Seit unserer Gründung im Jahr 1992 haben wir umfangreiche Investitionen realisiert.
Das Ergebnis des vielschichtigen Maßnahmen-Paketes ist die Erneuerung aller Produktionsanlagen. Heute erwartet Sie in Riesa ein hochmodernes Stahlwerk mit dem Elektrolichtbogenofen, dem Pfannenofen sowie der kombinierten Walzstraße, in der unser Betonstabstahl und Walzdraht erzeugt wird. Die Anlagen werden kontinuierlich weiterentwickelt, um die Produktivität zu steigern und gleichzeitig den Umweltschutz
zu intensivieren.
Aus Schrott wird hochwertiger Stahl
Wir stellen unseren Stahl ausschließlich aus Schrott her. Der Rohstoff wird von Recyclingfirmen überwiegend so geliefert, dass er sofort eingeschmolzen werden kann. Der kleinere Teil wird auf dem Brennerplatz für die Weiterverarbeitung zerkleinert. Mit dieser Produktionsweise übernimmt Feralpi Stahl eine wichtige Funktion im Recycling-Kreislauf.
Die Produktion im Stahlwerk
Die Einschmelzung des Schrotts erfolgt im Elektrolichtbogenofen, in den Erdgas und Sauerstoff eingeblasen werden. Außerdem werden Kalk, Anthrazitkohle, Aluminium und Schäumkohle hinzugegeben. Weitere Zuschlagstoffe, wie Ferrolegierungen, Branntkalk, Kalziumcarbid, gebrannter Dolomit und Einsatzkohle kommen je nach Bedarf gleich im Schrottkorb hinzu oder werden später in der Gießpfanne zugeführt. Nach der Temperaturmessung wird der Flüssigstahl in die Gießpfanne abgestochen, am Pfannenofen analysiert und weiterverarbeitet. Die gewünschten Analysewerte werden am Spektrometer eingestellt. Sie geben Auskunft über die Qualität unseres Stahls. Diese Stahl-Qualität wird durch Zuschlagstoffe sowie die Spülung mit Stickstoff bzw. Argon gezielt beeinflusst. Anschließend wird der Flüssigstahl in der fünfsträngigen Stranggussanlage zu Halbzeugknüppeln gegossen.
Das Walzen der Stranggussknüppel
Im Walzwerk werden die zwischen 600 und 850° C heißen Knüppel im erdgasbeheizten Hubherdofen auf die Walztemperatur von 1.150 bis 1.200° C erhitzt. Im nächsten Schritt formt sie die kombinierte Stabstahl-Draht-Straße auf ihre jeweilige Endabmessung. So entsteht der Stab oder Draht. Nach Verlassen der Walzstraße werden die Stäbe bzw. Drähte abgekühlt. Zum Schluss werden die Stahl-Produkte zusammen gebunden und gewogen. Nun sind sie bereit für den Transport .
Zur Zeit befinden wir uns in der Endphase der Realisierung eines neuen 2. Walzwerks am Standort. Dieses hochmoderne Spooler-Walzwerk soll 2024 in Betrieb gehen.
Die Drahtweiterverarbeitung
In unserem Betriebsteil der sogenannten Drahtweiterverarbeitung, werden die Produkte aus dem Walzwerk zu Abstandshalter, Lager- oder Listenmatten verarbeitet oder der Draht auf den Bunden (sogenannte"Coils") wird durch Recken in schmalere Abmessungen gezogen, als es das Walzwerk ausbringt. Ganz nach Kundenwunsch.
Das richtige Produkt zum richtigen Kunden
Den Verkauf unserer Produkte übernimmt die Feralpi Stahlhandel GmbH und die Lieferung erfolgt mit moderner Flotte über die Feralpi Logistik GmbH. Beide Unternehmen haben Ihren Sitz auf unserem Gelände am Standort Riesa.