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Automobilkaufmann / Automobilkauffrau
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Automobilkaufmann

Heute warten auf dich zahlreiche Termine als Automobilkaufmann und dein erster Termin klopft gerade an die Tür. Der Kunde möchte ein neues Fahrzeug erwerben und den alten Wagen in Zahlung geben. Zu deinem Glück ist der Kunde sehr offen bei seinen Vorstellungen, sodass du ihm verschiedene Fahrzeuge vorstellst. Schnell weckt ein Fahrzeug sein Interesse. Jetzt geht es ausführlicher um dieses Fahrzeug. Bevor du mit den Themen Ausstattung, Motorisierung und Lackierung fortfährst, bietest du eine Probefahrt an. Der Kunde soll das Fahrzeug richtig kennenlernen und sehen, ob es perfekt passt. Daher vereinbart ihr für nächsten Mittwoch einen Termin, an dem der Kunde das Fahrzeug für einen Tag erhält. Danach geht es direkt mit dem nächsten Kunden weiter.

Berufsbild Automobilkaufmann / Automobilkauffrau

Was macht ein Automobilkaufmann (m/w/d)?

Als Automobilkaufmann bzw. Automobilkauffrau bist du für die kaufmännischen Aufgaben in einem Automobilbetrieb zuständig. Du schreibst Rechnungen, bearbeitest Aufträge und berätst natürlich die Kunden zu neuen und gebrauchten Fahrzeugen. Aber auch der Verkauf von Kfz-Zubehör, Zulassungen und Abmeldungen sowie die Koordinierung mit der Werkstatt gehören in diesem Beruf zu deinen Aufgaben.

Besonders im Kundengespräch glänzt du mit deinem Fachwissen. Ein Autokauf ist für viele ein großer Schritt. Da kommen nicht selten Fragen auf, die für den Kauf entscheidend sind. Mit einer gründlichen Beratung klärst du die Kunden auf und gibst über Garantieleistung, Ersatzteile und die vielfältigen Serviceangebote Auskunft.

Dabei gehst du auch unterschiedliche Arten der Finanzierung mit den Kunden durch. Gemeinsam findest du mit dem Kunden das passende Modell, egal ob Leasing, Finanzierung oder Barzahlung.

Wie sieht der Berufsalltag als Automobilkaufmann aus?

In deinem Berufsalltag als Automobilkaufmann führst du viele Kundengespräche. Das Thema ist klar: Fahrzeuge. Dein Ziel im Job ist der Verkauf von Fahrzeugen, Ersatzteilen, Zusatzleistungen oder anderen Dienstleistungen. Doch du weißt auch, dass du niemandem ein Fahrzeug aufzwingen kannst. Daher benötigst du Feingefühl, um auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Und du kennst auch deine Grenze, sodass du kein teureres oder unpassendes Fahrzeug dem Kunden anbietest. Eine falsche oder inkompetente Beratung kann schwere Folgen haben. Spricht sich dies doch schnell herum, sodass die Kunden fernbleiben.

Neben den Kundengesprächen arbeitest du auch viel am Schreibtisch im Büro. Dort bestellst du die Fahrzeuge im Auftrag der Kunden oder entsprechende Fahrzeugteile.

Ebenfalls bereitest du im Büro die Verträge vor. Entscheidet sich der Kunde sich für ein Leasing, erstellst du den Leasingvertrag und holst die Unterschrift ein. Auch Garantieverträge erstellst du und pflegst deine Kundenkartei.

Läuft bald ein Leasing aus? Dann schickst du dem Kunden eine Erinnerung und bietest ein erneutes Gespräch an. Bittet ein Kunde um Rückruf? Auch das Telefonat übernimmst du vom Büro aus.

Wo arbeitet man als Automobilkaufmann?

Mit deiner Ausbildung als Automobilkaufmann bzw. Automobilkauffrau arbeitest du in Autohäusern oder in Kfz-Betrieben. Auch bei Automobilherstellern oder bei einem Automobilimporteur kannst du deine Fähigkeiten einsetzen.

Ausbildung zum Automobilkaufmann / zur Automobilkauffrau

Wie läuft die Ausbildung zum Automobilkaufmann ab?

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Automobilkaufmann? In deiner Ausbildung zum Automobilkaufmann bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Automobilkaufmann und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. 

Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung, am Ende der Ausbildung warten 3 schriftliche und eine mündliche Abschlussprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Automobilkaufmann.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Automobilkaufleute.

Art der Ausbildung

duale Ausbildung

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung möglich

Ausbildungsvergütung

826 - 944 €

Was lernt man in der Ausbildung als Automobilkaufmann?

Während deiner Ausbildung im Betrieb lernst du, wie du Fahrzeuge, Teile und Zubehör verkaufst. Der Betrieb vermittelt dir, was du bei Aufträgen, Verträgen und den Verkaufsgesprächen beachten musst. Außerdem lernst du, wie du die Vertriebssysteme unterscheidest und Preise richtig kalkulierst.

In der Berufsschule lernst du in den berufsspezifischen Fächern beispielsweise, wie du Neufahrzeuge disponierst, Verkaufsprozesse führst und die richtigen Finanzdienstleistungen anbietest. Außerdem stehen allgemeinbildende Fächer auf deinem Stundenplan, wie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon:

  • B wie Buchführung: Wie du im wahrsten Sinne des Wortes „Buch führst“ über Geschäftseinnahmen und -ausgaben, wird dir in der Ausbildung zum Automobilkaufmann bzw. zur Automobilkauffrau beigebracht.
  • K wie Kundendienst: Der Kunde ist König! Als angehender Automobilkaufmann lernst du, wie man Kunden durch gute Serviceleistungen zufriedenstellt und eine langfristige Kundenbindung herstellt.
  • L wie Lagerwirtschaft: Auch lagern will gelernt sein! In der Ausbildung erfährst du daher, wie man Warenlieferungen und Rechnungen prüft, Waren lagert und Inventuren durchführt.

Automobilkaufmann: Voraussetzungen für die Ausbildung

Hier zeigen wir dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind: Automobilkaufmann bzw. Automobilkauffrau kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Ungefähr die Hälfte der Azubis hat aber einen mittleren Schulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Die andere Hälfte der Azubis startet mit (Fach-)Abi in die Ausbildung. 6% der Schüler beginnen die Ausbildung mit Hauptschulabschluss.

Schulfächer

  • Deutsch
  • Wirtschaft
  • Mathe

Stärken

  • Eigeninitiative & Entscheidungsfreude
  • Überzeugungsfähigkeit
  • Neugierde & Lernbereitschaft

Arbeitsbedingungen

  • Umfeld: Büro
  • Feste Zeiten
  • Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Mit guten Noten in Deutsch, Wirtschaft und Mathe hast du sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Falls deine Noten in diesen Fächern nicht ganz so gut sind, hast du mit den passenden persönlichen Stärken trotzdem gute Aussichten und solltest es mit einer Bewerbung versuchen.

Am wichtigsten ist, dass du Eigeninitiative und Entscheidungsfreude mitbringst, also eigene Ideen einbringst und zielstrebig umsetzt. Als Automobilkaufmann ist es außerdem wichtig, dass du andere – beispielsweise Kunden – von Ideen und Produkten überzeugen und begeistern kannst. Daneben solltest du bereit sein, dein Wissen ständig zu erweitern und Interesse für neue Themen haben.

Automobilkauffrau ist ein kaufmännischer Beruf, in dem du in der Regel sehr viel im Büro tätig bist. Meist kannst du mit festen Arbeitszeiten rechnen, Dienstreisen kommen nur in seltenen Fällen vor.

Aber Automobilkaufmann ist nicht gleich Automobilkaufmann. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Autohaus, wo der Schwerpunkt eher im Verkauf liegt, hast du besonders viel Kundenkontakt und bist vorwiegend im Umfeld Laden & Geschäft tätig, bei einem großen Automobilkonzern sind statt festen Arbeitszeiten möglicherweise flexible Zeiten üblich. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie viel verdient man als Automobilkaufmann in der Ausbildung?

Als Automobilkaufmann bzw. Automobilkauffrau kannst du in der Ausbildung mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 826 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 868 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 944 Euro

Du möchtest mehr über den Lohn als Automobilkaufmann erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Automobilkaufmann / zur Automobilkauffrau zu mir?

Du bist gut geeignet für den Beruf Automobilkaufmann, wenn

  • du technisch interessierst bist
  • du dich sprachlich gut ausdrücken kannst
  • du kontaktfreudig bist
  • du gerne mit Zahlen jonglierst

Du bist eher weniger geeignet, wenn

  • du keinen Kundenkontakt möchtest
  • du dich nicht für Fahrzeuge interessierst
  • du lieber handwerklich arbeitest
  • du keine kaufmännischen Tätigkeiten magst
Wie gut passt der Beruf Automobilkaufmann zu dir?
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Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt oder Fachwirt. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Studiengängen BWL oder Automobilwirtschaft. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Automobilkaufmann / zur Automobilkauffrau

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um beispielsweise neue Entwicklungen in Bereichen wie Groß- und Einzelhandel, Rechnungswesen, Marketing oder Vertrieb kennenzulernen.

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen. Hierfür kannst du eine Weiterbildung zum Betriebswirt - Kraftfahrzeuge, Fachwirt - Handel oder zum Fachwirt - Marketing anschließen. 

Auch der Weg über ein Studium eignet sich. Passende Studiengänge sind:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Automobilkaufmann

Neue, sparsame Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit Elektromotoren? Als Automobilkaufmann hast du sie alle im Sortiment. Mit deiner Beratung kannst du beim Kauf auf nachhaltige Fahrzeuge hinweisen. Dafür benötigst du jedoch fachkundiges Wissen, um die Mobilitätswende mit deiner Beratung voranzubringen. Und die Zukunft? Der Automobilmarkt boomt weiterhin und Kunden wünschen sich kompetente Ansprechpartner und eine ausführliche Beratung. Für dich bedeutet das gute Zukunftsaussichten.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Automobilkaufmann und Kunden" © goodluz / Fotolia; „Automobilkaufmann präsentiert Kunden neue Fahrzeuge" ©alfa27 - stock.adobe.com; „Beratung von Kunden" ©Andrei Kuchmiy - stock.adobe.com; „Finanzierungsangebote ausarbeiten" ©Prostock-studio - stock.adobe.com; „Arbeit im Verkaufsraum" ©Seventyfour - stock.adobe.com; „Verträge mit Kunden durchgehen" ©Kzenon - stock.adobe.com