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Änderungsschneider – Ausbildung & Beruf

Die Hose zu lang, der Mantel zu weit, das T-Shirt zu eng und der Reißverschluss in der Sportjacke kaputt... Hilfe!! Wer sorgt dafür, dass Kleidungsstücke wieder passen und Heimtextilien wieder gefallen? Richtig! Der Änderungsschneider bzw. die Änderungsschneiderin.

Was macht ein Änderungsschneider?

Änderungsschneider nähen zum Beispiel Hosen oder Jacken um, reparieren defekte Reißverschlüsse oder kürzen Vorhänge. Neben diesen handwerklichen Tätigkeiten haben sie aber auch noch andere Aufgaben: Sie pflegen den Bestand ihrer Nähutensilien und beraten die Kunden über die Änderungsmöglichkeiten und Kosten.

Für eine gelungene Näharbeit ist eine genaue Vorarbeit das A und O. Deshalb lernst du in deiner Ausbildung zum Änderungsschneider wie man Änderungen richtig absteckt und markiert. Da du später sowohl mit als auch ohne Nähmaschine arbeiten wirst, ist es wichtig, dass du in deiner Ausbildung beides übst. Du erfährst beispielsweise, wie die Maschinen bedient und gepflegt werden oder wie man Schnittschablonen erstellt und Näharbeiten von Hand ausführt.

Nach der Ausbildung arbeiten Änderungsschneider meist in handwerklichen Änderungs- und Maßschneidereien. Ihre Arbeit ist allerdings auch in Bekleidungshäusern, die einen eigenen Änderungsdienst haben, oder bei Herstellern von Textilien gefragt.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

2 Jahre, Verkürzung auf 1-1,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK, HWK

Schulische Voraussetzungen

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Änderungsschneider.

In der Vergangenheit hatte mehr als die Hälfte der Azubis den Hauptschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Etwa ein Drittel der Ausbildungsanfänger wurde mit Realschulabschluss, ein kleiner Prozentsatz ohne Schulabschluss eingestellt.

Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi)

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Bildnachweis: „Frau mit Schere" © Robert Kneschke / Fotolia