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Maurer – Ausbildung & Beruf

Ob Chinesische Mauer, Kölner Dom oder Pyramiden von Gizeh… Solche Wunderwerke der Baukunst lassen uns sprachlos zurück – entlocken dir aber nur ein müdes Lächeln! Schließlich bist du der ungekrönte Lego-King und hast schon von klein auf die atemberaubendsten Bauwerke erschaffen. Klar also, dass für dich nur eine Ausbildung zum Maurer in Frage kommt. Ran an den Mörtel und los geht’s!

Was macht ein Maurer? – Mehr als Mörtel und Maurerkelle

Unter dem Beruf Maurer können sich wahrscheinlich die meisten etwas vorstellen. Das Maurerhandwerk zählt schließlich zu den ältesten und bekanntesten handwerklichen Berufen. Bei Maurern dreht sich – wie der Name schon vermuten lässt – vieles, aber nicht alles, um Mauern.

Als Maurer errichtest du Rohbauten für Gebäude nach vorgegebenen Plänen und Entwürfen. Zu deinen Aufgaben als Maurer gehört daher nicht nur das Erstellen von Mauerwerk. Zunächst muss das Fundament betoniert werden, anschließend errichtest du Mauern für die Außen- und Innenwände, wobei ganz unterschiedliche Steinarten verwendet werden, wie z.B. Ziegel, Klinker oder Betonstein. Die Steine werden mit Mörtel oder speziellem Kleber befestigt und zum Teil mit der Maurerkelle verputzt. Damit das Gebäude am Ende nicht schief und krumm dasteht, musst du als Maurer sehr sorgfältig arbeiten und mit Wasserwaage und Lot prüfen, ob alles passt.

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Neben dem Errichten von Mauern aus einzelnen Steinen verwendest du aber auch Fertigteile, wie zum Beispiel Treppenstufen oder Fensterstürze. Außerdem dämmst und dichtest du Rohbauten und Mauerwerk ab, damit sie gut isoliert und vor Feuchtigkeit geschützt sind. Auch das Verlegen von Estrich, also von Bodenbelägen, gehört zu deinen Aufgaben als Maurer. Du bist aber nicht nur mit dem Errichten neuer Gebäude beschäftigt, sondern führst auch Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten bei Altbauten durch. Dazu prüfst du den Zustand des Gebäudes, stellst Bauschäden fest und behebst diese.

Wo arbeiten Maurer? – Arbeitszeiten und Arbeitsumfeld

Als Maurer hast du in der Regel feste Arbeitszeiten und bist du vor allem auf Baustellen und Rohbauten unterwegs. Das heißt im Klartext: Du bist bei Wind und Wetter draußen und arbeitest teilweise auch in schwindelerregender Höhe, auf großen Gerüsten, Leitern oder Hebebühnen. Daher solltest du unbedingt höhentauglich und gerne draußen sein. Und auch vor körperlicher Belastung solltest du nicht zurückschrecken, da du u.a. schwere Gegenstände wie Steine und Ziegel heben und tragen musst. Nicht zuletzt durch den Umgang mit Werkzeugen lauern in diesem Beruf also so einige Gefahren, daher gehört die richtige Arbeitskleidung, wie beispielsweise Sicherheitsschuhe mit dazu.

Wie gut passt der Beruf Maurer zu mir?

Ob der Beruf Maurer zu dir passt, hängt in erster Linie von deinen persönlichen Stärken und Wünschen ab. In welchem Arbeitsumfeld willst du arbeiten? Bist du eher der technisch veranlagte Typ oder träumst du doch eher vom Bürojob?

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Frage {{mobileQuestionIndex+1}} aus 5
In Werken, Technik und Mathe macht dir so schnell keiner was vor. Wenn es um Berechnungen, Maße und technische Zeichnungen geht, bist du ein wahres Genie.
Für dich gibt es nichts Schöneres als handwerklich zu arbeiten! Wenn etwas im Haus repariert werden muss, bist du sofort zur Stelle.
Bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten macht dir überhaupt nichts aus – ganz im Gegenteil. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung!
Wenn von Sichtmauerwerk, Rüttelmaschinen und Estrichen die Rede ist, verstehen viele nur Bahnhof … Aber du weißt genau, worum es geht.
Ob Flugzeug, Oldtimer oder Wahrzeichen: Mit deinen ruhigen Händen und deiner Konzentrationsfähigkeit hast du schon die tollsten Modelle gebaut.

Persönliche Voraussetzungen für die Maurerausbildung

Handwerkliche Tätigkeiten sind voll dein Ding? Außerdem willst unbedingt einen Beruf, bei dem du am Ende des Tages auch siehst, was du geschafft hast? Dann bringst du schon mal die wichtigsten Voraussetzungen für den Beruf Maurer mit. Neben handwerklichem Geschick solltest du auch keine Probleme damit haben, sorgfältig zu arbeiten z.B. beim Abmessen. Da der Beruf in der Regel körperlich anstrengend ist, solltest du Durchhaltevermögen besitzen. Und getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung“, sollte es dir auch nichts ausmachen im Freien zu arbeiten.

Schulische Voraussetzungen für die Ausbildung Maurer

Maurer kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben den Hauptschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ermittelt hat. Mit guten Noten in Mathe kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten, da du beispielsweise Materialmengen und Flächen berechnen können musst. Gute Leistungen in Physik und im Werken können ebenfalls bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein.

Wie wird man Maurer? – Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Maurer ist eine anerkannte Berufsausbildung. Diese findet im klassischen dualen System statt. Das heißt, dass du die theoretischen Grundlagen in der Berufsschule lernst und die praktischen Seiten des Berufs Maurer in deinem Ausbildungsbetrieb. Der besondere Clou: Die Ausbildung dauert insgesamt 3 Jahre, aber nach 2 Jahren hast du bereits den Abschluss zum Hochbaufacharbeiter in der Tasche! Die Zwischenprüfung als Maurer ist nämlich gleichzeitig die Abschlussprüfung für den Hochbaufacharbeiter. Außerdem kannst du die Ausbildungsdauer verkürzen, wenn du beispielsweise einen besonders guten Notenschnitt hast oder einen bestimmten Schulabschluss mitbringst.

Was kann man nach der Ausbildung Maurer machen?

Einmal Maurer, immer Maurer? Von wegen! Mit dem Berufsabschluss als Maurer muss nicht Schluss sein. Nach deiner Ausbildung kannst du zum Beispiel eine Weiterbildung zum Maurermeister oder Techniker für Bautechnik machen. Oder wie wär’s mit einem Studium in Bauingenieurwesen, Architektur oder Baubetriebswirtschaft?

Die Perspektiven für Maurer und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind übrigens auch nicht schlecht. Schließlich werden immer neue Häuser und sonstige Gebäude und damit auch Maurer gebraucht. Allerdings solltest du bedenken, dass ein so körperlich anstrengender Job auch körperlichen Verschleiß bedeutet und du vielleicht nicht bis zum Rentenalter in diesem Beruf bleiben kannst. Wenn du dich aber nach der Ausbildung weiter fortbildest und dein Wissen breit aufstellst, findest du auch in anderen Bereichen oder höheren Positionen eine Beschäftigung, in denen weniger die körperliche Arbeit im Vordergrund steht.

Wo kann ich die Ausbildung zum Maurer machen?

Hast du gewusst, dass du die Ausbildung zum Maurer nicht nur im Handwerk, sondern auch in Industrie und Handel erlernen kannst? Du hast also die freie Wahl zwischen Handwerksbetrieben und Industriebetrieben unterschiedlichster Größe. Beispielsweise bieten diese Unternehmen eine Ausbildung zum Maurer an:

3 Dinge über Maurer, die du noch nicht weißt

  • Die Frauenquote bei Maurern ist immer noch sehr gering. Nicht einmal 1% der angehenden Azubis waren 2017 Frauen.
  • Die Redewendung „pünktlich wie die Maurer“ kommt von dem Vorurteil, dass Maurer angeblich gerade beim Feierabendmachen sehr pünktlich sind ;-)
  • Maurer ist ein Beruf mit Tradition: Einige Maurergesellen gehen nach ihrer Ausbildung immer noch auf Wanderschaft, die so genannte Walz.

 

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Bildnachweis: „Maurer" © wittybear / Fotolia

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