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Werkfeuerwehrmann – Gehalt & Verdienst

Bei der Entscheidung für einen bestimmten Beruf spielt das zukünftige Gehalt eine wichtige Rolle. Leider sind allgemeingültige Aussagen zum Verdienst als Werkfeuerwehrmann nicht möglich. Der Gehalts-Check zeigt auf, warum das so ist und wie dein Gehalt als Werkfeuerwehrmann in Ausbildung und Beruf zum Beispiel aussehen könnte. 

Gehalt in der Ausbildung

Deine Ausbildungsvergütung richtet sich danach, ob dein Ausbildungsbetrieb tariflich gebunden ist, in welcher Branche und in welcher Region du beschäftigt bist.

Wenn du deine Ausbildung in einem tarifgebundenen Betrieb absolvierst, ist deine Vergütung als Werkfeuerwehrmann vertraglich festgelegt. Abhängig von Bundesland und Branche gelten aber ganz unterschiedliche Tarifverträge. In der Metall- und Elektroindustrie sind als Werkfeuerwehrmann beispielsweise diese Azubi-Gehälter möglich:

  • 1. Ausbildungsjahr: 800 bis 950 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 900 bis 1.000 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 950 bis 1.100 Euro

Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?

Bei diesen Zahlen handelt es sich um tarifliche Gehälter in einer Branche. Somit kann dein individuelles Azubi-Gehalt als Werkfeuerwehrmann auch niedriger ausfallen! Tipp: Einige Unternehmen nennen in ihren Stellenanzeigen die konkrete Ausbildungsvergütung. Informiere dich deshalb auch im Stellenmarkt über dein Gehalt in der Ausbildung.

Beispiel aus der Praxis

Lisa macht eine Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bei einem Hersteller chemischer Grundstoffe, der an den Tarifvertrag für die chemische Industrie gebunden ist. Im Tarifbereich Bayern, wo Lisa ihre Ausbildung absolviert, gelten für Azubis seit September 2016 folgende Ausbildungsvergütungen: Im 1. Ausbildungsjahr 899 Euro, im 2. Jahr 955 Euro und im 3. Jahr 1.035 Euro.

Gehalt im Beruf

Im Berufsleben richtet sich dein Gehalt als Werkfeuerwehrmann nach unterschiedlichen Faktoren, wie Berufserfahrung, Branche und Arbeitsort. Wenn dein Arbeitgeber tariflich gebunden ist, gilt für dein Einkommen als Werkfeuerwehrmann eine feste Tarifverordnung. Welche das im Einzelfall ist, hängt z.B. von Branche und Region ab.

Nach deiner Ausbildung wirst du in eine bestimmte Tarifgruppe eingeordnet. Diese legt unter anderem auch dein Einstiegsgehalt fest. In der Regel ist dies für ausgelernte Werkfeuerwehrleute die niedrigste Gruppe für Angestellte mit abgeschlossener beruflicher Ausbildung. Als Werkfeuerwehrmann kannst du je nach Branche beispielsweise von 1.600 bis 3.100 Euro brutto Einstiegsgehalt ausgehen. Einzelne Tarifverträge und genaue Zahlen kannst du dir beispielsweise in der Tarifdatenbank des Statistischen Bundesamtes ansehen.

Beispiele für 3 Branchen

  • Metall- und Elektroindustrie: 2.300 bis 2.800 Euro
  • Chemische Industrie: 2.600 bis 3.100 Euro
  • Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitende Industrie: 1.600 bis 2.300 Euro

Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen?

Bei diesen Beträgen handelt es sich um Beispielverdienste in einigen Branchen. Es gibt aber viele weitere Tarifverordnungen und Wirtschaftsbereiche. Daher kann dein Gehalt als Werkfeuerwehrmann auch unter oder über den angegebenen Beträgen liegen. Darüber hinaus könntest du entsprechend deiner persönlichen Qualifikation in eine andere Tarifgruppe eingeordnet werden. Und mit den Berufsjahren steigen in der Regel auch die Gehälter.


Stand: 10/2016

Bildnachweis: „Umkleideraum einer Feuerwehr" © Mireille Spieth-Lacombe / Shutterstock.com