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Automobilkaufmann – Ausbildung & Beruf

Du weißt, dass Maserati keine Kinderkrankheit, Lamborghini kein Designer und Smart keine Schokolinse ist? Sehr gut, damit hast du die Grundvoraussetzung für diesen Beruf erfüllt.

Was macht ein Automobilkaufmann?

Automobilkaufleute sind für die kaufmännischen Aufgaben im Automobilbetrieb zuständig. Dazu gehören: Rechnungen und Aufträge bearbeiten, Kunden beraten, Kfz-Zubehör verkaufen, Zulassungen und Abmeldungen vornehmen und Marketingaktionen planen und durchführen.

In der Automobilkaufmann Ausbildung lernst du u.a. was der Unterschied zwischen Leasing und Finanzierung ist, wie man Fahrzeugarten und -typen unterscheidet, wie man Verkaufsgespräche vorbereitet, führt und nachbereitet und was bei der Planung und Überwachung von Werkstattaufträgen zu beachten ist.

Nach der Automobilkaufmann Ausbildung arbeitest du in Autohäusern, bei Autovermietungen oder Automobilherstellern. Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon.

Das lernst du in der Ausbildung zum Automobilkaufmann:

  • B wie Buchführung: Wie du im wahrsten Sinne des Wortes „Buch führst“ über Geschäftseinnahmen und -ausgaben, wird dir in der Ausbildung zum Automobilkaufmann beigebracht.
  • K wie Kundendienst: Der Kunde ist König! Als angehender Automobilkaufmann lernst du, wie man Kunden durch gute Serviceleistungen zufriedenstellt und eine langfristige Kundenbindung herstellt.
  • L wie Lagerwirtschaft: Auch lagern will gelernt sein! In der Ausbildung erfährst du daher, wie man Warenlieferungen und Rechnungen prüft, Waren lagert und Inventuren durchführt.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Automobilkaufleute.

Automobilkaufmann: Ausbildungsvergütung & Steckbrief

Die Ausbildung zum Automobilkaufmann bzw. die Ausbildung zur Automobilkauffrau ist eine duale Ausbildung, d.h. die Theorie findet in der Berufsschule statt und die Praxis im Betrieb. In der Regel dauert die Ausbildung 3 Jahre, kann aber guten Leistungen auf 2-2,5 Jahre verkürzt werden. Hier findest du Infos zur Ausbildungsverkürzung.

Die zuständige Stelle ist entweder die IHK (Industrie- und Handelskammer) oder HWK (Handwerkskammer). Wenn du deine Ausbildung in einem Industriebetrieb absolvierst, dann legst du vor der IHK deine Prüfungen ab. Bei einer Ausbildung in einem Handwerksbetrieb dementsprechend vor der HWK. Von der zuständigen Stelle bekommst du dann dein Zeugnis.

Art der Ausbildung

duale Ausbildung

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 655 €

Weitere Infos zur Ausbildungsvergütung im 2. und 3. Ausbildungsjahr sowie zum Einstiegsgehalt findest du auf der Gehaltsseite.

Übrigens: In der interaktiven Gehaltsgrafik kannst du zusätzlich 3 Berufe auswählen und die Ausbildungsvergütungen miteinander vergleichen. Zum Gehalt Automobilkaufmann

Automobilkaufmann: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
46%
Mittlere Reife
47%
Hauptschulabschluss
6%
Kein Abschluss
1%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Automobilkaufmann bzw. Automobilkauffrau kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Ungefähr die Hälfte der Azubis hat aber einen mittleren Schulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die andere Hälfte der Azubis startet mit (Fach-)Abi in die Ausbildung. 6% der Schüler beginnen die Ausbildung mit Hauptschulabschluss.

Hilfreich sind gute Noten in:

Deutsch
Wirtschaft
Mathe

3 wichtige Stärken:

Eigeninitiative & Entscheidungsfreude
Überzeugungsfähigkeit
Neugierde & Lernbereitschaft

Mit guten Noten in Deutsch, Wirtschaft und Mathe hast du sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Falls deine Noten in diesen Fächern nicht ganz so gut sind, hast du mit den passenden persönlichen Stärken trotzdem gute Aussichten und solltest es mit einer Bewerbung versuchen.

Am wichtigsten ist, dass du Eigeninitiative und Entscheidungsfreude mitbringst, also eigene Ideen einbringst und zielstrebig umsetzt. Als Automobilkaufmann ist es außerdem wichtig, dass du andere – beispielsweise Kunden – von Ideen und Produkten überzeugen und begeistern kannst. Daneben solltest du bereit sein, dein Wissen ständig zu erweitern und Interesse für neue Themen haben.

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Feste Zeiten
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Automobilkaufmann ist ein kaufmännischer Beruf, in dem du in der Regel sehr viel im Büro tätig bist. Meist kannst du mit festen Arbeitszeiten rechnen, Dienstreisen kommen nur in seltenen Fällen vor.

Aber Automobilkaufmann ist nicht gleich Automobilkaufmann. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Autohaus, wo der Schwerpunkt eher im Verkauf liegt, hast du besonders viel Kundenkontakt und bist vorwiegend im Umfeld Laden & Geschäft tätig, bei einem großen Automobilkonzern sind statt festen Arbeitszeiten möglicherweise flexible Zeiten üblich. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Automobilkaufmann? In deiner Ausbildung zum Automobilkaufmann bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Automobilkaufmann und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung, am Ende der Ausbildung warten 3 schriftliche und eine mündliche Abschlussprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Automobilkaufmann.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt oder Fachwirt. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Studiengängen BWL oder Automobilwirtschaft.

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Bildnachweis: „Automobilkaufmann und Kunden" © goodluz / Fotolia