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Erfahrungsbericht Duales Studium Betriebswirtschaftslehre (BWL) bei der TenneT TSO GmbH

„Ein Highlight sind die jährlichen Azubi-Fahrten"

Dualer Student Betriebswirtschaft bei TenneT Johannes – Dualer Student bei TenneT
Johannes absolviert ein Duales Studium Betriebswirtschaft mit der Fachrichtung Energiewirtschaft bei TenneT. AZUBIYO erzählt er von seinen bisherigen Eindrücken.

Wie ist dein Dualer Studiengang aufgebaut?

„Während des Studiums wechseln sich immer wieder Theorie- und Praxisphasen im ca. dreimonatigen Wechsel ab. Während der insgesamt sechs Theoriephasen bin ich an der Hochschule Weserbergland in Hameln (HSW) und studiere dort BWL mit der Fachrichtung Energiewirtschaft. Die Praxisphasen verbringe ich bei TenneT in verschiedenen Abteilungen und an verschiedenen Standorten. Das ganze schließt dann nach drei Jahren mit dem Bachelor of Arts ab."

Was ist das Besondere an einem Dualen Studium verglichen mit einem regulären BWL-Studium?

„Das Besondere ist der regelmäßige Wechsel zwischen Studium und Arbeit. Das war auch der besondere Reiz, den das Studium für mich hatte. Mir war klar, dass ich nicht „nur" studieren möchte, sondern auch die Möglichkeit haben will mein Wissen direkt anzuwenden. Dies wird mir durch das duale Studium bei TenneT ermöglicht. Die Verknüpfung von an der Hochschule gelernten Inhalten mit den Aufgaben in den Einsatzbereichen ist super. Außerdem haben die Dozenten an der HSW oft auch einen anderen Hintergrund als an normalen Universitäten. Viele Dozenten kommen selber aus der (Energie-)Wirtschaft. Das hat den Vorteil, dass sie sich in dieser schnelllebigen Branche bestens auskennen und uns von ihren persönlichen Erfahrungen erzählen können. Das sind Berichte, die in keinem Buch dieser Welt stehen!"

Welche theoretischen Inhalte lernst du an der Hochschule Weserbergland und wie ist dort das Lernklima?

„Das Studium besteht vor allem aus zwei Gebieten: Der BWL und der Energiewirtschaft, wobei diese einen deutlich kleineren Anteil ausmacht. Die betriebswirtschaftlichen Themen erstrecken sich von Projektmanagement über Unternehmensführung bis hin zu Rechnungswesen. Im energiewirtschaftlichen Bereich haben wir beispielsweise die Grundlagen der Energieerzeugung, des Energiehandels, aber auch des Regulierungsmanagements behandelt. Das Lernklima ist hervorragend! Wir sind 31 Studierende im Kurs in den Fachrichtungen Energiewirtschaft und Industrie. Damit sind wir schon ein außergewöhnlich großer Kurs. Verglichen mit Hörsälen, in denen zum Teil mehrere hundert Studenten dem Professor folgen müssen, ist das echter Luxus. Es entsteht ein persönliches Verhältnis zwischen Studierenden und den Dozenten, sodass es eher einem Unterrichtsgespräch gleicht als der ursprünglichen „Vorlesung". Es können zu jeder Zeit Fragen gestellt werden; die Dozenten nehmen sich auch die Zeit, um komplizierte Dinge noch ein zweites oder drittes Mal zu erklären. So ist man top vorbereitet für die anstehenden Klausuren."

Wie sind die Praxiseinsätze bei TenneT gestaltet?

„Die Praxiseinsätze sind sehr abwechslungsreich und spannend. Im ersten Jahr der Ausbildung absolvieren wir einen Abteilungsdurchlauf am Standort in Lehrte, um dort alle wesentlichen technischen und kaufmännischen Abteilungen zu sehen. Am Anfang stehen Einsätze in der Fläche, also in den Servicegruppen, um so das ursprüngliche Geschäft der TenneT kennenzulernen. Anschließend erfolgt der Durchlauf durch die kaufmännischen Abteilungen: Einkauf, Personal, Controlling… So wird auch der Bogen zur Theoriephase an der HSW wieder geschlagen. Im zweiten Jahr beginnen für uns die Wahlmöglichkeiten: Lehrte oder Bayreuth? Ich habe mich für Einsätze in Bayreuth entschieden, da ich so viel wie möglich sehen wollte. Nach zwei Praxisphasen dort wurde mir die Möglichkeit gegeben meine fünfte Praxisphase in Arnheim in den Niederlanden zu absolvieren. Dies macht das duale Studium hier so abwechslungsreich. In den einzelnen Fachbereichen wird man entweder in das operative Geschäft mit eingebunden und unterstützt die Kollegen bei ihren Aufgaben, oder aber man bekommt eigene kleine Aufgabengebiete oder Projekte. Hier steht selbstverständlich immer ein Ansprechpartner bei Fragen bereit."

In welche Projektarbeiten warst du bisher bei TenneT eingebunden?

„Bisher hatte ich die Möglichkeit in drei Projekte einen Einblick zu bekommen: Das erste war die Implementierung des Projekts GuRU (Genehmigungsmanagement, Rechtskataster, Umweltmanagement) bei Offshore. Hierbei habe ich an Anleitungen für die Mitarbeiter mitgewirkt und Schulungen zum Programm mit übernommen. Ein zweites Projekt bei Offshore war die Auswertung von Windparkdaten für die Rechnungsstellung der Offshore-Haftungsumlage. Mein bisher letztes Projekt während der Praxisphase in den Niederlanden beschäftigte sich mit einem Umspannwerksneubau, einem angeschlossenen Interkonnektor und deren Wechselwirkung."

Welche Angebote bietet TenneT außerhalb des normalen Ausbildungsplanes?

„Von Anfang an werden wir bei den sogenannten CR-Projekten eingesetzt. Dies sind Projekte, in denen wir als TenneT unsere soziale Verantwortung als Unternehmen übernehmen. So führen wir beispielsweise ein selbst entwickeltes Wirtschaftsplanspiel an einer Schule in Lehrte durch. Als einer der beiden Projektleiter stimme ich die Termine mit der Schule ab, plane den Einsatz der Azubis und nehme Aktualisierungswünsche aus dem letzten Jahr mit auf. Eine weitere Besonderheit bei TenneT sind die Azubi-Besprechungen: Hier treffen sich alle kaufmännischen Auszubildenden ca. alle acht Wochen in Würzburg. Diese Art des internen Unterrichtes ermöglicht es uns, Präsentationen zu üben, unser Englisch zu verbessern, aber auch einfach zu hören, wie es den anderen Azubis an den verschiedenen Standorten in ihrer aktuellen Abteilung gefällt. Ein weiteres Highlight sind die jährlichen Azubi-Fahrten. Hier fahren alle Auszubildenden aller Jahrgänge für drei Tage zusammen weg. Während meiner Ausbildungszeit waren wir schon in Frankfurt und Berlin, im kommenden Sommer fahren wir nach Köln. Dabei gibt es immer ein buntes Programm, bei dem versucht wird möglichst etwas Kaufmännisches aber auch Technisches unterzubringen. Trotz des Programms kommen vor allem der Spaß und der Austausch über Ausbildungs- und Jahrgangsgrenzen hinweg nie zu kurz."

Organisatorisch sind die Dualen Studenten dem Team der kaufmännischen Auszubildenden zugeordnet. Welche Vorteile hat dies für dich?

„Der große Vorteil besteht darin, dass wir an allen oben genannten Tätigkeiten teilnehmen können. So bauen wir in der Ausbildung schon ein breites Netz an Kontakten auf, welches für den späteren Berufsalltag enorm von Vorteil ist. Außerdem profitieren wir so von allen tarifvertraglichen Vorteilen, die den Auszubildenden gewährt werden. Schließlich haben wir in unserer Ausbildungskoordinatorin Frau Schäfer jederzeit eine kompetente Ansprechpartnerin, die uns mit Rat und Tat zur Seite steht."

Was waren bisher die „Highlights" deiner Ausbildungs-/Studienzeit?

„Mein persönliches Highlight war sicherlich die Praxisphase in Arnheim in den Niederlanden. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen dort und das Einstellen auf die doch etwas andere Kultur haben mich begeistert. Ich konnte mein berufliches Netzwerk somit jetzt schon über die Landesgrenzen hinweg spannen und meine Sprachkenntnisse auffrischen und verbessern."

Welche Voraussetzungen sollte ein Dualer Student mitbringen?

„Eine wichtige Voraussetzung ist auf jeden Fall die Bereitschaft mobil zu sein. Wenn die verschiedenen Einsatzorte (Lehrte, Hameln, eventuell Bayreuth und Arnheim) schon von Anfang an als Belastung statt als Chance verstanden werden, dann ist man hier fehl am Platz. Außerdem sollte man mit offenen Augen und Ohren durch die Bereiche gehen und versuchen so viel mitzunehmen wie nur möglich. Man weiß nie, in welchem Bereich und mit welchen Schnittstellen man später zusammen arbeitet, und mit einem möglichst breiten Wissen hat man nur Vorteile."

Welche Vorteile siehst du für TenneT Duale Studiengänge anzubieten?

„Durch den Einblick in verschiedenste Abteilungen und die Verzahnung von Theorie und Praxis werden wir direkt auf das Unternehmen zugeschnitten. Wir kennen die Betriebsabläufe, haben ein breites Netz an Kontakten in verschiedenen Abteilungen und Standorten und sind trotzdem noch flexibel. Gerade der Blick über die verschiedenen Abteilungen bietet den Vorteil, dass wir die besten Elemente aus den jeweiligen Abteilungen kombinieren können und nicht so sehr festgefahren sind in Arbeits- und Denkweisen."

Inwiefern hast du dich persönlich gerade durch das Duale Studium weiterentwickelt?

„Ein wesentlicher Faktor ist das Selbst- und Zeitmanagement. Ich habe gelernt, wie ich die Dinge zeitlich so organisiere, dass sie alle unter einen Hut passen. Gerade der Wechsel zwischen Theorie- und Praxisphasen bietet eine gute Möglichkeit zum Reflektieren: Was ist gut gelaufen? Wo kann ich mich noch verbessern? Außerdem habe ich gelernt Aufgaben zu priorisieren und die wichtigen Dinge nicht auf die lange Bank zu schieben. Trotzdem: Man lernt nie aus, und ich freue mich auch weiterhin auf spannende Aufgaben und die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung."

Wie geht es nach dem Studium für dich weiter?

„Da ich mich gerade intern bewerbe, kann ich noch nicht abschließend sagen, wo ich letztlich unterkommen werde. Eins kann ich jedoch mit Sicherheit sagen: Es warten spannende Aufgaben und nette Kollegen für die Zukunft."

Ein abschließendes Statement...?

„Ich würde mich jederzeit wieder für das Duale Studium bei TenneT entscheiden und freue mich auf meine zukünftigen Aufgaben."

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