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Fachmann für Systemgastronomie – Ausbildung & Beruf

„Pommesschüttler“, „Milchshake-Rührer“ oder „Burgerbrater“? NEIN! Als Fachmann für Systemgastronomie bist du mehr als diese Vorurteile und kümmerst dich darum, dass dein Restaurant läuft. 

Was macht ein Fachmann für Systemgastronomie?

Als Fachmann für Systemgastronomie stellst du sicher, dass die Standards deiner Restaurantkette in deiner Filiale eingehalten und korrekt umgesetzt werden. Dazu überwachst und organisierst du sämtliche Bereiche des Restaurants und die Regelung der Arbeitsabläufe in Einkauf, Lagerhaltung, Küche, Service und Verkauf. Darüber hinaus übernimmst du die Personalplanung, die Qualitätskontrolle der Produkte und die Umsetzung von Marketingmaßnahmen. Aber auch die Betreuung von Gästen, die Aufnahme von Bestellungen und Reklamationen gehören zu deinen Aufgaben als Fachmann für Systemgastronomie.

Nach der Systemgastronomie-Ausbildung kannst du in Selbstbedienungsrestaurants, bei Fast-Food-Ketten, in Gaststätten und Restaurants, in Betriebskantinen und bei Catering-Unternehmen tätig sein. Dort arbeitest du in allen Arbeitsbereichen, wie Verkaufsraum, Büro, Küche und Lager.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Systemgastronomie-Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann stellst du dir bestimmt die Frage: Wie kann ich Fachmann für Systemgastronomie werden? In deiner Ausbildung bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Konkrete Aufgaben übernimmst du im Betrieb und lernst so die praktische Seite des Berufsbildes Fachmann für Systemgastronomie kennen. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Deine Aufgaben und Tätigkeiten während der Ausbildung hältst du in einem Berichtsheft fest. Es dient als Ausbildungsnachweis und wird regelmäßig von deinem Ausbilder kontrolliert.

Nach dem 1. Ausbildungsjahr findet eine Zwischenprüfung statt. Am Ende deiner Systemgastronomie-Ausbildung folgt dann die Abschlussprüfung. Sie besteht aus einem praktischen Teil und schriftlichen Prüfungen. Nach Bestehen deiner Prüfungen darfst du dich staatlich anerkannter Fachmann für Systemgastronomie nennen.

Nach Abschluss deiner Systemgastronomie-Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Restaurantmeister oder zum Fachwirt für Gastgewerbe. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen BWL oder Hotel- und Tourismusmanagement.

Fachmann für Systemgastronomie: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
22%
Mittlere Reife
38%
Hauptschulabschluss
35%
Kein Abschluss
5%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Deutsch
Mathe
Englisch

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt & Genauigkeit
Durchhaltevermögen
Selbstorganisation

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Gastronomie
Sonn- und Feiertagsarbeit
Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Fachmann für Systemgastronomie kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die Mehrheit der Azubis besitzt einen Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Hauptschulabschluss und (Fach-)Abitur. Ein kleiner Teil beginnt die Ausbildung ohne Abschluss.

Für die Systemgastronomie-Ausbildung sind gute Noten in Mathe von Vorteil, z.B. bei der Rechnungserstellung oder beim Kassieren. Außerdem kannst du mit guten Leistungen in Deutsch und Englisch auf alle Fälle punkten, z.B. beim Kontakt mit internationalen Gästen. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten bei diesem Beruf ist, dass du über eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise verfügst, vor allem um Hygienestandards einzuhalten. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Fachleuten für Systemgastronomie wünschen, sind Durchhaltevermögen sowie eine gute Selbstorganisation, z.B. beim eigenständigen Arbeiten.

Fachmann für Systemgastronomie ist ein Beruf im Gastgewerbe, sodass dein Arbeitsumfeld z.B. eine Fast-Food-Kette ist. Du arbeitest auch an Sonn- und Feiertagen und hast viel Kontakt mit Menschen.  

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Cateringunternehmen kannst du auch abends arbeiten z.B. bei einer großen Veranstaltung. In einer Raststätte dagegen arbeitest du zum Teil mit deinen Kollegen im Schichtdienst zusammen. Du solltest dir daher genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Kellnerin" © @2008 Golden Pixels LLC / Fotolia