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Hausmeister / Hausmeisterin
Gehalt & Verdienst

Hausmeister / Hausmeisterin
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Was verdient ein Hausmeister und wovon hängt sein Gehalt ab? Dieser Artikel liefert dir die Antworten.

Gehalt Hausmeister in der Ausbildung

Möchtest du Hausmeister werden, musst du wissen, dass es keine klassische Berufsausbildung dafür gibt. Wenn du aber bereits eine handwerklich-technische Ausbildung gemacht hast, kannst du ent­weder quereinsteigen oder im Rahmen einer beruflichen Weiter­bildung wichtige Kompetenzen für den Beruf erwerben.

Im Gegensatz zu vielen Berufsausbildungen, erhältst du für Seminare, Lehrgänge oder die folgenden Hausmeister Weiterbildungen keine Ausbildungsvergütung:

  • Technischer Hauswart bzw. Technischer Hausmeister
  • Fachkraft für Gebäudetechnik & Hausmeisterdienste
  • Fachwirt für Facility Management

Lehrgangs- und Prüfungsgebühren musst du selbst zahlen. Darüber hinaus können Kosten für Arbeitsmaterial, Beförderung und Unterkunft anfallen. Die gute Nachricht ist: Du kannst dich unter bestimmten Voraussetzungen durch ein Aufstiegs-BAföG oder mit einem Stipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) fördern lassen.

Für die Hausmeister Ausbildung bekommst du keine Ausbildungsvergütung. Lehr­gangs­gebühren und anfallende Kosten musst du selbst übernehmen.

Ausbildungsvergütung in handwerklich-technischen Berufen

Eine Berufsausbildung in einem Technik- oder Handwerksberuf wie Tischler, Elektroniker oder Anlagenmechaniker bildet eine solide Grundlage für deinen Werdegang als Hauswart bzw. Haus­meister. 

In unserem Gehaltscheck kannst du verschiedene tarifliche Ausbildungsvergütungen auswählen. Klicke dich durch und erfahre, wie sich die Ausbildungsgehälter unterscheiden.

* Zahlen beziehen sich nur auf alte Bundesländer Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Datenbank Ausbildungsvergütungen, Durchschnittliche tarifliche Vergütungen 2020

Was verdient ein Hausmeister im Beruf?

Wie sieht das Gehalt Hausmeister im Beruf aus? Es ist nicht leicht, darüber eine allgemeine Aussage zu treffen, denn mehrere Faktoren spielen eine Rolle. Zudem gibt es keinen einheitlichen Bildungsweg und die Stellen unterscheiden sich sehr stark.

Laut Bundesagentur für Arbeit erhalten Hausmeister in Deutsch­land ein statistisches mittleres Einkommen von 2.924 Euro. Aber aufgepasst! Dieser Wert dient nur zur groben Orientierung. Im Einzelfall hat er wenig Aussagekraft. Wovon hängt also dein Hausmeister Gehalt ab? 

Natürlich spielen deine fachlichen Qualifikationen und Berufserfahrung eine wichtige Rolle. Eine Weiter­bildung zum Technischen Hauswart oder Fachwirt für Facility Manage­­ment beschert dir einen Ver­dienst von 3.150 Euro bis 3.800 Euro brutto monatlich. Über 5.000 Euro sind mit einem abgeschlossenen Studium Facility-Management, Technisches Gebäudemanagement für dich drin.

Auch die Branche beeinflusst dein Hausmeister Gehalt. Im öffentlichen Dienst erhältst du eine Bezahlung nach Tarifvertrag (TVöD). Ohne Berufsausbildung wirst du der Entgeltgruppe 4 zu­ge­ord­net und bekommst ein Einstiegsgehalt von 2.413 Euro. Hast du eine einschlägige Ausbildung ab­ge­schlossen, verdienst du in der Gruppe 5 schon zu Beginn 2.530 Euro. Dein Tarifgehalt ist allerdings nicht ver­han­­del­bar und steigt in festen Zeit-Intervallen an.

Gut zu wissen: Im Baugewerbe verdienen Haus­warte nicht so viel, im Gastgewerbe noch weniger.

Einen großen Einfluss aufs Gehalt hat übrigens auch das Bundesgebiet, in dem du arbeitest. In Baden-Württemberg, Hamburg und Hessen liegen die Gehälter am höchsten, in den neuen Bundes­ländern verdienst du im Schnitt am wenigsten. Je größer dein Unternehmen und die betreute Immo­bi­lie, desto höher fällt in der Regel dein Gehalt aus.

Zuletzt fragst du dich vielleicht, ob du als Angestellter oder selbstständiger Hausmeister mehr ver­dienst. Letzteres ist der Fall. Bedenke aber, dass du als Unternehmer sehr viel Erfahrung brauchst und ein großes wirtschaftliches Risiko trägst, gegen das du dich finanziell absichern musst.

Weitere Infos

Bildnachweis: „Hausmeisterin beaufsichtigt Arbeiten" © Robert Kneschke - stock.adobe.com