„Die Mischung aus Verantwortung, Teamarbeit und direktem Patientenkontakt entspricht meinen Erwartungen an das Studium und bestätigt mich in meiner Entscheidung, diesen Weg eingeschlagen zu haben.“
Fabienne (27) befindet sich aktuell im 6. Semester des dualen Studiengangs zur B.Sc. Physician Assistant. Die Theorie lernt sie an der DHBW in Karlsruhe und als Praxispartner hat sie das Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen gewählt. Im Folgenden berichtet sie von ihrem Alltag im Dualen Studium.
Der Studiengang ist so aufgebaut, dass sich Theorie- und Praxisphasen regelmäßig abwechseln. Während der Theoriephasen an der Hochschule werden medizinische, organisatorische und wissenschaftliche Inhalte vermittelt, die in den Praxisphasen direkt im Klinikalltag angewendet und vertieft werden können. Ein großer Vorteil dieses dualen Systems ist, dass man früh Verantwortung übernimmt und gleichzeitig kontinuierlich begleitet wird. Zudem durchläuft man während des Studiums verschiedene Abteilungen im Krankenhaus, wodurch man einen sehr breiten Einblick in unterschiedliche Fachbereiche erhält und herausfinden kann, wo die eigenen Interessen und Stärken liegen.
Vor Beginn des Studiums habe ich eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin absolviert und anschließend drei Jahre in diesem Beruf gearbeitet. In dieser Zeit konnte ich bereits viele wertvolle praktische Erfahrungen sammeln und einen intensiven Einblick in den OP-Alltag gewinnen. Dennoch habe ich gemerkt, dass ich mich fachlich weiterentwickeln möchte, mehr Verantwortung übernehmen will und insbesondere den direkten Patientenkontakt vertiefen möchte. Diese Motivation hat mich letztendlich dazu bewogen, das Studium zu beginnen.
Aktuell bin ich in der zentralen Notaufnahme eingesetzt. Der Arbeitstag beginnt in der Regel mit der Übergabe vom vorherigen Dienst, bei der die wichtigsten Informationen zu den aktuell behandelten Patientinnen und Patienten besprochen werden. Anschließend verschaffe ich mir einen Überblick über die anstehenden Fälle und priorisiere gemeinsam mit dem Team die nächsten Schritte.
Ein zentraler Bestandteil meiner Tätigkeit ist die eigenständige Durchführung von Anamnesen und körperlichen Untersuchungen. Dabei geht es darum, die Beschwerden der Patientinnen und Patienten strukturiert zu erfassen, relevante Vorerkrankungen zu berücksichtigen und erste Verdachtsdiagnosen zu formulieren. Je nach Symptomatik führe ich anschließend mit Hilfe der ÄrztInnen diagnostische Maßnahmen durch, beispielsweise sonographische Untersuchungen von Herz, Lunge und Abdomen. Diese Untersuchungen sind besonders spannend, da sie eine direkte Einschätzung des Gesundheitszustandes ermöglichen und wichtige Hinweise für das weitere Vorgehen liefern.
Die Diagnosestellung erfolgt immer in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Arzt oder der zuständigen Ärztin. Dieser interdisziplinäre Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsalltags in der Notaufnahme, da hier viele verschiedene Fachrichtungen zusammenkommen. Neben der ärztlichen Zusammenarbeit spielt auch die Abstimmung mit Pflegekräften, Radiologie, Labor und weiteren Bereichen eine große Rolle, um eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen.
Besonders reizvoll an der Arbeit in der zentralen Notaufnahme ist die große Bandbreite an Krankheitsbildern und die oft dynamischen Situationen. Man muss schnell Entscheidungen treffen, Prioritäten setzen und gleichzeitig stets den Überblick behalten. Genau diese Mischung aus Verantwortung, Teamarbeit und direktem Patientenkontakt entspricht meinen Erwartungen an das Studium und bestätigt mich in meiner Entscheidung, diesen Weg eingeschlagen zu haben.
Rückblickend kann ich sagen, dass das Duale Studium für mich die ideale Möglichkeit ist, meine bisherigen praktischen Erfahrungen mit fundiertem theoretischem Wissen zu verbinden und mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln.