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Ausbaufacharbeiter / Ausbaufacharbeiterin
Ausbildung & Beruf

Ausbildungsgehalt 1.064 – 1.270 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 2 Jahre
Ausbildungsart duale Ausbildung
Empfohlener Abschluss mind. Hauptschulabschluss

Aktualisiert am 01.08.2026

Was macht ein Ausbaufacharbeiter (m/w/d)?

Als Ausbaufacharbeiter bist du auf Baustellen im Innenausbau unterwegs. Du bereitest Räume so vor, dass später alles gut aussieht und stabil ist. Je nach Schwerpunkt unterscheiden sich deine Aufgaben:

  • Schwerpunkt Estricharbeiten: Estriche als Unterböden oder als Nutzböden herstellen
  • Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten: Böden und Wände dämmen und verkleiden; Fliesen, Platten und Mosaiken ansetzen und verlegen
  • Schwerpunkt Stuckateurarbeiten: Putze für unterschiedliche Anwendungszwecke herstellen
  • Schwerpunkt Trockenbauarbeiten: Leichtbauwände herstellen oder vorhandene Wandflächen sanieren
  • Schwerpunkt Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten: Dämmstoffe und Isoliermaterialien an Rohrleitungen, Behältern, Decken und Wänden anbringen
  • Schwerpunkt Zimmererarbeiten: Holzkonstruktionen für Dachstühle, Decken oder Fachwerk sowie Türen und Treppen

Neben den Arbeiten in deinem Schwerpunkt lernst du auch, Baustellen einzurichten, Baupläne und Zeichnungen zu verstehen, Untergründe zu prüfen und Messungen durchzuführen. Dabei achtest du auf Energieeffizienz, Schall- und Brandschutz sowie auf eine gute Qualität deiner Arbeit. Auch beim Umbau und Rückbau bestehender Bauteile kannst du eingesetzt werden. Du nutzt verschiedene Werkzeuge und Maschinen und musst genau und sauber arbeiten.

Wo kann ich als Ausbaufacharbeiter arbeiten?

Ausbaufacharbeiter kannst du in Industrie- und Handwerksbetrieben werden. So unterschiedlich wie die Fachrichtungen sind, so vielfältig sind auch die Betriebe, die dich einstellen. Gerade Bauunternehmen und Handwerksbetriebe freuen sich über engagierte Ausbaufacharbeiter, die sowohl im Neubau als auch in der Sanierung, Modernisierungen und bei Umbauten eingesetzt werden können. Viele Firmen sind auf bestimmte Bereiche spezialisiert, zum Beispiel auf Trockenbau, Estrich oder Wärmedämmung. Dabei passt du die Räume und Bauteile an neue Anforderungen an, zum Beispiel beim Wärme-, Schall- oder Brandschutz.

Du kannst auf Neubauten arbeiten, aber auch bei Sanierungen von alten Häusern eingesetzt werden. Oft bist du auf wechselnden Baustellen unterwegs und lernst viele unterschiedliche Objekte kennen.

Arbeitszeiten als Ausbaufacharbeiterin

Als Ausbaufacharbeiterin hast du meist geregelte Arbeitszeiten, vor allem tagsüber. Du startest morgens auf dem Betriebshof oder direkt auf der Baustelle und arbeitest dann bis zum Nachmittag. Schichtarbeit gibt es in diesem Beruf eher selten. Trotzdem kann es auf Baustellen stressig werden, wenn Termine eingehalten werden müssen. Dann können Tage auch mal länger dauern. Bei schlechtem Wetter kann sich die Arbeit verschieben, vor allem wenn du teilweise im Rohbau arbeitest. Am Wochenende hast du in der Regel frei, außer es gibt besondere Projekte mit Zeitdruck. Insgesamt sind die Arbeitszeiten körperlich anstrengend, aber gut planbar.

Wie viel verdient ein Ausbaufacharbeiter?

Das Gehalt als Ausbaufacharbeiter hängt stark von der Region, dem Tarifvertrag und deiner Erfahrung ab. Nach der Ausbildung startest du z. B. im Bauhauptgewerbe mit 2.800 bis 4.000 Euro brutto im Monat. Mit ein paar Jahren Berufserfahrung kannst du dein Einkommen deutlich steigern, vor allem wenn dein Betrieb nach Tarif zahlt. In großen Bauunternehmen ist der Lohn oft etwas höher als in sehr kleinen Betrieben. Zusätzliche Qualifikationen, zum Beispiel als Vorarbeiter, bringen dir ebenfalls mehr Geld. Auch Zulagen für besondere Baustellen oder Auswärtstätigkeiten sind möglich.

Wie viel verdient man als Ausbaufacharbeiter in der Ausbildung?

Als Ausbaufacharbeiter kannst du in deiner Ausbildung mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.064 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.270 Euro

Du möchtest mehr über das Ausbaufacharbeiter Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Wie läuft die Ausbildung als Ausbaufacharbeiter ab?

Die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter ist eine duale Ausbildung. Das heißt, du lernst im Betrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb bist du von Anfang an auf Baustellen dabei und machst praktische Arbeiten. In der Berufsschule lernst du die Theorie, zum Beispiel zu Baustoffen, Sicherheit und Arbeitstechniken.

Die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter dauert zwei Jahre. Du entscheidest dich dabei für einen von sechs Schwerpunkten:

Nach deinem Abschluss kannst du direkt ins Berufsleben starten. Du hast aber auch die Möglichkeit, deine Ausbildung im dritten Jahr in einem der sechs Ausbauberuf fortzusetzen.

Am Ende der zweijährigen Ausbildung legst du deine Abschlussprüfung ab. Diese besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil.

Wie lange dauert die Ausbildung als Ausbaufacharbeiter?

Die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter dauert zwei Jahre. Wenn du die Abschlussprüfung bestehst, kannst du deine Ausbildung im dritten Jahr in einem passenden dreijährigen Ausbauberuf fortsetzen. So kannst du dich je nach Schwerpunkt zum Beispiel zum Zimmerer, Stuckateur oder Trockenbaumonteur weiterqualifizieren.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Ausbaufacharbeiter?

Im Ausbildungsbetrieb lernst du, Aufträge zu übernehmen, Arbeiten zu planen, Baustellen einzurichten und passende Baustoffe auszuwählen. Du arbeitest mit Zeichnungen und Skizzen, führst Messungen durch, prüfst Untergründe und achtest auf die Qualität deiner Arbeit. Typische Inhalte deiner Ausbildung sind je nach Spezialisierung z. B.:

  • Du lernst, wie du Wärmedämmung richtig anbringst und sorgfältig befestigst.
  • Du übst, Trockenbauwände zu stellen und passende Decken zu montieren.
  • Du lernst, Estrichböden einzubauen und sauber abzuziehen.
  • Dir wird beigebracht, wie du Holzkonstruktionen, beispielsweise für Decken oder Dachstühle herstellst
  • Du beschäftigst dich mit Arbeitssicherheit und dem Schutz deiner Gesundheit.
  • Du lernst, Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen, zum Beispiel durch passende Dämmungen und fachgerechte Anschlüsse.
  • Du arbeitest an Maßnahmen für Schall- und Brandschutz mit.
  • Du prüfst Untergründe, führst Messungen durch und sicherst die Qualität deiner Arbeit.
  • Du lernst, Bauteile bei Umbauten und Sanierungen fachgerecht anzupassen, zurückzubauen oder zu erneuern.

Die Berufsschule ist nicht nur Theorie, sondern beinhaltet auch immer wieder sehr praktische und gewerkeübergreifende Teile. Doch neben den fachspezifischen Unterrichtsfächern wie Materialkunde gehören auch Deutsch oder Wirtschafts- und Sozialkunde zur Ausbildung als Ausbaufacharbeiter.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Ausbaufacharbeiter

Für die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter brauchst du meistens keinen bestimmten Schulabschluss, viele Betriebe wünschen sich aber mindestens einen Hauptschulabschluss. Wichtig sind vor allem deine praktischen Fähigkeiten und deine Motivation. Du solltest körperlich fit sein, denn du arbeitest viel im Stehen, Hocken oder auf Leitern. Außerdem solltest du handwerkliches Geschick und Spaß an der Arbeit auf Baustellen haben. Mathekenntnisse helfen dir beim Messen und Rechnen von Flächen oder Materialmengen. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit sind ebenfalls wichtig, weil du im Handwerk eng mit anderen zusammenarbeitest. Ein Praktikum im Bau oder Ausbau kann deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessern.

Eine Tätigkeit im Bereich Bau, Architektur und Vermessung kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an:

Weiterbildung und Karrierechancen als Ausbaufacharbeiterin

Nach deinem Abschluss als Ausbaufacharbeiter kannst du direkt arbeiten oder deine Ausbildung im dritten Jahr eines passenden Ausbauberufs fortsetzen. Je nach Schwerpunkt kannst du zum Beispiel Zimmerer, Stuckateur, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Estrichleger, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer oder Trockenbaumonteur werden.

Mit einigen Jahren Berufserfahrung sind Meisterschulen im Bauhandwerk interessant, etwa zum Stuckateurmeister oder Fliesenlegermeister. Damit kannst du eigene Azubis ausbilden oder einen Betrieb leiten. Auch Fortbildungen zum Techniker oder Polier im Hochbau oder Ausbau sind möglich. Wenn du dich für Planung interessierst, kannst du später über die Fachoberschule sogar ein Studium im Bauwesen oder Bauingenieurwesen anstreben. So hast du langfristig gute Karrierechancen vom Facharbeiter bis zur Führungsposition.

Fazit: Vielfältige Chancen als Ausbaufacharbeiter

Die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter bietet dir einen praktischen Einstieg in das Bauhandwerk. Du lernst viele Bereiche des Innenausbaus kennen und bist an sichtbaren Ergebnissen beteiligt. Schon nach zwei Jahren hast du einen anerkannten Abschluss und gute Jobchancen in Handwerks- und Baubetrieben.

Besonders attraktiv ist, dass du nach dem zweijährigen Abschluss direkt arbeiten kannst. Oder du setzt deine Ausbildung im dritten Jahr eines passenden Ausbauberufs fort und kannst dich dadurch gezielt spezialisieren.

Wenn du gern anpackst, im Team arbeiten willst und Freude an Baustellen hast, ist dieser Beruf eine gute Wahl. So sicherst du dir eine solide Zukunft in einer Branche mit stabiler Nachfrage.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Als Ausbaufacharbeiter hast du aktuell gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In vielen Regionen werden Fachkräfte für Innenausbau und Sanierung gesucht. Du findest Jobs bei Bauunternehmen, Handwerksbetrieben und Dienstleistern rund um den Ausbau. Die Nachfrage ist wegen Renovierungen und Modernisierung stabil. Als Ausbaufacharbeiter kannst du dir damit recht sichere Zukunftsaussichten aufbauen. Auch ohne viel Berufserfahrung hast du Chancen, wenn du motiviert bist.

Ja, der Beruf Ausbaufacharbeiter ist auch für Quereinsteiger geeignet. Du kannst über eine Umschulung oder den Einstieg als Bauhelfer starten. Wichtig ist, dass du Interesse am Handwerk hast und zuverlässig arbeitest. Viele Betriebe lernen dich Schritt für Schritt an. So kannst du dich zum Ausbaufacharbeiter entwickeln und später Weiterbildungen nutzen. Praktika und kurze Einstiegsqualifizierungen helfen dir, erste Erfahrungen auf der Baustelle zu sammeln.

Als Ausbaufacharbeiter solltest du vor allem handwerkliches Geschick und Teamfähigkeit mitbringen. Du arbeitest viel mit Werkzeugen im Innenausbau und im Trockenbau. Körperliche Fitness ist wichtig, weil du oft hebst, trägst und auf Leitern stehst. Du solltest sorgfältig messen können und räumliches Denken haben. Als Ausbaufacharbeiter hilft dir außerdem, wenn du zuverlässig und lernbereit bist.

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