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Kellner / Kellnerin
Gehalt & Verdienst

Kellnerin bei der Arbeit
Kellnerin bei der Arbeit

Kunden glücklich machen und die Schicht mit einem guten Gefühl beenden? Das ist als Kellner durchaus möglich. Noch besser wäre es, wenn das Gehaltskonto am Ende des Monats genauso gut gefüllt ist wie der Magen deiner Gäste, oder? Wie hoch das Kellner Gehalt ist, liest du hier.

Gehalt Kellner: So viel verdienen Kellner in Ausbildung

Machst du eine Ausbildung, um später als Kellner zu arbeiten, kannst du schon während dieser Ausbildungszeit mit einem regelmäßigen Gehalt rechnen. Das Kellner oder Kellnerin Gehalt hängt während der Ausbildung davon ab, welchen Beruf du genau erlernst und in welchem Betrieb. Je nach Arbeitgeber, Region und möglicherweise geltenden Tarifverträgen können Kellner hier unterschiedlich viel verdienen.

Kellnern kannst du mit einer Ausbildung als Restaurantfachmann oder Hotelfachmann. Aber auch als Fachkraft im Gastgewerbe oder Fachmann bzw. Fachfrau für Systemgastronomie kommen Servicedienstleistungen wie das Kellnern auf dich zu. Je nachdem, ob du eine 2- oder 3-jährige Ausbildung machst, hat das auch Einfluss auf dein durchschnittliches Kellner Gehalt.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erfasst die Ausbildungsvergütungen von Azubis in unterschiedlichen Bereichen. Unten siehst du, wie hoch das durchschnittliche Ausbildungsgehalt in den genannten Gastro-Berufen ist.

* Zahlen beziehen sich nur auf alte Bundesländer Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Ausbildungsvergütungen, Durchschnittliche tarifliche Vergütungen 2020

Wie viel verdient ein Kellner?

Hast du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und arbeitest als Restaurantfachmann oder Servicekraft in einem Gastronomiebetrieb, erhältst du ein höheres Gehalt als noch während der Lehrzeit. Wie schon während der Ausbildung ist dein Kellner Gehalt abhängig vom Betrieb, in dem du arbeitest. Unternehmensgröße und Standort gehören genauso zu den Einflussfaktoren wie die Bindung an einen Tarifvertrag.

Ausnahmen: Ungelernte Servicekräfte oder Aushilfen werden oft schlechter bezahlt als Mitarbeiter mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Service. Trotzdem gilt für Kellner, dass hier der jeweils geltende Mindestlohn gezahlt werden muss.

Das Einstiegsgehalt als Kellner liegt oft bei unter 2.000 Euro im Monat. Mit mehr Berufserfahrung sind hier Steigerungen möglich, allerdings nicht so stark wie in anderen Berufen. 

Beispielhafte tarifliche Einstiegsgehälter in verschiedenen Branchen:

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* Zahlen beziehen sich nur auf alte Bundesländer Quelle: Tarifverträge verschiedener Branchen, Bruttogrundvergütungen (monatlich), Stand der Auswertung: 2021

Mehr Gehalt bekommen Kellner vor allem dann, wenn sie sich weiterbilden. Als Restaurantleiter mit Führungsverantwortung liegt das Durchschnittsgehalt bei 2.800 Euro.

Trinkgeld für Kellner

Auch wenn mittlerweile in Deutschland flächendeckend der Mindestlohn gilt, ist das Trinkgeld noch immer eine wichtige Einkommenssäule für Kellner. Schon in der Ausbildung kann das Trinkgeld für Kellner in einigen Betrieben das Ausbildungsgehalt erreichen oder sogar übersteigen. Dabei ist das Trinkgeld eine freiwillige Leistung des Gastes – Kellner, die guten Service bieten, können ihr Gehalt also tatsächlich durch eigene Leistung steigern. In Deutschland sind 10 % des Rechnungsbetrags ein übliches Trinkgeld. Je nach Arbeitgeber kann es aber natürlich auch sein, dass Gäste dem Kellner durchschnittlich deutlich mehr oder weniger Trinkgeld geben – in der gehobenen Gastronomie wird beispielsweise auch gehobener Service erwartet und entsprechend entlohnt.

Steuern: Wer als Kellner angestellt ist und von seinen Gästen oder Kunden freiwillig Trinkgeld erhält, muss das nicht versteuern. Das Trinkgeld steht dabei auch in Gänze dem Mitarbeiter zu. Das gilt auch, wenn das Trinkgeld mit dem restlichen Rechnungsbetrag per Karte bezahlt wird. Zwar können sich alle Mitarbeiter darauf einigen, das Trinkgeld zu teilen (beispielsweise der Service mit der Küche), zwingen darf einen der Arbeitgeber aber nicht dazu. Genauso wenig darf der Chef einen Betrag vom Trinkgeld einbehalten, beispielsweise als „Kaution“ für eventuellen Glasbruch. 

Weitere Infos

Bildnachweis: „Kellnerin mit Kartenlesegerät" © Flamingo Images - stock.adobe.com