Flechtwerkgestalter / Flechtwerkgestalterin
Ausbildung & Beruf
Aktualisiert am 11.05.2026
Was macht ein Flechtwerkgestalter (m/w/d)?
Als Flechtwerkgestalter entwirfst und fertigst du Flechtmöbel, Flechtobjekte oder Korbwaren aus natürlichen Werkstoffen. Meist beginnst du damit, ein Flechtwerk zu entwerfen und zu gestalten. Am Computer oder auch per Hand fertigst du Skizzen an und wählst anschließend auch die passenden Techniken aus. Oftmals stellst du dann auch Modelle oder Schablonen her.
Danach geht es an die Vorbereitung der Materialien: Du schälst Weidenruten, weichst sie in Wasserbädern ein und schneidest sie auf die passende Länge. Dann setzt du verschiedene Flechttechniken ein, um Körbe, Lampenschirme, Truhen oder ganze Möbelstücke herzustellen. Danach beizt oder färbst du Flechtmöbel und trägst Lacke, Wachs oder Öle auf.
Wo kann ich als Flechtwerkgestalter arbeiten?
Flechtwerkgestalter arbeiten hauptsächlich in kleinen Handwerksbetrieben und Flechtereien. Dazu gehören Korbwarenhersteller, Werkstätten für Flechtmöbel und spezialisierte Reparaturbetriebe. An der Küste ist zum Beispiel die Herstellung von Strandkörben ein gefragtes Handwerk.
Während der Arbeit wirst du vor allem in Werkstätten, teilweise aber auch in Büroräumen, Verkaufsräumen oder Lagerräumen tätig sein.
Als Flechtwerkgestalter arbeitest du in der Regel werktags zu regulären Arbeitszeiten. Schichtarbeit oder Wochenendarbeit ist dagegen eher unüblich. Dein Arbeitsplatz ist meist eine Werkstatt, in der du handwerklich tätig bist. Die Arbeit ist körperlich aktiv, aber nicht extrem belastend.
Ausbildungsorte als Flechtwerkgestalter
Wie viel verdient ein Flechtwerkgestalter?
Nach der Ausbildung als Flechtwerkgestalter liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei ungefähr 2.200 bis 2.400 Euro brutto im Monat. Je nach Betrieb, Region und Berufserfahrung kann das Gehalt aber auch höher oder niedriger ausfallen. Wenn du dich weiterbildest oder einen eigenen Betrieb führst, kannst du mit den Jahren natürlich auch deutlich mehr verdienen.
Wie viel verdient ein Flechtwerkgestalter in der Ausbildung?
Als Flechtwerkgestalter steht dir mindestens folgendes Gehalt zu:
- im 1. Ausbildungsjahr: 724 Euro
- im 2. Ausbildungsjahr: 854 Euro
- im 3. Ausbildungsjahr: 977 Euro
Wie hoch die Ausbildungsvergütung aber tatsächlich ausfällt, ist allerdings von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter beispielsweise einem Tarifvertrag, deinem Ausbildungsort oder deinem Ausbildungsbetrieb.
Wie läuft die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter ab?
Die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter läuft dual ab. Das heißt: Im Gegensatz zu einer schulischen Ausbildung wechselst du in der Ausbildungszeit zwischen deinem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule. Im Betrieb wird vor allem die praktische Seite des Berufs beleuchtet, in der Berufsschule geht es hingegen um wichtiges Hintergrundwissen.
Beachte: Die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter wird in 3 Schwerpunkten angeboten:
- Korbwaren
- Flechtobjekte
- Flechtmöbel
Je nachdem, welche Spezialisierung du wählst, variieren natürlich auch deine Inhalte in der Flechtwerkgestaltung.
Wie lange dauert die Ausbildung als Flechtwerkgestalter?
Die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter dauert regulär 3 Jahre. Während dieser Zeit durchläufst du mehrere Ausbildungsabschnitte: Im ersten Jahr lernst du die handwerklichen Grundlagen, in den Folgejahren kommen Gestaltung und Kreativität stärker dazu.
Bevor das 2. Jahr vorbei ist, erwartet dich eine Zwischenprüfung. Diese dient dazu, einen Überblick über deinen Ausbildungsstand zu bekommen. Am Ende der Ausbildung folgt dann die Abschlussprüfung.
Was sind die Ausbildungsinhalte als Flechtwerkgestalter?
Im Rahmen der dualen Ausbildung wirst du dir nicht nur praktisches Knowhow, sondern auch theoretisches Wissen aneignen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Themen:
- Entwerfen und Gestalten von Flechtwerken
- Be- und Verarbeiten von Naturmaterialien wie Weide, Rattan und Binse
- Anwenden verschiedener Flechttechniken
- Behandeln von Oberflächen mit Beizen, Lacken und Ölen
- Handhaben und Instandhalten von Werkzeugen und Maschinen
- Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
- Anwenden von CAD-Programmen und digitalen Arbeitsmitteln
- Lagern und Ausliefern von fertigen Produkten
In der Berufsschule lernst du vor allem die Theorie kennen. Dazu gehört beispielsweise, wie du verschiedene Arten von Körben, also zum Beispiel runde, ovale oder eckige Körbe, oder kleinere Möbel herstellst. Zudem lernst du auch, wie man Verkaufspräsentationen durchführt oder Flechtwerke nach Kundenauftrag entwirft und herstellt. Ergänzt wird der berufsbezogene Unterricht daneben durch klassische Fächer wie Sozialkunde, Wirtschaft und Deutsch.
Für die Flechtwerkgestalter Ausbildung ist kein bestimmter Schulabschluss gesetzlich vorgeschrieben. Auch mit einem Hauptschulabschluss oder sogar ohne Abschluss kannst du dich bewerben. Das entscheidet letztlich der Ausbildungsbetrieb.
Wichtiger als deine Noten sind deine persönlichen Stärken: Du solltest handwerklich geschickt sein, ein gutes Gespür für Formen und Farben mitbringen und kreativ denken. Geduld und Sorgfalt sind ebenfalls gefragt, denn das Flechten erfordert Konzentration und Präzision. Auch Freude an der Arbeit mit natürlichen Materialien solltest du mitbringen.
- Werken/Technik
- Mathe
- Kunst
- Handwerklich-technisches Geschick
- Sorgfalt und Genauigkeit
- Kreativität
- Umfeld: Werkstätten, Verkaufsräume
- Tragen von Schutzkleidung
- Arbeit bei Dämpfen und Gerüchen
Du weißt noch nicht genau, welchen Beruf du ergreifen willst, aber Handwerksberufe haben es dir angetan? Dann schau dir auch die folgenden Berufe an:
Ähnliche Ausbildungsberufe
Nach der Ausbildung stehen dir verschiedene Wege offen. Sinnvoll ist vor allem die Meisterweiterbildung zum Korb- und Flechtwerkgestaltermeister. Mit dem Meister darfst du einen eigenen Betrieb führen und selbst Azubis ausbilden. Daneben kannst du auch über eine Weiterbildung zum Restaurator - Möbel und Holzjobjekte nachdenken.
Aber auch ein Studium ist denkbar. Passende Studiengänge sind unter anderem:
- Holztechnik
- Produktdesign
- Industriedesign
Die Ausbildung zum Flechtwerkgestalter kann genau das Richtige sein, wenn du Handwerk und Kreativität verbinden willst. Du arbeitest mit natürlichen Materialien, entwickelst eigene Designs und erschaffst echte Unikate. Der Beruf ist zwar sehr spezialisiert und Ausbildungsplätze sind rar, aber er bietet dir echte Nischenchancen. Wenn du nach der Ausbildung dranbleibst und den Meistertitel anstrebst, kannst du dich selbstständig machen oder sogar studieren.
Der Arbeitsmarkt als Flechtwerkgestalter ist klein, aber stabil und sehr spezialisiert. Du findest als Flechtwerkgestalter Jobs in Handwerksbetrieben, Ateliers, Werkstätten und in der Raumausstattung. Viele arbeiten später selbstständig und verkaufen Körbe, Möbel oder Deko auf Märkten oder online. Mit guter Qualität, Kreativität und Stammkunden hast du langfristig ordentliche Berufschancen. In großen Städten ist die Nachfrage meist etwas höher.
Ja, der Beruf Flechtwerkgestalter ist für Quereinsteiger gut machbar. Viele starten als Flechtwerkgestalter über Kurse, Workshops oder ein Praktikum im Handwerk. Wichtig sind handwerkliches Geschick, Geduld und Lust auf kreative Arbeit mit Naturmaterialien. Wenn du dranbleibst, kannst du Schritt für Schritt in eine Ausbildung, Umschulung oder feste Stelle reinkommen. So sammelst du Erfahrung und zeigst Einsatz.
Als Flechtwerkgestalter brauchst du vor allem ruhige Hände und viel Geduld. Ein guter Flechtwerkgestalter hat handwerkliches Geschick, räumliches Denken und ein Gefühl für Formen und Farben. Du solltest sauber, genau und konzentriert arbeiten können. Freundlicher Umgang mit Kunden, Zuhören und Beratung sind hilfreich, wenn du später Maßarbeiten oder Einzelstücke anbietest. Auch Teamarbeit in der Werkstatt gehört oft dazu.
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