Datenschutzbeauftragter / Datenschutzbeauftragte
Gehalt & Verdienst
Du möchtest verhindern, dass personenbezogene Daten von Unbefugten eingesehen werden können? IT-Sicherheit findest du spannend und du möchtest ein neues Aufgabenfeld übernehmen? Als Datenschutzbeauftragter kannst du genau das tun – doch besser bezahlt wird das nicht immer.
Datenschutzbeauftragter ist kein Ausbildungsberuf und nicht in allen Firmen finden sich genug Aufgaben, um die Tätigkeit in Vollzeit auszuführen. Um deine Arbeit gut zu machen, solltest du dennoch eine Weiterbildung machen, die mit einer Prüfung und einem Zertifikat abschließt.
Kosten statt Gehalt: Weiterbildungen im Bereich Datenschutz sind kostenpflichtig. Je nach Bildungsanbieter kostet der Lehrgang etwa zwischen 1.450 und 3.000 Euro. Die Gebühren sollte im Idealfall dein Arbeitgeber übernehmen. Schließlich muss oder möchte er einen Datenschutzbeauftragten benennen.
Viele Ausbildungen zum Datenschutzbeauftragten dauern nur wenige Tage. Du kannst sie in Vollzeit oder Teilzeit absolvieren. Manche Kurse finden auch online, also ohne Präsenzpflicht, statt. Ist die Weiterbildung beruflich bedingt, sollte dein Arbeitgeber dich dafür bezahlt freistellen. Bei dem privaten Wunsch nach einer Fortbildung im Bereich Datenschutz kannst du in vielen Bundesländern Bildungsurlaub nehmen. Bis zu 5 Tage sind hier pro Jahr möglich.
Du musst während der Ausbildung also nicht mit Verdienstausfall rechnen, sondern kannst deinem Job normal weiter nachgehen.
Wie viel verdient man als Datenschutzbeauftragter?
Wie hoch das Gehalt als Datenschutzbeauftragter ist, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Übernimmst du diese Aufgabe „nur“ zusätzlich im Unternehmen, also neben deiner eigentlichen Position, gibt es manchmal einen kleinen Bonus dafür – in vielen Fällen bleibt dein Gehalt aber gleich. Schließlich wird die Arbeit auch nicht mehr, sondern du wirst in einem bestimmten Rahmen von deinen bisherigen Aufgaben freigestellt.
Interne Datenschutzbeauftragte, die diese Position in Vollzeit ausfüllen, gibt es in vielen Unternehmen. In mittleren und größeren Betrieben sind sie genauso gefragt wie bei Banken, Versicherungen oder in Krankenhäusern. Das Datenschutzbeauftragter Gehalt variiert zwischen 3.229 und 4.270 Euro im Monat. Berufseinsteiger verdienen eher weniger, aber mit Erfahrung und Fachwissen kannst du hier ein solides Gehalt verdienen.
Boni und Gratifikationen: Nicht alle Firmen bezahlen dir nur die 12 Monatsgehälter. Manchmal kommen noch Weihnachts- und Urlaubsgeld dazu. Auch über die Anzahl der Urlaubstage oder Essenszulagen versuchen Firmen, gute Mitarbeiter an sich zu binden. Üblich sind in einigen Unternehmen auch ein Diensthandy, ein Mitarbeiter-Laptop oder betriebliche Altersvorsorge.
Nicht alle Unternehmen beschäftigen einen Inhouse-Datenschutzbeauftragen. Rechtlich ist es auch möglich, externe Datenschutzbeauftragte zu bestellen. Manche Firmen haben sich auf diese Dienstleistung spezialisiert, andere Datenschutzbeauftragte arbeiten auf selbstständiger Basis. Üblich ist hier ein Stundensatz zwischen 80 und 180 Euro, aber auch Stundensätze über 200 Euro sind keine Seltenheit. Gerade Freiberufler arbeiten oft aber nicht 8 Stunden pro Tag an 5 Tagen in der Woche an bezahlten Projekten. Ihre Zeit müssen sie auch für Akquise und Buchhaltung sowie Weiterbildung nutzen. Der Verdienst als Datenschutzbeauftragter ist hier also nicht festgelegt, sondern hängt von der Auftragslage und der eigenen Arbeitsleistung ab.
Mit wachsender Berufserfahrung steigt dein Gehalt als Datenschutzbeauftragter Schritt für Schritt an. In den ersten Jahren liegst du meist im unteren Bereich, sammelst Routine und übernimmst erste Projekte. Später kommen Leitungsaufgaben, mehr Verantwortung und oft eine höhere Eingruppierung dazu. In kleinen Firmen verdienst du meist weniger als ein erfahrener Datenschutzbeauftragter in einem großen Unternehmen.
Typische Extras wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld bekommst du als Datenschutzbeauftragter oft über Tarifverträge oder freiwillige Leistungen. Häufig gibt es auch Boni, zum Beispiel für Projekterfolge oder besondere Aufgaben. Ein Datenschutzbeauftragter profitiert außerdem von Benefits wie betrieblicher Altersvorsorge, Zuschüssen zum Ticket für den Arbeitsweg oder Essenszuschüssen sowie zusätzlichen freien Tagen. Manchmal kommen auch Fortbildungsbudgets dazu.
Ja, durch Spezialisierung kannst du dein Gehalt als Datenschutzbeauftragter deutlich verbessern. Besonders gefragt sind Kenntnisse in IT-Sicherheit, Cloud-Lösungen, Datenanalyse und in bestimmten Branchen. Ein Datenschutzbeauftragter, der Schulungen hält, Audits begleitet oder große Projekte steuert, kann oft besser verhandeln. Zertifikate und Weiterbildungen stärken deine Position und machen dich auf dem Arbeitsmarkt attraktiver.
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