiedene hausinterne Abteilungen, in welchen wir uns 4-6 Monate lang die jeweiligen Arbeiten und Prozesse aneigneten und aktiv an realen Projekten mitarbeiteten; bei mir waren dies die IT/ CAD Abteilung, die Kesselplanung und die Aufstellungsplanung. Relativ schnell stand für mich fest, dass ich nach der Ausbildung in der Aufstellungsplanung arbeiten wollte. Die Abteilung koordiniert viele unterschiedliche Disziplinen. Da hier alle Komponenten miteinander in Einklang gebracht werden müssen, bietet die Abteilung einen guten Überblick und ein sehr komplexes Umfeld. Meinen Wunsch habe ich mit der Ausbildungsleitung besprochen und so kam es, dass ich die letzten 6 Monate meiner Ausbildung nochmals in dieser "Übernahmeabteilung" verbrachte, um nach der Abschlussprüfung direkt mitarbeiten zu können.

Nach ungefähr anderthalb Jahren stellten wir uns der Zwischenprüfung, welche zu 30% in die Abschlussnote der Ausbildung hineinzählte. Die Vorbereitung fand wieder in Kooperation mit der Lehrwerkstatt bei Thyssen Krupp statt. Nach 3 Jahren habe ich aufgrund guter Leistungen die vorgezogene Abschlussprüfung absolviert. Diese bestand aus einer Projektarbeit, der schriftlichen Prüfung und der mündlichen Prüfung. Die Vorbereitung war wieder in Zusammenarbeit zwischen Betrieb, Berufskolleg und Lehrwerkstatt sichergestellt.

Im Juni 2014 war es dann soweit, wir hatten unsere Prüfungen bestanden und somit die Ausbildung abgeschlossen. Jeder landete in seiner "Übernahmeabteilung" und startete seine berufliche Laufbahn, vorerst als Konstrukteur.

Mein duales Studium startete 2012, genau ein Jahr nach der Berufsausbildung und zog sich nach Abschluss der Ausbildung im Juni 2014 bis zum Februar 2017 fort. Ich musste aufgrund der Bachelorarbeit noch ein Semester dranhängen, dieses wurde aber durch die Firma bezahlt.

Das Studium während der Ausbildungszeit war wesentlich entspannter als nach dem Ausbildungsabschluss. Schließlich musste man als fertig ausgebildeter Produktdesigner wesentlich aktiver in seiner Abteilung mitarbeiten als in der Ausbildung. Dort genug Zeit für die Arbeit, das Studium, sein soziales Umfeld und weiteres zu finden war nicht immer einfach. Man lernte, zu priorisieren und seine Zeit zu managen. Durch die Gleitzeit im Unternehmen hatte man hier jedoch einen entscheidenden Vorteil und Ausbilder und Vorgesetzte versuchten, wo möglich, Rücksicht auf die Doppelbelastung zu nehmen.

Heute arbeite ich mit 27 Jahren als Projektleiter und bearbeite selbstständig Anfragen, erstelle Kalkulationen, schreibe Angebote und wickle selbst Aufträge ab. Die Ausbildung und die ersten Berufsjahre bilden dabei die Basis. Darüber hinaus wurden mir Zusatzqualifikationen ermöglicht, die ich für die aktuelle Position benötige.

Als Fazit kann ich sagen, dass die Ausbildung in Verbindung mit dem Studium jede Mühe wert war. Ich habe ein umfangreiches Fachwissen aufgebaut und kann dieses direkt anwenden. Das Unternehmen plant mit der Berufsausbildung ausschließlich für den eigenen Nachwuchs. Darüber hinaus hat man, gerade im technischen Bereich, gute Chancen, eine langfristige Beschäftigung zu finden.

Gefällt mir besonders

  • Technisches Know-How
  • Kundenkontakt
  • Vielseitigkeit
  • Gutes Arbeitsklima
  • Hilfsbereite Kollegen

Sollte man beachten

  • Wer sich der Herausfoderung des dualen Studiums stellen möchte, sollte den Zeitaufwand nicht zu unterschätzen.

Mein Job auf einen Blick

  • Art der Ausbildung : Technischer Produktdesigner
  • Dauer der Ausbildung : 2 Jahre 10 Monate
  • Fachbereich : Technische Fachabteilungen
  • Erwünschter Schulabschluss : (Nicht zwingend) Abitur
  • Arbeitsumfeld : Berufsschule, Lehrwerkstatt und Büro, anschließend vorwiegend im Büro.
  • Arbeitszeiten : 35 Arbeitsstunden sind pro Woche vorgegeben. Durch die Gleitzeit wird der Arbeitsrhythmus jedoch ziemlich erleichtert.
  • Höhe der Vergütung während der Ausbildung : nach Tarif der IG Metall - ca. 980€ netto im 1. Lehrjahr
  • Anzahl Urlaubstage : 30 Tage + 6 Verfügungstage
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Mein Tipp für euch

Bei uns muss niemand studieren. Es besteht die Möglichkeit, bei guten Berufsschulnoten nach dem ersten Ausbildungsjahr einen Schritt weiterzugehen und sich für ein duales Studium zu entscheiden. Diese Entscheidung sollte gut überlegt sein. 4 Jahre Studium in Abendform, zusätzlich zur wöchentlichen Arbeit. Sprich: 2-3 Abende die Woche von 18:00 bis 21:15 Uhr und jeden zweiten Samstag von 8:45 bis 15:15 Uhr in Essen bzw. Bochum studieren. Die Kosten für das Studium - ca. 15.000€ - trägt die Firma. Bei einem selbst verschuldeten Abbruch muss der bisher gezahlte Betrag zurückgezahlt werden. Im Gegenzug verpflichtet man sich, für drei Jahre das Unternehmen nicht zu wechseln. Ich sehe das so, dass man sich drei Jahre lang nicht um seinen Arbeitsplatz in unserer heutigen, schnelllebigen Welt Gedanken machen muss. Bei diesen Zahlen muss man erstmal schlucken, das stimmt. Ich bereue diese Entscheidung jedoch keinesfalls. Wer sich über eine Ausbildung hinaus qualifizieren und neben dem Studium einen praktischen Bezug durch seine Arbeit herstellen möchte, ist bei diesem Modell genau richtig aufgehoben. Es klingt auch härter als es ist. Sofern Interesse vorhanden ist und man Spaß an der Sache entwickelt, ist alles nur halb so schlimm. Unter den Kommilitonen entstehen durch Lerngruppen und den gemeinsamen Weg durch das Studium Freundschaften, welche auch nach Abschluss des Studiums langjährig weiterleben und auch im Unternehmen gibt es ein starkes Netzwerk aus aktiven und ehemaligen Studierenden die sich gerne helfen. Gerne erinnere ich mich zurück an die gemeinsame Zeit in den Hörsälen und in den Laboren bei den Versuchen. Ich war mit 25 Jahren komplett fertig mit allem, das kann einem keiner mehr nehmen. Nur Mut - es lohnt sich!
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