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Marlas Erfahrung als Industriemechanikerin

Marla (24)

Ausbildung als Industriemechanikerin bei der DHL Hub Leipzig GmbH
DHL Hub Leipzig GmbH

„Man arbeitet praktisch, sieht was man macht und ist viel in Bewegung“

Marla (24) absolviert gerade eine Ausbildung zur Industriemechanikerin bei der DHL Hub Leipzig GmbH. Sie ist gerade im 3. Ausbildungsjahr und hat Azubiyo von ihrer Ausbildung und dem Bewerbungsprozess berichtet.

Der Bewerbungsprozess begann damit, dass ich meine Bewerbungsunterlagen online eingereicht habe. Kurz darauf wurde ich angerufen und darüber informiert, dass ich per E-Mail einen Zugang zu einem Online-Assessment bekomme. Der Test diente zur Vorauswahl der Bewerber:innen und enthielt Aufgaben aus den Bereichen Mathe, Deutsch und Englisch.


Ein paar Wochen später bekam ich dann die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Das Gespräch war freundlich und eher locker. Es wurden die typischen Fragen gestellt, zum Beispiel zu meiner Motivation für die Ausbildung oder warum ich mich für das Unternehmen entschieden habe. Zusätzlich gab es noch ein paar Logikaufgaben sowie einige einfache technische Fragen.

Die Ausbildung beginnt mit einer Einführungswoche. In dieser Woche bekommt man alle wichtigen Informationen, für einen guten Start in die Ausbildung. Außerdem lernt man die Ausbilder:innen und Ansprechpartner:innen im Betrieb kennen und hat die Möglichkeit, die anderen Auszubildenden aus dem eigenen, sowie aus anderen Ausbildungsbereichen kennenzulernen. Zusätzlich hat man die ersten Schulungen, die für den späteren Arbeitsalltag notwendig sind.
Der Arbeitsalltag verändert sich im Laufe der Ausbildung. In den ersten beiden Ausbildungsjahren ist man eher wenig im Betrieb, da ein großer Teil der Ausbildung im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung stattfindet. Wenn man im Betrieb ist, arbeitet man erstmal nur in der Frühschicht. Dort begleitet man die Kolleg:innen bei der Wartung der Förder- und Sortieranlagen, schaut sich die Abläufe an, bekommt vieles erklärt und kann auch nach und nach selbst mit anpacken. Gelegentlich arbeitet man auch in der Werkstatt. Dort fertigt man zum Beispiel einfache Ersatzteile an oder baut Bauteile um, um die Anlage stetig zu verbessern.

Ab dem dritten Ausbildungsjahr kommt man auch in die Nachtschicht. Dort macht man keine Wartungsarbeiten mehr. Stattdessen kümmert man sich um Störungen an der Anlage, damit diese möglichst schnell beseitigt werden und der Betrieb weiterlaufen kann. In den Teams der Früh- und Spätschicht geht es dann häufiger um Reparaturen und die Beseitigung von Schäden, die während des Betriebs entstanden sind. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die unterschiedlichen Aufgabenbereiche und sammelt viele praktische Erfahrungen.

Neben der Arbeit im Betrieb besucht man regelmäßig die Berufsschule. Dort werden die theoretischen Inhalte vermittelt, die für den Beruf wichtig sind. Meiner Erfahrung nach kommt man dort gut mit, da die Themen meist ausführlich erklärt werden und der Unterricht gut verständlich ist. Das theoretische Wissen ist vor allem für die Prüfungen wichtig.

Ein weiterer wichtiger Teil der Ausbildung ist die überbetriebliche Ausbildung. Dort bekommt man die praktischen Grundlagen beigebracht, die man später im Beruf benötigt. Dazu gehören unter anderem die manuelle und maschinelle Metallbearbeitung, sowie die Grundlagen der Pneumatik, Hydraulik und Elektrotechnik. Dort wird man auch sehr gut auf die praktischen und theoretischen Abschlussprüfungen vorbereitet.

Gefällt mir besonders

  • abwechslungsreiche Aufgaben
  • große Dutz-Kultur; bei uns im Unternehmen wird jeder geduzt
  • man arbeitet praktisch, sieht was man macht und ist viel in Bewegung

Sollte man beachten

  • Schichtarbeit
  • es ist anfangs schwer sich in der großen Anlage zurechtzufinden
  • teilweise wird man sehr dreckig bei der Arbeit

Mein Tipp für euch

Traut euch Fragen zu stellen. Niemand ist euch böse, wenn ihr mal was nicht wisst oder wenn ihr mal was vergessen habt.

Mein Job auf einen Blick

  • Art der Ausbildung: Duale Ausbildung
  • Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre
  • Fachbereich: technisch
  • Erwünschter Schulabschluss: Realschulabschluss oder Abitur
  • Arbeitsumfeld: Werkstatt, Anlage
  • Arbeitszeiten: Gleitzeit
  • Höhe der Vergütung während der Ausbildung: 1357,89€-1613,88€, je nach Ausbildungsjahr
  • Anzahl Urlaubstage: 26

Mein Arbeitstag auf einen Blick

  • 06:30: Schichtbeginn und Schichtübergabe
  • 07:00: die Werkzeuge werden gepackt und es geht zum Arbeitsplatz
  • 07:30: Wartungen und Reparaturen werden durchgeführt
  • 12:00: Mittagspause
  • 12:30: Zurück an die Arbeit, es wird weiter gewartet und repariert
  • 14:00: Die Arbeiten werden langsam beendet und es werden Probeläufe durchgeführt, um zu sehen ob auch alles funktioniert
  • 14:30: Die Arbeitsaufträge für die Reparaturen werden digital geschlossen, die Ergebnisse der Wartung werden dokumentiert und die Arbeitszeit wird gebucht
  • 15:00: Feierabend
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