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Landwirt – Ausbildung & Beruf

Gesunde Lebensmittel sind im Trend. Egal ob Obst und Gemüse vom Wochenmarkt, Milch vom Bauern oder Fleisch und Eier aus der Region, die Nachfrage nach ökologisch angebauten Produkten steigt.

Was macht ein Landwirt?

Landwirte bedienen diese Nachfrage, denn sie erzeugen umweltgerecht land- und tierwirtschaftliche Produkte. In deiner Ausbildung zum Landwirt lernst du u.a. wie Tiere gefüttert werden, wie man landwirtschaftliche Maschinen bedient, welche Qualitätskontrollen zu beachten sind und was bei Aussaat, Düngung und Ernte zu beachten ist.

Nach deiner Ausbildung arbeitest du in landwirtschaftlichen Betrieben, im Landhandel, in Agrarfirmen oder im Hotelleriebereich („Ferien auf dem Bauernhof“).

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

Für Landwirtschaft zuständige Ministerien oder Landwirtschaftskammern

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich bestimmt: Wie werde ich Landwirt? In deiner Ausbildung zum Landwirt bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Landwirt und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Landwirt lernst. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Im 2. Ausbildungsjahr findet eine Zwischenprüfung statt. Am Ende deiner Ausbildung absolvierst du eine Abschlussprüfung. Diese besteht aus einem betrieblichen und einem schriftlichen Teil. Nach Bestehen deiner Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Landwirt nennen.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Landwirte.

Das lernst du in der Ausbildung zum Landwirt:

  • E wie Ernte: Wer ernten will, muss säen: Als Landwirt weißt du daher, wie man mit speziellen Maschinen die Saat ausbringt und die Pflanzen düngt und pflegt. Du legst den Erntezeitpunkt fest und kannst verschiedene Erntemaschinen bedienen. 
  • M wie Maschinen: Gerade aus der Landwirtschaft sind Maschinen nicht mehr wegzudenken! In deiner Ausbildung lernst du, wie du Maschinen in der Tier- und Pflanzenproduktion bedienst. Außerdem wird dir gezeigt, wie du die Maschinen pflegst und wartest.
  • T wie Tiere: Ob Schafe, Kühe oder Ziegen: Wie man Tiere füttert und pflegt, wird dir als angehender Landwirt beigebracht. Neben der Versorgung gehört auch die Aufzucht von Jungtieren zu deinen Aufgaben.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister oder zum Techniker für Agrartechnik. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Agrarwissenschaft, Pferdewirtschaft oder Landschaftsökologie.

Landwirt: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
21%
Mittlere Reife
46%
Hauptschulabschluss
31%
Kein Abschluss
2%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Bio
Chemie
Werken / Technik

3 wichtige Stärken:

Handwerklich-technisches Geschick
Neugierde und Lernbereitschaft
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: In der freien Natur, im Freien
Sonn- und Feiertagsarbeit
Körperliche Beanspruchung

Landwirt kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis beginnen die Ausbildung mit einem Realschulabschluss wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Hauptschulabschluss und (Fach-)Abitur. Es beginnen kaum Azubis ohne Schulabschluss die Ausbildung.

Gute Noten und Kenntnisse in Biologie und Chemie zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Verständnis wie man Nutzpflanzen anbaut, Tiere pflegt und züchtet. Auch gute Kenntnisse in Werken können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise beim Umgang mit technischen Geräten und Maschinen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Landwirt mitbringst. Neben Neugierde und Lernbereitschaft ist in diesem Beruf vor allem handwerklich-technisches Geschick von Vorteil, zum Beispiel beim Bedienen von landwirtschaftlichen Geräten. Außerdem helfen dir eine sorgfältige und genau Arbeitsweise in deiner Ausbildung.

Als Landwirt ist dein Arbeitsumfeld größtenteils im Freien, z.B. auf dem Feld oder in Tierställen. Die Arbeit mit Tieren und das Heben und Tragen z.B. von Futtersäcken kann körperlich anstrengend sein. Als Landwirt arbeitest du auch an Sonn- und Feiertagen.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Betrieb, der sich auf die Tierhaltung und Zucht spezialisiert hat, bist du oft im Freien unterwegs, hast engen Kontakt zu Tieren. In einem Betrieb der Landwirtschaft bist du im Freien auf dem Feld unterwegs und daher dem Wetter ausgesetzt. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie gut passt dieser Beruf zu dir? Jetzt Eignung testen!

Bildnachweis: „Getreidefeld und Traktor" © Ingo Hoffmann / Fotolia