AZUBIYO Logo
Verstanden {{note.titel}}
{{note.text}}

Maurer – Ausbildung & Beruf

„Wer will fleißige Handwerker sehn? Der muss zu den Maurern gehn! Stein auf Stein, Stein auf Stein: Das Häuschen wird bald fertig sein.“ Schon kleine Kinder wissen, dass Maurer fleißige Handwerker sind.

Was macht ein Maurer?

Maurer stellen nach vorgegebenen Entwürfen Wände aus verschiedenen Materialen her oder bauen und montieren Fertigteile. Sie sind für das komplette Mauerwerk zuständig. Dazu gehören die Betonierung des Fundaments, der Aufbau von Außen- und Innenwänden, das Einsetzen der Decken, die Dämmung und Isolierung und die Treppenmontage. Ebenso prüfen sie bei Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten den Zustand des Gebäudes, stellen Bauschäden fest und beheben diese.

Nach deiner Ausbildung zum Maurer arbeitest du hauptsächlich in Betrieben des Baugewerbes (Betonbaufirmen, Sanierungs- und Modernisierungsunternehmen, Hochbauunternehmen) oder im Fertighausbau. Da es üblich ist, auf großen Gerüsten, Leitern oder Hebebühnen zu arbeiten, solltest du höhentauglich sein

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK, HWK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Maurer? In deiner Ausbildung zum Maurer bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Maurer und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten, welcher du in deiner Ausbildung lernst führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine Zwischenprüfung, am Ende der Ausbildung wartet die Gesellenprüfung auf dich, welche aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Maurer.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Maurer.

Das lernst du in der Ausbildung zum Maurer:

  • B wie Beton: Man nehme Zement, Sand, Kies sowie Wasser und fertig ist das Grundrezept für Beton. Beton ist aber nicht gleich Beton – In der Ausbildung lernst du daher, welche Eigenschaften die unterschiedlichen Beton-Mischungen haben.
  • D wie Dämmstoffe: Von der Flut an den Strand geschwemmt: Kaum zu glauben, aber mit Seegras kann man auch sein Haus dämmen! Welche verschiedenen Dämmstoffe es gibt und wofür sie verwendet werden, lernst du in deiner Ausbildung zum Maurer.
  • M wie Mauerwerk: Ob Außenwände, Böden, Treppen, Decken, Verschalungen oder Mauerwerk. Als Maurer bist du ein Allrounder und weißt über alle Gebäudeteile und Bauelemente Bescheid.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Maurer- und Betonbauermeister oder zum Techniker für Bautechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Bauingenieurwesen, Architektur oder Baubetriebswirtschaft.

Maurer: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind.

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
8%
Mittlere Reife
26%
Hauptschulabschluss
60%
Kein Abschluss
6%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Mathe
Werken/ Technik
Physik

3 wichtige Stärken:

Handwerklich-technisches Geschick
Sorgfalt & Genauigkeit
Durchhaltevermögen

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Baustelle
Feste Zeiten
Körperliche Beanspruchung

Maurer kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die Mehrheit der Azubis hat den Hauptschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Realschulabschluss und ein kleinerer Teil hat das (Fach-)Abitur oder keinen Schulabschluss.

Mit guten Noten in Mathe kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten, da du beispielsweise Materialmengen und Flächen berechnen können musst. Gute Leistungen in Physik und im Werken können ebenfalls bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Maurer mitbringst. In diesem Beruf sind vor allem handwerkliche Fähigkeiten gefragt und eine sorgfältige Arbeitsweise, da du sehr genau arbeiten musst z.B. beim Abmessen. Da der Beruf in der Regel körperlich anstrengend ist, solltest du Durchhaltevermögen besitzen.

Der Maurer ist ein handwerklicher Beruf, daher bist du in den meisten Fällen auf Baustellen oder in Rohbauten tätig. Besonders typisch für diesen Beruf sind feste Zeiten. Körperliche Belastung gehört zum Berufsalltag dazu, da du z.B. schwere Gegenstände wie Steine und Ziegel heben und tragen musst.

Dein Arbeitsumfeld kann unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In Betrieben, die sich auf den Fertighausbau spezialisiert haben, arbeitest du im Rohbau mit deinem Team zusammen und gestaltest nach Wunsch des Kunden das Haus. Bei größeren Betrieben, arbeitest du eher auf Großbaustellen. Hier wird meist im Schichtbetrieb gearbeitet und es kann sein, dass du in großen Höhen tätig bist und daher Hitze, Kälte oder Wind ausgesetzt bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Maurer" © wittybear / Fotolia