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Die Teilzeitausbildung

Die Teilzeitausbildung ist ein Ausbildungsmodell speziell für junge Eltern und Personen, die einen Angehörigen pflegen und entsprechend keine Zeit für eine klassische Vollzeitausbildung haben. Bist du also bereits Mama oder Papa oder kümmerst dich zu Hause um ein pflegebedürftiges Familienmitglied, erfüllst du die Voraussetzungen für eine Teilzeitausbildung. Gesetzlich geregelt ist die Teilzeitausbildung in §8 BBiG.

Varianten und Dauer

Grundsätzlich gibt es 2 Varianten: die Teilzeitausbildung mit Verlängerung der Ausbildungszeit und die Teilzeitausbildung ohne Verlängerung der Ausbildungszeit.

  • Teilzeitausbildung mit Verlägerung der Ausbildungszeit: Bei dieser Variante wird eine wöchentliche Arbeitszeit (inklusive Berufsschule) von mindestens 20 Stunden vereinbart, die Gesamtausbildungsdauer verlängert sich hierbei um ein halbes Jahr.
  • Teilzeitausbildung ohne Verlängerung der Ausbildungszeit: Bei dieser Variante ist eine wöchentliche Arbeitszeit zwischen 25 und 30 Stunden (inklusive Berufsschule) vorgesehen, wobei sich die gesamte Ausbildungsdauer nicht verändert.

Teilzeitausbildung beantragen

Arbeitgeber und Azubi müssen bei der zuständigen Stelle (Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Landwirtschaftskammer o.a.) gemeinsam einen schriftlichen Antrag stellen. Welche Variante der Teilzeitausbildung gewählt wird, ob eine wöchentliche oder tägliche Verkürzung der Ausbildungszeit stattfindet und zu welchen Zeiten gearbeitet werden muss, besprechen Betrieb und Azubi miteinander und halten dies schriftlich im Ausbildungsvertrag fest.

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Bildnachweis: „Junge Mutter mit Kindern am Tisch" © Spectral-Design / Fotolia