Kann ich Mechatronik dual studieren?
Ja, Mechatronik kannst du dual studieren. Das Duale Studium Mechatronik verbindet Theoriephasen an einer Hochschule mit praktischen Phasen in einem Unternehmen. Dabei vereint der Studiengang drei Disziplinen in einem: Mechanik, Elektrotechnik und Informatik. Du lernst also nicht nur, wie Maschinen funktionieren, sondern auch, wie du sie mit Software und Elektronik weiterentwickelst. Der Abschluss, den du am Ende in der Hand hältst, ist der Bachelor of Engineering (B.Eng.).
Manche Hochschulen bieten zusätzlich ein ausbildungsintegrierendes Modell an. Das bedeutet: Du absolvierst gleichzeitig eine Berufsausbildung, zum Beispiel zum Mechatroniker oder Kfz-Mechatroniker, und bekommst am Ende sogar zwei Abschlüsse. Das Duale Studium dauert in der Regel vier bis viereinhalb Jahre.
Welche Hochschulen bieten ein Duales Studium Mechatronik an?
In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Hochschulen, die ein Duales Studium Mechatronik im Programm haben. Besonders Fachhochschulen und duale Hochschulen sind hier stark vertreten. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) etwa bietet gleich mehrere Mechatronik-Studiengänge an, darunter Spezialisierungen wie Robotik, Eingebettete Systeme oder AI-driven Mechatronics. Aber auch technische Hochschulen und Fachhochschulen in anderen Bundesländern haben den Studiengang im Angebot.
Manchmal taucht der Studiengang auch unter dem englischsprachigen Begriff Systems Engineering auf. Das Programm ist inhaltlich identisch, also lass dich von der Bezeichnung nicht verwirren. Schau dir bei deiner Suche gezielt die Kooperationspartner der jeweiligen Hochschule an, denn darüber findest du oft direkt passende Unternehmen.
Wo gibt es die meisten Studienplätze für Mechatronik?
Die meisten Studienplätze für das Duale Studium Mechatronik gibt es in wirtschaftsstarken Regionen mit einer dichten Industrie- und Unternehmenslandschaft. Baden-Württemberg gehört dazu, denn allein die DHBW hat Standorte in Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Ravensburg und weiteren Städten und arbeitet mit über 8.000 Partnerunternehmen zusammen. Auch Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen zählen zu den Bundesländern mit einem breiten Angebot an dualen Mechatronik-Studienplätzen.
Wenn du also möglichst viele Optionen haben möchtest, lohnt sich ein Blick in diese Regionen. Wichtig ist dabei: Der Studienplatz hängt immer auch vom Partnerunternehmen ab, bei dem du die Praxisphasen absolvierst.
Welche Unternehmen bieten ein Duales Studium Mechatronik an?
Das Duale Studium Mechatronik ist in vielen verschiedenen Branchen und Unternehmenstypen zu finden. Vor allem Industrieunternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilbranche sowie der Elektrotechnik bieten regelmäßig duale Studienplätze an. Auch Betriebe aus der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt sowie der Informations- und Kommunikationstechnik suchen gezielt nach dualen Studierenden.
Das bedeutet für dich: Du hast die Wahl zwischen international tätigen Großkonzernen und mittelständischen Spezialisten, die oft besonders familiäre Strukturen und viel Verantwortung von Anfang an bieten. Egal ob Produktentwicklung, Automatisierungstechnik oder Energieversorgung, die Mechatronik ist in nahezu jeder technischen Branche gefragt.
Wie kann ich mich für ein Duales Studium Mechatronik bewerben?
Für das Duale Studium Mechatronik bewirbst du dich in der Regel zuerst beim Unternehmen und nicht direkt bei der Hochschule. Du schickst deine Bewerbungsunterlagen, also Anschreiben, Lebenslauf und dein letztes Schulzeugnis, direkt an den gewünschten Praxisbetrieb. Wenn du überzeugst, wirst du zu einem Vorstellungsgespräch und manchmal auch zu einem Einstellungstest eingeladen. Hat das Unternehmen dich ausgewählt, unterstützt es dich bei der Einschreibung an der Partnerhochschule.
Bei manchen praxisintegrierenden Studiengängen läuft es andersrum: Du meldest dich zuerst an der Hochschule an und suchst dir danach eigenständig einen Praktikumsbetrieb. Ein vorheriges Praktikum im technischen Bereich kann deine Chancen deutlich verbessern, weil du damit zeigst, dass du schon erste Erfahrungen mitbringst.
Wann sollte ich mich für ein Duales Studium Mechatronik bewerben?
Die Bewerbungsfristen fürs Duale Studium Mechatronik variieren je nach Unternehmen und Hochschule. Viele Praxisbetriebe starten ihre Ausschreibungen bereits zwölf bis achtzehn Monate vor dem geplanten Studienbeginn. Das heißt: Wenn du im Herbst eines Jahres oder im Sommer des Folgejahres anfangen möchtest, solltest du dich idealerweise bereits ein Jahr im Voraus bewerben.
Gerade bei der DHBW beginnen manche Bewerbungsprozesse bei den Partnerunternehmen sehr früh, da die Studienplätze begrenzt sind. Schau dir die Fristen der einzelnen Unternehmen und Hochschulen deshalb frühzeitig an und leg dir einen eigenen Zeitplan fest.
Im Dualen Studium Mechatronik bekommst du von Anfang an eine Vergütung, denn du arbeitest ja aktiv im Unternehmen mit. Im ausbildungsintegrierenden Modell orientiert sich dein Gehalt an der Ausbildungsvergütung eines Mechatronikers. Das bedeutet: Im Laufe deiner Ausbildung steigt dein Gehalt von durchschnittlich rund 800 Euro brutto im ersten Jahr bis auf etwa 1.000 Euro brutto im vierten Jahr.
Im praxisintegrierenden Modell hängt die Vergütung vom jeweiligen Unternehmen ab. Im Schnitt bekommst du zwischen 1.000 und 1.500 Euro.
Mit welchem Abschluss kann ich Mechatronik studieren?
Für das Duale Studium Mechatronik brauchst du mindestens die Fachhochschulreife oder das Abitur. Ohne einen dieser Abschlüsse ist eine Einschreibung an den meisten Hochschulen nicht möglich. Besonders wichtig sind dabei gute Noten in Mathematik, Physik und Informatik, denn diese Fächer bilden die Grundlage des Studiums.
Manche Hochschulen verlangen außerdem ein Vorpraktikum, um sicherzugehen, dass du schon einen ersten Einblick in die technische Arbeitswelt hattest. Wenn du die Fachhochschulreife mitbringst, bist du in den meisten Fällen bestens aufgestellt. Prüf vorab jedoch die genauen Zulassungsvoraussetzungen der Hochschulen, die dich interessieren, denn einzelne Programme können zusätzliche Anforderungen oder sogar einen Numerus Clausus haben.