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Vermessungstechniker – Ausbildung & Beruf

Maß genommen hat jeder von uns schon einmal und zum Beispiel die eigene Körpergröße oder die Seitenlängen eines Dreiecks im Schulunterricht gemessen. Aber wie vermisst man eigentlich einen Berg? Oder die Länge einer Straße?

Was macht ein Vermessungstechniker?

Die Ausbildung zum Vermessungstechniker wird in 2 Fachrichtungen angeboten: Vermessung und Bergvermessung.

Der Vermessungstechniker der Fachrichtung Vermessung ermittelt Lagen, Höhen und Längen bestimmter Gebiete in der Landschaft. Dazu benutzt er besondere Messinstrumente, um so genau wie möglich zu arbeiten. Diese Daten werden zum Beispiel gebraucht, um die Grenzen eines Grundstückes zu bestimmen, aber auch, wenn eine neue Straße gebaut werden soll. Mit Hilfe spezieller Computerprogramme erstellt der Vermessungstechniker aus den gesammelten Geodaten Landkarten und Pläne.

In der Ausbildung lernst du unter anderem, wie man Messdaten erhebt, optisch darstellt und was sie bedeuten. Es handelt sich um eine technische Ausbildung.

In der Fachrichtung Bergvermessung sammelst du Informationen und Daten, die für den Bergbau wichtig sind und vermisst vor allem Rohstoffvorkommen.

Nach deiner Ausbildung zum Vermessungstechniker arbeitest du sowohl im Freien, wo die Vermessungen durchgeführt werden, als auch im Büro, um die gesammelten Daten auszuwerten. In der Fachrichtung Bergvermessung bist du auch unter Tage tätig.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 878 €

So läuft die Ausbildung ab

Du findest diesen Beruf spannend und interessierst dich dafür? Dann stellst du dir sicher die Frage: Wie kann ich Vermessungstechniker werden? Als angehender Vermessungstechniker bist du abwechselnd in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Vermessungstechniker kennen und übernimmst konkrete Aufgaben. Das theoretische Hintergrundwissen wird dir in der Berufsschule vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

Am Anfang des 2. Ausbildungsjahres erfolgt eine schriftliche Zwischenprüfung. Die Abschlussprüfung, die aus mehreren Teilen besteht, folgt am Ende deiner Ausbildung. Deine Prüfungen finden in der Industrie vor der IHK statt und im öffentlichen Dienst vor der zuständigen Stelle. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Vermessungstechniker nennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Techniker für Vermessungstechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Vermessungstechnik, Kartografie oder Geotechnologie.

Vermessungstechniker: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
59%
Mittlere Reife
39%
Hauptschulabschluss
2%
Kein Abschluss
0%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Geographie / Erdkunde
Mathe
Physik

3 wichtige Stärken:

Analytische Fähigkeiten
Sorgfalt & Genauigkeit
Selbstorganisation

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Im Freien
Feste Zeiten
Gelegentliche Dienstreisen

Vermessungstechniker kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die Mehrheit der Azubis besitzt das (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit einem Realschulabschluss und ein sehr kleiner Teil startet mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung.

Für die Ausbildung sind gute Noten in Geographie/Erdkunde von Vorteil, da du z.B. Karten und Luftbilder interpretieren und verstehen musst. Außerdem kannst du mit guten Leistungen in Physik und Mathe auf alle Fälle punkten, da du z.B. Flächen- und Höhenberechnungen durchführst sowie elektrische Messungen im Gelände machst. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Am wichtigsten bei diesem Beruf ist, dass du sorgfältig und genau arbeiten kannst, z.B. beim Durchführen und Kontrollieren vermessungstechnischer Berechnungen. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Vermessungstechnikern wünschen, sind eine gute Selbstorganisation sowie analytische Fähigkeiten, z.B. bei der Analyse von Geodaten.

Vermessungstechniker ist ein technischer Beruf, dein Arbeitsumfeld ist in der Regel im Freien. Du hast meist feste Arbeitszeiten und bist gelegentlich auf Dienstreise.  

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Vermessungs- und Ingenieurbüro arbeitest du nicht nur im Freien, sondern auch im Büro und hast in der Regel flexible Zeiten. In einem Bauunternehmen arbeitest du auf Baustellen und bist den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Du solltest dir daher genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Vermessungstechniker bei der Arbeit" © Denis Topal / Fotolia