„Meine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten“
Fabian (28) steht kurz davor seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Kreis Paderborn erfolgreich abzuschließen (Stand Jun '26). Er berichtet dir auf Azubiyo von den Erfahrungen, die er im Rahmen seiner Ausbildung gemacht hat.
Die Schlussphase meiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Kreis Paderborn hat begonnen: Im April hatten wir unsere schriftlichen Abschlussprüfungen; jetzt fehlt nur noch die mündliche Prüfung und dann sind drei Jahre auch schon wieder vorbei.
Ich habe den Kreis zunächst über persönliche Kontakte kennengelernt und dabei erste Einblicke in die vielfältigen Aufgabenbereiche erhalten. Dadurch wurde mir bewusst, wie breit das Tätigkeitsspektrum des Kreises ist und welche unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten sich dort bieten. Da ich mich beruflich neu orientieren wollte und mich insbesondere die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten während und nach der Ausbildung angesprochen haben, habe ich mich schließlich für eine Bewerbung beim Kreis entschieden.
Im Laufe der Ausbildung gab es immer abwechselnd Praxis- und Schulabschnitte. Während der Praxiszeit lernt man die Aufgaben und Tätigkeitsbereiche einzelner Ämter kennen und wird hier auch schon voll eingebunden, um z.B. anderen Kollegen zuzuarbeiten oder selbst Probleme und Fälle zu bearbeiten und zu lösen.
Die Aufgaben und Tätigkeitsbereiche hängen hier immer stark von dem Amt ab, in dem man gerade eingesetzt ist. Einerseits gibt es Ämter, bei denen man andere Kolleginnen und Kollegen in ihrer Arbeit unterstützt und ihnen zuarbeitet (indem man z.B. Außentermine vorbereitet, begleitet und nachbereitet). Es gibt aber auch Ämter, in denen man schon während der Ausbildung direkt mit Bürgern interagiert (z.B. Kunden an der Info beraten oder Zulassungen im Straßenverkehrsamt bearbeiten).
Zusätzlich gibt es drei Schulblöcke (Unter-, Mittel- und Oberstufe) am Berufskolleg Schloss Neuhaus. Hier wird man u.a. in den Fächern Wirtschaft, Verwaltungsrecht und Verwaltungs- und Betriebslehre unterrichtet. Das Angebot wird zusätzlich durch Fächer wie Politik, Sport oder Englisch ergänzt. Berufsschultage verlaufen im Grunde wie ein ganz normaler Schultag auch: Ab 7.45Uhr gibt es 3 bis 4 Unterrichtsblöcke mit je 2 Unterrichtsstunden á 45 Minuten. Manchmal sind das Doppelstunden, manchmal auch zwei einzelne Stunden verschiedener Fächer hintereinander. Zwischen den Blöcken sind Pausen von je 20 Minuten, in denen man sich in der Cafeteria mit Kaffee und Frühstück versorgen oder mit den Mitschülern in der Klasse über Themen austauschen oder auch einfach mal ein paar Minuten entspannen kann.
Während den Praxisblöcken hingegen gibt es zusätzlich noch die sogenannte „Dienstbegleitende Unterweisung“, durchgeführt durch das Studieninstitut Soest. Die DU ist ebenfalls in drei Blöcke gegliedert und hier werden Fächer unterrichtet, die einen spezifischen Bezug zur Ausbildung haben (z.B. Sozialrecht, Personalrecht oder Kommunales Finanzmanagement). Während der Stundenplan im Laufe eines Schulblocks die ganze Zeit gleich bleibt – ändern sich die Fächer bei der DU meist von Woche zu Woche. In den Zwischen- und Abschlussprüfungen, die vom Studieninstitut in Soest organisiert und dort durchgeführt werden, werden dann aber sowohl Berufsschul- als auch DU-Fächer geprüft.
Unterstützung bekommt ihr während der Ausbildung meiner Erfahrung nach eigentlich von allen Seiten. In jedem Amt gibt es Ausbildungskoordinatoren, die die Zeit im Amt planen und koordinieren und an die man sich auch jederzeit wenden kann. Aber auch Kollegen und sogar Amtsleitungen haben mich während verschiedenen Abschnitten angesprochen und aktiv bei der Arbeit unterstützt.
Dann gibt es aber natürlich auch noch amtsübergreifend das Ausbildungs-Team, das Azubis über alle drei Jahre hinweg begleitet und euch so natürlich auch helfen kann, wenn man sich in einem Praxisamt oder in der Schule nicht wohl oder ausreichend unterstütz fühlt. Bei inhaltlichen Fragen und Problemen könnt ihr auch aber auch an das Studieninstitut oder die Lehrer am BKSN wenden.
Und wenn ihr mal gar nicht weiter wisst, gibt es für alles andere die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) oder den Personalrat, der einem auch z.B. bei rechtlichen Fragen und Probleme zur Seite stehen kann.