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Holzmechaniker / Holzmechanikerin
Ausbildung & Beruf

Holzmechaniker bei der Arbeit

Heute geht es für dich zu einem Kunden, der eine neue Einbauküche erhält. Diese baust du gemeinsam mit deinen Kollegen nach Maß ein. Dank der Zeichnung weißt du, wohin welches Bauteil kommt und welche Materialien du benötigst. Neben der Montage der Küche übernimmst du die Installation der Elektrogeräte und Wasseranschlüsse. Für die Spüle und den Geschirrspüler verlegst du die Rohre. Neben den Elektrogeräten erhält die Küche eine moderne Beleuchtung. Diese bringst du unter den Oberschränken an, wie der Kunde sich das wünscht. Zum Schluss überprüfst du deine Arbeiten, ob beispielsweise die Rohre für das Wasser dichthalten. 

Berufsbild Holzmechaniker / Holzmechanikerin

Was macht ein Holzmechaniker (m/w/d)?

Im Beruf Holzmechaniker bzw. Holzmechanikerin stellst du viele unterschiedliche Produkte aus Holz her. Dafür nutzt du verschiedene Werkzeuge, die du teilweise elektronisch steuerst. Du sägst, fräst und hobelst die Holzteile und andere Werkstoffe in die entsprechende Form. Anschließend baust du die Einzelteile zusammen und erhältst dein fertiges Werk. Das können eine Küche, ein Schaukelpferd, ein Regal oder andere Möbel sein. Auch beim Innenausbau wie Wand- und Deckenverkleidung, Trennwänden oder Fußböden setzt du deine Fähigkeiten ein.

Der Beruf ist vielfältig und daher kannst du in deiner Ausbildung aus 3 Fachrichtungen wählen:

  • Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen
  • Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen
  • Montieren von Innenausbauten und Bauelementen

Jede Fachrichtung setzt andere Schwerpunkte und beeinflusst deinen Berufsalltag. Sicher ist aber, dass du immer mit dem Werkstoff Holz arbeitest.

Wie sieht der Berufsalltag als Holzmechaniker aus?

In einem Berufsalltag als Holzmechaniker arbeitest du vor Ort bei Kunden oder in Werkstätten. Die Arbeit ist handwerklich orientiert, wobei du auch Produktionsanlagen steuerst und bedienst. Zu deinen Aufgaben gehört die Vorbereitung der Hölzer, die Bearbeitung und schließlich das Zusammenfügen der Einzelteile. Dafür nutzt du Nägel, Schrauben und Leim. Du bringst Beschläge und Scharniere an und überprüfst die Funktionsfähigkeit. 

Entscheidest du dich für den Schwerpunkt Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen, stellst du beispielsweise Treppen, Türen und Fenster her. Auch die Herstellung von Paletten und Rahmen übernimmst du. Im Schwerpunkt Möbel und Innenausbau konzentrierst du dich auf Oberflächen, Möbel und Innenausbauten. Du überwachst die Produktionsanlagen und stellst beispielsweise einen begehbaren Kleiderschrank her.

Dich interessiert die Montage mehr? Der Schwerpunkt Montieren von Innenausbauten und Bauelementen bietet dir den Vor-Ort-Einsatz. Du installierst die Fenster, Türen und andere Bauelemente.

Wo arbeitet man als Holzmechaniker?

Je nach Fachrichtung arbeitest du als Holzmechaniker bei Herstellern von Türen, Fenstern oder Rahmen, bei Fertighausherstellern, in Tischlerwerkstätten oder bei Möbelherstellern. Auch in Raumausstatterbetrieben kannst du deine Fähigkeiten einbringen.

Ausbildung zum Holzmechaniker / zur Holzmechanikerin

Welche schulischen Voraussetzungen braucht man als Holzmechaniker?

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Holzmechanikerin. In der Vergangenheit hatten die meisten Azubis den Hauptschul- oder Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb), auch schulisch möglich

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

899 - 1.061 €

Was lernt man in der Ausbildung zum Holzmechaniker?

Im Betrieb lernst du alles über Holz und Holzwerkstoffe, wie du die Arten unterscheidest und bearbeitest. Du arbeitest mit unterschiedlichen Maschinen, stellst Einzelteile her und fügst diese zu einem Endprodukt zusammen.

In der Berufsschule lernst du in den berufsspezifischen Fächern die Bauelemente kennen, wie du diese herstellst und montierst. Zusätzlich erwarten dich allgemeinbildende Fächer, wie beispielsweise der Deutschunterricht. 

Im Berufsbild Holzmechaniker bzw. Holzmechanikerin können aber ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung zum Holzmechaniker.

 

Wie viel verdient man als Holzmechaniker in der Ausbildung?

Als Holzmechaniker bzw. Holzmechanikerin kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 899 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 984 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.061 Euro

Du möchtest gerne mehr zum Holzmechaniker Gehalt erfahren? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Holzmechaniker / zur Holzmechanikerin zu mir?

Du bist gut geeignet für den Beruf Holzmechaniker, wenn du

  • sorgfältig und genau arbeitest
  • handwerklich geschickt bist
  • dich für den Werkstoff Holz interessierst
  • eine gute Auge-Hand-Koordination hast

Du bist eher weniger geeignet, wenn

  • du lieber im Büro arbeitest
  • du 2 „linke Hände" hast
  • Holz und Staub dir Probleme bereiten
  • du nicht im Team arbeiten möchtest

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich Bau & Handwerk kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an: 

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Holzmechaniker / zur Holzmechanikerin

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um beispielsweise neue Entwicklungen in Bereichen wie Holzbau, Holzschutz, Fenster-, Türen- und Treppenbau, Möbelbau oder Holzbe- und -verarbeitung kennenzulernen.

Aufstiegsfortbildungen helfen dir dabei, beruflich voranzukommen und Karriere zu machen. Passend sind als Holzmechaniker unter anderem die Weiterbildungen zum Industriemeister - Holz, Techniker - Holztechnik, Technischen Fachwirt oder zum Betriebsmanager - Bau- und Holztechnik. 

Auch der Weg über ein Studium eignet sich. Typische Studiengänge sind: 

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Holzmechaniker

Durch die Auswahl nachhaltiger und klimafreundlicher Werkstoffe kannst du als Holzmechaniker die Umwelt positiv beeinflussen. Bei der Auswahl der Lieferanten und Werkstoffe kannst du das Thema Nachhaltigkeit angehen. Du kannst beispielsweise auf lange Transportwege deiner Werkstoffe verzichten und darauf achten, dass die Lieferanten die Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft berücksichtigen. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der einen großen Beitrag für die Umwelt leistet. Um dies zu erhalten, dürfen nur so viele Bäume gefällt werden, wie im gleichen Zeitraum nachwachsen können.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Holzmechaniker bei der Arbeit in seiner Werkstatt" © evgeny atamanenko - adobe.stock.com; „Team von Holzmechanikern bespricht Auftrag" ©alfa27 - stock.adobe.com; „Holzmechaniker montieren Holzbauelemente" ©karepa - stock.adobe.com; „Arbeitsplatz Werkstatt" ©Nadezhda - stock.adobe.com; „Holzmechaniker überprüft gefertigten Stuhl" ©Firma V - stock.adobe.com; „Holzmechaniker bedienen Sägemaschine" ©Yekatseryna - stock.adobe.com