AZUBIYO Logo

Straßenbauer – Ausbildung & Beruf

Egal ob Autobahn, Fahrradweg oder Flugplatz – der Straßenbauer ebnet uns den Weg, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Er sorgt dafür, dass der Verkehr fließt und wir unsere Ziele bequem und mühelos erreichen.

Was macht ein Straßenbauer?

Straßenbauer bauen alle Arten von Straßen und Wegen und kümmern sich um die Reparatur und Ausbesserung von vorhandenen Verkehrswegen. Neben Fahr- und Gehwegen, Plätzen, Böschungen und Entwässerungsgräben errichten sie zum Beispiel auch Sportanlagen oder Flugbahnen. Auch das Verlegen von Rohren und Kabelleitungen zählt zu ihren Aufgaben.

Für eine neue Straße muss zuerst ein Unterbau errichtet werden: Mit Baumaschinen wird der Boden abgetragen, planiert und dann mit verschiedenen Materialien, z.B. Schotter, aufgefüllt. Erst zum Schluss kommt der Straßenbelag darauf. In deiner Ausbildung lernst du zum Beispiel auch, wie man große Baumaschinen und Werkzeuge bedient und einsetzt, Beton und Mörtel herstellt und Skizzen und Baupläne liest und zeichnet.

Später arbeitest du auf verschiedenen Baustellen, vor allem im Freien, zu denen du mit dem LKW fährst oder gefahren wirst. Die Einsatzorte können sich in ganz Deutschland oder auch im Ausland befinden.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK, HWK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann stellst du dir bestimmt die Frage: Wie werde ich Straßenbauer? In deiner Ausbildung zum Straßenbauer bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Die praktische Seite des Berufsbildes Straßenbauer lernst du im Betrieb kennen, indem du konkrete Aufgaben übernimmst. Das theoretische Hintergrundwissen wird dir in der Berufsschule vermittelt. Über deine Aufgaben und Tätigkeiten während deiner Ausbildung führst du ein Berichtsheft. Dieses dient als Ausbildungsnachweis und wird von deinem Ausbilder regelmäßig kontrolliert.

Am Ende des 1. Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Abschluss-/ Gesellenprüfung folgt am Ende deiner Ausbildung. Sie besteht aus einer praktischen Prüfung und einer schriftlichen Prüfung. Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Straßenbauer nennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Straßenbauermeister oder zum Techniker für Bautechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Bauingenieurwesen, Verkehrsingenieurwesen oder Vermessungstechnik.

Straßenbauer: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
9%
Mittlere Reife
29%
Hauptschulabschluss
58%
Kein Abschluss
4%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Chemie
Mathe
Physik

3 wichtige Stärken:

Handwerklich-technisches Geschick
Sorgfalt & Genauigkeit
Durchhaltevermögen

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Baustelle
Nachtarbeit
Körperliche Beanspruchung

Straßenbauer kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die große Mehrheit der Azubis besitzt einen Hauptschulabschluss wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleiner Teil startet mit Realschulabschluss in die Lehre. Danach folgen Azubis mit (Fach-)Abitur und sehr wenige beginnen die Ausbildung ohne Schulabschluss.

Für die Ausbildung sind gute Noten in Mathe von Vorteil, da du z.B. den Baustoffbedarf berechnen musst. Außerdem kannst du mit guten Leistungen in Physik und Chemie auf alle Fälle punkten, da du z.B. Materialmischungen herstellst. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten bei diesem Beruf ist, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst, z.B. beim fehlerfreien Verlegen und Versetzen von Pflastersteinen. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Straßenbauern wünschen, sind Durchhaltevermögen sowie ein handwerklich-technisches Geschick, z.B. beim Einbauen und Verdichten von Material im Straßenoberbau.

Straßenbauer ist ein handwerklicher Beruf, sodass dein Arbeitsumfeld in der Regel eine Baustelle ist. Du kannst auch nachts arbeiten und bist körperlicher Beanspruchung ausgesetzt.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Bei einer Straßen- oder Autobahnmeisterei arbeitest du auch nachts, wenn Unterhaltungsarbeiten auf Autobahnen ausgeführt werden. Im Straßenbau kann es auch vorkommen, dass du auf wechselnden Baustellen arbeitest und daher auch mal längere Zeit nicht zu Hause bist. Du solltest dir daher genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Gelbe Walze auf frischem Beton" © Ewald Fröch / Fotolia