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Elektroniker / Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Morgen soll die große Technikmesse starten – und du bist in der Vorbereitung mittendrin. Als Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme bist du Experte für Heizungen und Klimaanlagen – und letzte musst du heute prüfen, damit bei der Eröffnung alle Hallen gut belüftet werden. Mit dem Laptop kannst du die Anlage überblicken und im Anschluss die einzelnen Komponenten der Lüftung warten. Ein Wert sieht merkwürdig aus, aber du kennst die Tücken dieser Anlage schon. Schnell behebst du die Störung, damit morgen alles reibungslos läuft!

Berufsbild Elektroniker / Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Was macht ein Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme (m/w/d)?

Elektroniker und Elektronikerinnen für Gebäude- und Infrastruktursysteme warten, überwachen, steuern und optimieren gebäudetechnische Infrastrukturen, z. B.:

  • Heizungs-,
  • Lüftungs-,
  • Elektrizitäts- und
  • Sicherungssysteme.

Immer häufiger installieren Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme auch Smart-Home-Systeme, bei denen beispielsweise Systeme der Haustechnik (Heizung, Klima, Licht), Sicherheitstechnik (Alarm- u. Überwachungsanlagen) und Kommunikationstechnik (Internet, Telefon, Sprech- und Musikanlagen) zu einer integrierten Haussteuerung vernetzt werden. Diese sind dann über berührungsempfindliche Monitore (Touchpanels) einfach und intuitiv zu bedienen.

Außerdem diagnostizieren sie Störungen und beheben Defekte.

Wie sieht der Berufsalltag als Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme aus?

Elektroniker und Elektronikerinnen für Gebäude- und Infrastruktursysteme arbeiten mit Sicherungen, Schaltungen und Strom. Passt du nicht auf, kann das gefährlich werden. Du musst also Sicherheitsvorschriften einhalten und immer konzentriert arbeiten – auch unter Zeitdruck. Bei deiner Arbeit nutzt du digitale Mess- und Prüfgeräte, aber auch Schläuche und Handwerkzeuge.

Besonders wichtig sind bei deiner Arbeit die Kundenwünsche: Je nachdem, was der Kunde sich vorstellt, musst du die Machbarkeit prüfen und dann die Arbeiten planen und durchführen. Damit die Systeme am Ende richtig bedient werden, musst du die Kunden auch in die Handhabung einweisen. 

Die Tätigkeit als Elektroniker bzw. Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme ist abwechslungsreich, darum musst du flexibel sein. Je nachdem, mit welchen Komponenten welcher Hersteller du arbeitest, können dich auch englischsprachige Montageanleitungen und Handbücher erwarten. Bei anderen Arbeitgebern arbeitest du vielleicht nur mit großen Anlagen statt mit kleinen Komponenten oder bist in luftiger Höhe unterwegs, um Lampen in Werkhallen zu wechseln. 

Ob du überhaupt Außentermine wahrnimmst oder vor allem in den eigenen Gebäuden arbeitest, hängt stark vom Betrieb ab – genau wie der gesamte Alltag als Elektroniker.

Wo arbeiten Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme?

Nach der Ausbildung zum Elektroniker / zur Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme kannst du in Firmen der Immobilienwirtschaft, also im Facility Management oder bei Hausmeisterdiensten, bei technischen Gebäudeausrüstern, in Fachplanungsbüros im Bereich der Gebäudetechnik oder bei Herstellern von Windenergieanlagen tätig sein.

Deine Arbeitsorte sind oft unterschiedliche Gebäude und Baustellen, beispielsweise Wohn- und Industriegebäude, Schulen, Kindergärten oder Krankenhäuser. Je nach Kundenauftrag liegen also wechselnde Einsatzorte und Tätigkeiten vor dir – oder du hast als Haustechniker einen festen Einsatzort.

Ausbildung zum Elektroniker / zur Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Was lernt man in der Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme (m/w/d)?

Beim Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme handelt es sich um eine duale Ausbildung. Du lernst also die theoretischen Hintergründe in der Berufsschule und die praktische Anwendung im Ausbildungsbetrieb

Im Ausbildungsbetrieb stehen Punkte wie Baugruppen montieren, Schaltgeräte einbauen oder Daten auswerten auf dem Plan für Azubis. Du lernst außerdem, wie du Vorgaben prüfst und in die Realität umsetzt und dabei Arbeitsabläufe sinnvoll und wirtschaftlich planst. 

Die Berufsschule hat neben allgemeinbildenden Fächern wie Mathematik oder Wirtschafts- und Sozialkunde auch berufsspezifische Lernfelder, die dir als angehendem Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme vermittelt werden. Dazu gehören Übungen bei der Verkabelung genauso wie Kundenkommunikation.

Nicht immer kann dir dein Ausbildungsbetrieb alle relevanten Ausbildungsinhalte selbst vermitteln, darum stehen auch überbetriebliche Lehrgänge auf dem Plan.

Art der Ausbildung

duale Ausbildung

Dauer der Ausbildung

3,5 Jahre, Verkürzung möglich

Zuständige Stelle

IHK

Welche schulischen Voraussetzungen braucht man als Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme?

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen für den Beruf Elektroniker / Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme. In der Vergangenheit hatten ca. zwei Drittel der Azubis den Realschulabschluss, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat ca. ein Viertel der Ausbildungsanfänger wurde mit (Fach-)Abitur, die restlichen mit Hauptschul- oder ohne Schulabschluss eingestellt. (Quelle: Datensystem Auszubildende (http://www.bibb.de/dazubi))

Wie viel verdient ein Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme in der Ausbildung?

Als Elektroniker bzw. Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 1.014 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.059 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.148 Euro
  • im 4. Ausbildungsjahr: 1.211 Euro

Du willst mehr wissen? Hier geht es zur Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme zu mir?

Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme ist der passende Beruf für dich, wenn 

  • du Interesse an Technik hast
  • du konzentriert und mit Sorgfalt arbeitest
  • du Interesse an Physik hast
  • du handwerklich geschickt bist

Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme ist eher ungeeignet für dich, wenn

  • du Angst vor der Arbeit mit Strom hast
  • du nicht unter Zeitdruck arbeiten möchtest
  • du nicht mit Computern arbeiten willst
  • du farbfehlsichtig bist

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im Bereich IT, Informatik & Elektrotechnik kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an: 

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen: Anpassungsfortbildung, Aufstiegsfortbildung & Studium

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Elektroniker / zur Elektronikerin Gebäude- und Infrastruktursysteme

Die Anpassungsfortbildung hilft dir dein theoretisches Wissen zu vertiefen und zu erweitern. Eine Anpassungsfortbildung kannst du zum Beispiel in folgenden Bereichen machen:

  • Gebäudesystemtechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Elektrotechnik, Elektronik - allgemein
  • Qualitätsprüfung, - technik

Eine Aufstiegsfortbildung hilft dir im Beruf voranzukommen und Karriere zu machen. Möglich sind dabei beispielsweise folgende technische und kaufmännische Weiterbildungen:

  • Fachwirt - Solartechnik
  • Technischer Fachwirt
  • Techniker - Elektrotechnik
  • Industriemeister - Elektrotechnik

Du kannst nach deiner Ausbildung auch ein Studium absolvieren. Mögliche Studiengänge sind beispielsweise:

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme

Weiterbildung ist für Elektroniker immens wichtig, um auch zukünftig Erfolg im Beruf zu haben. Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme müssen sich mit vielen unterschiedlichen Komponenten, Bauteilen und Anlagen auskennen und sich auf neue Gegebenheiten einstellen können. Sie sind aber nicht nur bei Neubauten gefragt, sondern immer dann, wenn technische Anlagen in Betrieb genommen werden sollen. Nach der Ausbildung hast du aufgrund dieser Vielfalt auch zahlreiche Möglichkeiten, Karriere zu machen. Du kannst dich fortbilden und spezialisieren und sogar studieren. Angst davor, von Maschinen ersetzt zu werden, musst du als Elektroniker für Gebäude- und Infrastrukturtechnik nicht haben – die Technik ist ein Hilfsmittel für dich, keine Konkurrenz.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Mann arbeitet an einem Schaltschrank" © industrieblick / Fotolia, „Elektronische Bauteile montieren“ ©industrieblick - stock.adobe.com, „Heizungsanlage inspizieren“ ©Erwin Wodicka - stock.adobe.com, „Werkzeuge eines Elektronikers“ ©pattilabelle - stock.adobe.com, „Netzwerkverbindung prüfen“ ©Little_Desire - Shutterstock.com, „Klimaanlage installieren“ ©DoublePHOTO - studio stock.adobe.com