Kellner / Kellnerin
Gehalt & Verdienst
Kunden glücklich machen und die Schicht mit einem guten Gefühl beenden? Das ist als Kellner durchaus möglich. Noch besser wäre es, wenn das Gehaltskonto am Ende des Monats genauso gut gefüllt ist wie der Magen deiner Gäste, oder? Wie hoch das Kellner Gehalt ist, liest du hier.
Wie viel verdient man als Kellner (m/w/d) in der Ausbildung?
Kellnern kannst du mit einer Ausbildung als Restaurantfachmann oder Hotelfachmann. Aber auch als Fachkraft für Gastronomie oder Fachmann für Systemgastronomie kommen Servicedienstleistungen wie das Kellnern auf dich zu. Je nachdem, ob du eine 2- oder 3-jährige Ausbildung machst, hat das auch Einfluss auf dein durchschnittliches Kellner Gehalt.
Als Restaurantfachmann kannst du beispielsweise eine monatliche Vergütung von 1.000 bis 1.200 Euro erwarten. Genaue Zahlen findest du auf unserer Seite zum Restaurantfachmann Gehalt.
Machst du eine Ausbildung, um später als Kellner zu arbeiten, kannst du schon während dieser Ausbildungszeit mit einem regelmäßigen Gehalt rechnen. Das Kellner oder Kellnerin Gehalt hängt während der Ausbildung davon ab, welchen Beruf du genau erlernst und in welchem Betrieb. Je nach Arbeitgeber, Region und möglicherweise geltenden Tarifverträgen können Kellner hier unterschiedlich viel verdienen.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erfasst die Ausbildungsvergütungen von Azubis in unterschiedlichen Bereichen. Unten siehst du, wie hoch das durchschnittliche Ausbildungsgehalt in den genannten Gastro-Berufen ist.
Aufgepasst: Was bedeuten diese Zahlen? Diese Zahlen sind Durchschnittswerte. Dein tatsächliches Azubi-Gehalt kann also auch unter diesen Beträgen liegen! Tipp: Einige Unternehmen geben in ihren Stellenanzeigen die konkrete Ausbildungsvergütung an. Informiere dich also auch im Stellenmarkt über dein Einkommen in der Ausbildung:
Hast du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und arbeitest als Restaurantfachmann oder Servicekraft in einem Gastronomiebetrieb, erhältst du ein höheres Gehalt als noch während der Lehrzeit. Wie schon während der Ausbildung ist dein Kellner Gehalt abhängig vom Betrieb, in dem du arbeitest. Unternehmensgröße und Standort gehören genauso zu den Einflussfaktoren wie die Bindung an einen Tarifvertrag.
Ausnahmen: Ungelernte Servicekräfte oder Aushilfen werden oft schlechter bezahlt als Mitarbeiter mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Service. Trotzdem gilt für Kellner, dass hier der jeweils geltende Mindestlohn gezahlt werden muss.
Wie viel verdient ein Kellner beim Berufseinstieg?
Das Einstiegsgehalt als Kellner liegt oft bei 2.400 Euro im Monat. Mit mehr Berufserfahrung sind hier Steigerungen möglich, allerdings nicht so stark wie in anderen Berufen.
Mehr Gehalt bekommen Kellner vor allem dann, wenn sie sich weiterbilden. Als Restaurantleiter mit Führungsverantwortung liegt das Durchschnittsgehalt bei 3.300 Euro.
Beispielhafte tarifliche Einstiegsgehälter in verschiedenen Branchen:
Wie viel verdient ein Kellner im Hotel- und Gaststättengewerbe?
Wirst du als Kellner nach dem Tarifvertrag des Hotel- und Gaststättengewerbes bezahlt, kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 2.400 bis 3.300 Euro rechnen.
Was verdient eine Kellnerin in der Systemgastronomie?
Steigst du als Kellnerin in der Systemgastronomie ein, erwartet dich ein Einstiegsgehalt von 2.700 bis 3.000 Euro.
Auch wenn mittlerweile in Deutschland flächendeckend der Mindestlohn gilt, ist das Trinkgeld noch immer eine wichtige Einkommenssäule für Kellner. Schon in der Ausbildung kann das Trinkgeld für Kellner in einigen Betrieben das Ausbildungsgehalt erreichen oder sogar übersteigen. Dabei ist das Trinkgeld eine freiwillige Leistung des Gastes – Kellner, die guten Service bieten, können ihr Gehalt also tatsächlich durch eigene Leistung steigern. In Deutschland sind 10 Prozent des Rechnungsbetrags ein übliches Trinkgeld. Je nach Arbeitgeber kann es aber natürlich auch sein, dass Gäste dem Kellner durchschnittlich deutlich mehr oder weniger Trinkgeld geben – in der gehobenen Gastronomie wird beispielsweise auch gehobener Service erwartet und entsprechend entlohnt.
Steuern: Wer als Kellner angestellt ist und von seinen Gästen oder Kunden freiwillig Trinkgeld erhält, muss das nicht versteuern. Das Trinkgeld steht dabei auch in Gänze dem Mitarbeiter zu. Das gilt auch, wenn das Trinkgeld mit dem restlichen Rechnungsbetrag per Karte bezahlt wird. Zwar können sich alle Mitarbeiter darauf einigen, das Trinkgeld zu teilen (beispielsweise der Service mit der Küche), zwingen darf einen der Arbeitgeber aber nicht dazu. Genauso wenig darf der Chef einen Betrag vom Trinkgeld einbehalten, beispielsweise als „Kaution“ für eventuellen Glasbruch.
Mit mehr Berufserfahrung steigt dein Gehalt als Kellner meistens Schritt für Schritt. Als Berufsanfänger liegst du oft nur knapp über dem Mindestlohn, aber es kommen Zuschläge und Trinkgeld dazu. Arbeitest du lange im gleichen Betrieb, kannst du als Kellner Schichtleiter werden und mehr verdienen. Tarifverträge, Standort und Betriebsgröße spielen zusätzlich eine große Rolle für dein Einkommen.
Als Kellner hängen zusätzliche Leistungen stark vom Betrieb und Tarifvertrag ab. In manchen Restaurants, Hotels oder Ketten gibt es Weihnachtsgeld, seltener auch Urlaubsgeld oder ein 13. Monatsgehalt. Besonders wichtig ist aber das Trinkgeld, das dein Einkommen spürbar erhöhen kann.
Ja, über Spezialisierung kannst du dein Gehalt als Kellner deutlich verbessern. Wenn du dich zum Beispiel in der Weinberatung, als Barkeeper oder im Service eines gehobenen Restaurants weiterbildest, steigt oft der Lohn. Übernimmst du als Kellner zusätzlich Aufgaben wie Teamleitung, Kassenverantwortung oder Planung von Veranstaltungen, hast du gute Chancen auf mehr Geld und bessere Arbeitszeiten.
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