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Tischler (Schreiner) / Tischlerin (Schreinerin)
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 771 – 1.041 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 3 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss teilw. ohne Abschluss möglich

Das Wichtigste in Kürze

  • Tischler fertigen unter anderem Möbel, Türen und Fenster an und verbinden dabei traditionelles Handwerk mit modernen Maschinen.
  • Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb sowie in der Berufsschule statt.
  • Nach der Tischler Ausbildung kannst du dich spezialisieren, den Tischlermeister machen oder dich zum Techniker der Fachrichtung Holztechnik weiterbilden.

Was macht ein Tischler (m/w/d)?

Als Tischler arbeitest du mit dem Werkstoff Holz – und das in ganz verschiedenen Bereichen. Du stellst zum Beispiel Möbel, Türen, Fenster oder Treppen her. Dabei brauchst du nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch ein gutes Auge für Details und Formen.

Im Alltag planst du Projekte, berätst Kunden, wählst die passenden Materialien aus und bearbeitest sie mit Maschinen oder von Hand. Außerdem bist du oft auf Baustellen oder beim Kunden, wenn es ums Einbauen von fertigen Teilen geht. Als Tischlerin kannst du kreativ sein, aber musst auch präzise und sauber arbeiten – denn deine Arbeit sieht man am Ende jeden Tag.

Wo arbeiten Tischler?

Als Tischler kannst du in Handwerksbetrieben, Möbelunternehmen und verschiedenen Bereichen des Innenausbaus arbeiten. Viele Tischlereien spezialisieren sich auf Möbel, Küchen, Fenster, Türen oder Treppen. Weitere Arbeitsplätze findest du im Ladenbau, Messebau, Bühnenbau sowie bei Herstellern von Holzbauteilen. Restaurierungswerkstätten beschäftigen Tischler, die historische Möbel und Einrichtungen erhalten.

Je nach Betrieb arbeitest du überwiegend in einer Werkstatt oder bist regelmäßig auf Baustellen und bei Kunden unterwegs. Dort montierst du fertige Bauteile, nimmst Maß oder führst Reparaturen durch. Größere Unternehmen bieten häufig stärker festgelegte Aufgaben, während du in kleinen Betrieben viele unterschiedliche Arbeitsschritte übernimmst.

Wenn du gerne eigenverantwortlich arbeitest, kannst du dich später auch selbstständig machen und eigene Projekte umsetzen.

Was ist der Unterschied zwischen Tischler und Schreiner?

Tischler und Schreiner sind unterschiedliche Bezeichnungen für ein und denselben Beruf, also Synonyme. Je nach Region ist entweder der eine oder andere Begriff üblicher ist und wird öfter verwendet. Die offizielle Berufsbezeichnung laut Ausbildungsverordnung ist aber Tischler bzw. Tischlerin.

Im Süden Deutschlands, also in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland sagt man eher Schreiner bzw. Schreinerin, ebenso in der Schweiz. Dagegen ist in den anderen Regionen Deutschlands, aber auch in Österreich, die Bezeichnung Tischler verbreiteter.

Arbeitszeiten als Tischlerin

In der Regel arbeitest du als Tischler werktags – also von Montag bis Freitag – und meistens tagsüber. In kleineren Betrieben gibt es oft feste Arbeitszeiten, zum Beispiel von 7 bis 16 Uhr. In klassischen Möbeltischlereien ist Schichtarbeit eher selten. Größere Produktionsunternehmen arbeiten dagegen teilweise im Zwei- oder Dreischichtbetrieb. Die genaue Arbeitszeit hängt deshalb stark vom Arbeitgeber ab.

Je nach Auftrag, Betrieb und Einsatzort können auch Überstunden entstehen. Das gilt besonders vor Montageterminen, Geschäftseröffnungen oder wichtigen Übergaben. Im Messe- und Ladenbau sind gelegentlich Abend-, Nacht- oder Wochenendarbeiten möglich, weil die Räume zu bestimmten Zeitpunkten fertig sein müssen. Bei Montagen außerhalb deiner Region können außerdem Dienstreisen mit Übernachtungen anfallen.

Wie viel verdient ein Tischler?

Nach Abschluss ihrer Ausbildung starten Tischler in Deutschland mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von etwa 3.300 Euro brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung und Spezialisierungen kann das Einkommen auf bis zu 4.200 Euro brutto steigen. Engagierte Tischler in leitenden Positionen oder Tischlermeister mit einer eigenen Tischlerei können sogar mit einem Gehalt von bis zu 5.000 Euro brutto monatlich rechnen.

Das tatsächliche Gehalt richtet sich neben der Berufserfahrung jedoch auch nach Region, Betriebsgröße und Aufgabenbereich. Außerdem ist die Bezahlung in tarifgebundenen Unternehmen oft höher und klar geregelt. Auch Zusatzleistungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind dort häufiger. Spezialisierst du dich im Laufe deiner Karriere, z. B. auf Innenausbau, Restaurierung oder computergesteuerte Maschinen, kannst du auch mit einem höheren Gehalt rechnen.

Wie viel verdient ein Tischler in der Ausbildung?

Während deiner Tischlerin Ausbildung bekommst du eine Ausbildungsvergütung, die je nach Bundesland und Betrieb unterschiedlich hoch ist. Im Durchschnitt sieht das Gehalt während der Ausbildung so aus:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 771 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 921 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.041 Euro

Je nach Tarifvertrag, Betriebsgröße und Region kann es aber auch mehr oder weniger sein. Große oder tarifgebundene Unternehmen zahlen oft mehr als kleine Werkstätten. Nach deiner Schreiner Ausbildung steigt dein Gehalt, vor allem wenn du dich weiterbildest oder mehr Verantwortung übernimmst.

Tischler besprechen Auftrag

Wie läuft die Ausbildung zum Tischler ab?

Die Tischler Ausbildung ist eine duale Ausbildung – das heißt, du bist abwechselnd im Betrieb und in der Berufsschule. In der Werkstatt lernst du, Materialien auszuwählen, Werkstücke zu planen und Maschinen sicher zu bedienen. Du unterstützt erfahrene Kollegen und übernimmst mit der Zeit immer anspruchsvollere Aufgaben. In der Berufsschule beschäftigst du dich unter anderem mit Konstruktion, Werkstoffkunde, technischer Mathematik und Gestaltung. Auch Wirtschafts- und Sozialkunde gehört zum Stundenplan. Der Unterricht findet entweder an festen Wochentagen oder in mehrwöchigen Blöcken statt.

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche und eine praktische Zwischenprüfung. Am Ende deiner Ausbildung legst du eine Gesellenprüfung ab. Danach kannst du als Tischler direkt ins Berufsleben einsteigen oder dich weiterbilden.

Wie lange dauert die Ausbildung als Tischler?

Die Tischler Ausbildung dauert normalerweise 3 Jahre. Wenn du vorher schon ein Praktikum gemacht, einen höheren Schulabschluss hast oder einfach sehr gute Leistungen erbringst, kannst du die Berufsausbildung in manchen Fällen auf 2,5 Jahre verkürzen.

Während dieser Zeit lernst du Schritt für Schritt alles, was du für den Tischler Beruf brauchst – vom ersten Entwurf bis zur fertigen Montage beim Kunden.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Tischler?

In der Tischler Ausbildung lernst du, Werkstücke fachgerecht zu planen, herzustellen, zu montieren und zu reparieren. Dabei arbeitest du mit Massivholz, Holzwerkstoffen, Kunststoffen, Glas und Beschlägen. Ein wichtiger Teil ist der sichere Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und digitalen Planungssystemen. Zu den zentralen Ausbildungsinhalten gehören:

  • technische Zeichnungen lesen und eigene Entwürfe erstellen
  • Holz sägen, hobeln, fräsen, bohren und schleifen
  • Möbel, Türen, Fenster und Innenausbauten herstellen
  • Oberflächen ölen, wachsen, beizen oder lackieren
  • Bauteile montieren und Qualitätskontrollen durchführen

Zusätzlich lernst du in der Schreiner Ausbildung, Maße zu nehmen sowie Materialmengen und Kosten zu berechnen. Auch Arbeitsschutz, Umweltschutz und der professionelle Umgang mit Kunden spielen eine wichtige Rolle für Schreiner. Dadurch verstehst du am Ende den gesamten Ablauf eines Auftrags.

Tischler: Voraussetzungen für die Ausbildung

Für die Ausbildung zum Tischler brauchst du keinen bestimmten Schulabschluss – viele Betriebe stellen auch Schüler mit Hauptschulabschluss ein. Wichtig ist, dass du Motivation mitbringst und Interesse am Handwerk hast.

Handwerkliches Geschick, räumliches Denken und technisches Verständnis helfen dir im Alltag als Schreiner sehr. Du solltest außerdem genau arbeiten können, körperlich fit sein und keine Angst vor Lärm oder Staub haben. In manchen Betrieben machst du vorab ein Praktikum, um zu zeigen, was du kannst.

Schulfächer
  • Mathe
  • Physik / Chemie
  • Werken / Technik
Stärken
  • Sorgfalt & Genauigkeit
  • Gestalterische Fähigkeiten
  • Handwerklich-technisches Geschick
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: Werkstatt, Fertigungshalle, Handwerksbetrieb
  • Schichtdienst
  • Gelegentliche Dienstreisen

Kann man auch ohne Ausbildung Tischler werden?

Ohne abgeschlossene Ausbildung kannst du in einer Tischlerei als Helfer arbeiten, bist aber kein ausgebildeter Tischlergeselle. Viele Fachaufgaben darfst du nur unter Anleitung übernehmen, weshalb deine Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten meist geringer sind. Hast du mehrere Jahre Berufserfahrung gesammelt, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen die Gesellenprüfung als externer Teilnehmer ablegen. Eine reguläre Ausbildung bietet dir jedoch die besten Chancen, um alle wichtigen Kenntnisse zu erwerben und langfristig als Tischler zu arbeiten.

Weiterbildung und Karrierechancen als Tischler

Nach der Ausbildung zum Tischler stehen dir viele Wege offen. Du kannst zunächst Berufserfahrung sammeln und dich etwa auf Möbelbau, Restaurierung, Innenausbau oder CNC-Technik spezialisieren. Außredem kannst du deinen Meister machen und damit später selbst ausbilden oder einen eigenen Betrieb gründen. Auch eine Weiterbildung zum Techniker im Bereich Holztechnik ist möglich, wenn du dich für Technik und Planung interessierst.

Mit Erfahrung kannst du außerdem in Projektleitungen oder Werkstattleitungen aufsteigen. Wer sich für Design interessiert, kann auch in Richtung Innenausbau oder Möbeldesign gehen – hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Mit einer passenden Hochschulzugangsberechtigung kommt außerdem ein Studium infrage, zum Beispiel Holztechnik, Produktdesign oder Innenarchitektur.

Wenn du zwar Interesse am Handwerk hast, dir aber noch nicht sicher bist, ob Tischler wirklich dein Beruf ist, solltest du über ein FHJ (Freiwilliges Handwerksjahr) nachdenken. Hier hast du die Möglichkeit, in den Beruf einzutauchen und zudem drei weitere Handwerksberufe kennenzulernen. Folgende verwandte Berufe kommen hier z. B. in Frage:

Fazit: Spannende Aufgaben im Handwerk als Tischler

Als Tischler arbeitest du kreativ, praktisch und immer nah am Produkt. Du gestaltest Möbel, Innenräume und vieles mehr – mit deinen eigenen Händen. Die Tischler Ausbildung ist eine solide Grundlage für eine sichere Zukunft im Handwerk.

Wenn du gerne zupackst, kreativ bist und Holz liebst, findest du im Tischler Beruf nicht nur einen Job, sondern eine echte Leidenschaft. Er bietet dir abwechslungsreiche Aufgaben, sichtbare Arbeitsergebnisse und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Und das Beste: Du siehst am Ende des Tages, was du geschafft hast – und darauf kannst du stolz sein.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Der Arbeitsmarkt für dich als Tischler ist in Deutschland stabil und regional oft sogar sehr gut. Fachbetriebe, Werkstätten und Innenausbauer suchen ständig motivierte Nachwuchskräfte. Mit abgeschlossener Ausbildung als Tischler findest du Chancen im Möbelbau, Messebau und in der Restaurierung. Weiterbildungen öffnen dir Wege zum Meister, Techniker oder in die Selbstständigkeit.

Ja, der Beruf Tischler ist auch für Quereinsteiger möglich, wenn du Einsatz zeigst. Viele Betriebe geben motivierten Bewerbern ohne klassische Tischler Ausbildung eine Chance, zum Beispiel über Einstiegsqualifizierungen oder eine Umschulung. Als angehender Tischler solltest du handwerklich geschickt sein, gerne mit Holz arbeiten und bereit sein, fehlendes Wissen Schritt für Schritt nachzuholen.

Für den Job als Tischler brauchst du vor allem gutes handwerkliches Geschick. Du solltest genau arbeiten können, Maßzeichnungen lesen und Maschinen sicher bedienen. Außerdem hilft dir als Tischler eine Portion Kreativität, um Möbel und Innenausbauten zu planen. Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und freundlicher Umgang mit Kunden machen dich im Betrieb besonders wertvoll.

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  • Technische Universität Berlin K.d.ö.R.
  • 01.09.2027
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