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Fotograf – Ausbildung & Beruf

Es gibt welche vom Mond, von Marylin Monroe, vom Kölner Dom und sogar von Mozarts Frau, Constanze Weber – Fotos! Bestimmt hat jeder schon einmal eines gemacht, und wie es geht, weiß der Experte.

Was macht ein Fotograf?

Fotografen machen Fotos, entweder auf die klassische, herkömmliche Art oder digital. Sie fotografieren u.a. Personen, Objekte oder Landschaften. Welches aber genau ihr Motiv ist, hängt davon ab, auf welchen Bereich sie sich spezialisiert haben. Unabhängig von deiner Spezialisierung erfährst du ganz allgemein, wie man ein Bild richtig plant, du lernst Farben und Licht gezielt einzusetzen und Personen oder Requisiten optisch ansprechend zu positionieren.

Die Ausbildung wird in 4 verschiedenen Schwerpunkten angeboten: Porträtfotografie, Produktfotografie, Industriefotografie und Architektur- und Wissenschaftsfotografie.
In der Fachrichtung Porträtfotografie steht die klassische Fotografie von Personen im Mittelpunkt. Im Schwerpunkt Produktfotografie spezialisierst du dich auf die Darstellung von Produkten, zum Beispiel im Rahmen von Marketingmaßnahmen. In der Industrie- und Architekturfotografie lernst du zum Beispiel, wie du Bauwerke ablichtest und dabei die Witterungsverhältnisse beachtest. Und im Schwerpunkt Wissenschaftsfotografie geht es um die Erstellung von Fotos zu wissenschaftlichen Zwecken und die Anwendung spezieller Verfahren, wie zum Beispiel UV-Fotografie.

Später kannst du nicht nur in Fotostudios arbeiten, sondern unter anderem auch bei Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen. Außerdem arbeiten Fotografen in Werbe- und Medienagenturen oder sind im Fotoeinzelhandel tätig.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon.

Das lernst du in der Ausbildung zum Fotograf:

  • A wie Aufnahmegerät: Arbeitsgerät Kamera: Nur wer sein Werkzeug perfekt beherrscht, ist ein guter Fotograf. In der Ausbildung lernst du, wie du mit Kamera, Objektiven und Bildaufzeichnungssystemen die besten Ergebnisse erzielst.
  • B wie Beleuchtung: Fotografie (griech.) heißt nichts anderes als „Zeichnen mit Licht“. Daher lernst du als Fotograf, wie du deine Motive per Blitzlicht, Tageslicht und Lampen ins rechte Licht setzt.
  • K wie Kundenberatung: Bauch rein, Brust raus und den Kopf leicht schräg! Als Fotograf hilfst du Kunden dabei, sich richtig in Pose zu werfen, berätst bei der Wahl des richtigen Bildformats und der Auswahl des schönsten Passfotos.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungsverordnung für Fotografen.

Fotograf Ausbildung: Ausbildungsvergütung & Steckbrief

Bei der Fotograf Ausbildung handelt es sich um eine duale Ausbildung. Du bist also im Wechsel in der Berufsschule und im Betrieb, z.B. Fotostudio oder Verlag. In der Regel dauert die Ausbildung 3 Jahre, kann aber guten Leistungen auf 2-2,5 Jahre verkürzt werden. Hier findest du Infos zur Ausbildungsverkürzung.

Die zuständige Stelle ist die HWK. Du legst also vor der Handwerkskammer deine Prüfungen ab und bekommst dein Zeugnis.

Art der Ausbildung

duale Ausbildung

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 600-750 €

Weitere Infos zur Ausbildungsvergütung im 2. und 3. Ausbildungsjahr sowie zum Einstiegsgehalt findest du auf der Gehaltsseite.

Fotograf: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind.

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
47%
Mittlere Reife
42%
Hauptschulabschluss
10%
Kein Abschluss
1%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Fotograf kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Etwa die Hälfte der Azubis hat aber Abitur oder Fachabitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ermittelt hat. Ein großer Teil startet mit einem mittleren Abschluss in die Ausbildung und ein kleiner Prozentsatz hat den Hauptschulabschluss. Ohne Abschluss wirst du dich schwer tun, eine Ausbildungsstelle zu finden, unmöglich ist es aber nicht.

Hilfreich sind gute Noten in:

Kunst
Physik
Mathe

3 wichtige Stärken:

Gestalterische Fähigkeiten
Handwerklich-technisches Geschick
Neugierde & Lernbereitschaft

Mit guten Noten in Kunst kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten. Auch gute Physik- und Mathekenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss.

Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst. Angehende Fotografen sollten kreativ sein und gestalterische Fähigkeiten haben, genauso wie handwerkliches Geschick und technisches Verständnis im Umgang mit Kamera und sonstigen Geräten. Auch Neugierde und die Bereitschaft sein Fachwissen ständig zu erweitern, sind wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf.

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Laden, Geschäft
Flexible Zeiten, Gleitzeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

Viele Fotografen sind bei Fotostudios oder im Fotofachhandel beschäft. Daher ist das häufigste Arbeitsumfeld als Fotograf der Laden bzw. das Geschäft. Häufig haben Fotografen flexible Arbeitszeiten und Dienstreisen nur in Ausnahmefällen.

Aber Fotograf ist nicht gleich Fotograf. Deine Arbeitsbedingungen können auch ganz anders aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Foto-Studio hast du viel mit Kunden zu tun und arbeitest wahrscheinlich mit wenigen Kollegen zusammen. Als angestellter Fotograf in einem Verlag oder bei einer Werbeagentur stehst du dagegen nicht im Kundenkontakt und arbeitest mit einem mehr oder weniger großen Team zusammen. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Fotograf bzw. Fotografin? Deine Ausbildung als Fotograf ist dual, also zweigeteilt, aufgebaut, sodass du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule bist. Im Ausbildungsbetrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Fotograf und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt.

Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Im zweiten Ausbildungsjahr legst du eine Zwischenprüfung ab, deine Gesellenprüfung findet am Ende der Ausbildung statt. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Fotograf.

Nach Abschluss deiner Fotografenausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fotografenmeister, Fachwirt für Medien, Fotodesigner oder Techniker für Foto- und Medientechnik. Du könntest aber auch ein Studium an deine Ausbildung als Fotograf anschließen. Mögliche Studiengänge sind Fotografie, Medientechnik oder Medienwissenschaft.

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Bildnachweis: „Frau mit Kamera" © Pavels Hotulevs / Shutterstock.com