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Koch – Ausbildung & Beruf

Was haben Tim Mälzer, Jamie Oliver, Alfons Schuhbeck und Sarah Wiener gemeinsam? Sie sind mitverantwortlich, dass der Beruf des Kochs zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland zählt.

Was macht ein Koch?

In der Ausbildung zum Koch schwingst du nicht nur die Pfanne hinter dem Herd, du planst auch Menüs, sorgst dafür, dass die Speisen rechtzeitig fertig sind, stellst Personal- und Speisepläne auf, kümmerst dich um die Einkäufe und deren fachgerechte Lagerung. Darüber hinaus sorgst du für Ordnung und Sauberkeit in der Küche, und natürlich kochst du auch.

Nach der Ausbildung zum Koch arbeitest du in den Küchen von Restaurants, Hotels, Kantinen, Krankenhäusern oder Catering-Firmen, aber auch auf größeren Ausflugs- und Kreuzfahrtschiffen. Oder sogar prominent im TV als Fernsehkoch...

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb), auch schulisch möglich

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Koch? Deine Ausbildung zum Koch ist in der Regel dual aufgebaut, das heißt du bist im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Koch und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. Die Ausbildung zum Koch kann allerdings auch schulisch sein, das heißt du lernst hauptsächlich an einer Berufsfachschule oder ähnlichen Bildungseinrichtung und hast Praxisphasen im Betrieb.

Beim dualen Aufbau absolvierst du nach dem ersten Ausbildungsjahr eine praktische Zwischenprüfung, am Ende der Ausbildung warten eine schriftliche und eine praktische Abschlussprüfung auf dich. Im praktischen Teil der Abschlussprüfung bereitest du ein 3-gängiges Menü für 6 Personen zu, präsentierst es und führst ein gastorientiertes Gespräch. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Koch.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Koch.

Ausbildungslexikon Koch

Das lernst du in der Ausbildung zum Koch:

  • A wie À la Carte-Geschäft: Molekularküche oder Hausmannskost? Du erstellst die Speisekarte und bestimmst, welche Gerichte bei den Gästen auf den Teller kommen.
  • E wie Esskultur: Ob Haute cuisine oder gut-bürgerlicher Landgasthof: Je nach Betrieb gelten verschiedene Standards und Umgangsformen, als Koch betreust du daher die unterschiedlichsten Gäste.
  • P wie Präsentationsformen: Das Auge isst mit! Daher lernst du nicht nur die Zubereitung der Speisen, sondern auch das Anrichten und die fachgerechte Präsentieren deiner Kreationen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Küchenmeister oder Gastronom. Aber auch ein Studium kannst du anschließen, zum Beispiel im Bereich Ernährungswissenschaft, Lebensmitteltechnologie oder Hotel- und Tourismusmanagement.

Koch: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind. Dazu haben wir uns Stellenanzeigen unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe angeschaut:

Welcher Schulabschluss wird von Arbeitgebern gewünscht?

Abitur / Fachabitur
0%
Mittlere Reife
28%
Hauptschulabschluss
48%
Beliebiger Abschluss
24%
Quelle: Eigene Auswertung von Stellenanzeigen auf AZUBIYO.de (Stand: Dezember 2016)

Wichtig sind gute Noten in:

30% Deutsch
15% Englisch
27% Mathe

Die 3 wichtigsten Stärken:

1
Neugierde & Lernbereitschaft
2
Sorgfalt & Genauigkeit
3
Durchhaltevermögen

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Gastronomie
Sonn- und Feiertagsarbeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Köchin bzw. Koch kannst du mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Ausbildungsbetriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss oder sogar die Mittlere Reife. Für 24% der Arbeitgeber ist dein Abschluss nicht relevant.

Für ein Drittel der Ausbildungsbetriebe sind gute Noten in Deutsch und Mathe wichtig. Nur 15% legen Wert auf gute Englischkenntnisse. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und Neugierde für die Ausbildung zum Koch mitbringst. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Köchen wünschen, sind Durchhaltevermögen, auch wenn es mal stressig wird, und eine genaue, sorgfältige Arbeitsweise.

Dein Arbeitsumfeld als Koch ist die Gastronomie, du bist zum Beispiel in Restaurants, Hotels, aber auch auf Kreuzfahrtschiffen oder in Krankenhaus-Kantinen beschäftigt. Dienstreisen kommen in der Regel nicht vor, aber mit Schichtdienst oder Sonn- und Feiertagsarbeit musst du auf jeden Fall rechnen.

Aber Koch ist nicht gleich Koch. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Restaurant hast du zum Beispiel feste Aufgaben und bist eventuell nur für die Soßen zuständig, während du in einem kleinen Cateringunternehmen alle Speisen alleine auf die Teller zauberst. Oder du bist in einer Fabrik angestellt, die Fertigprodukte herstellt, dann sehen deine Aufgaben wieder anders aus. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

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Bildnachweis: „Köchin gibt Olivenöl in eine Pfanne" © Kzenon / Shutterstock.com