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Berufe mit Tieren

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Berufe mit Tieren

Wer bei Berufe mit Tieren nur an den Pferdewirt denkt, der verpasst zahlreiche weitere interessante Tierberufe, in denen man eine Ausbildung machen kann. Hund, Katze, Maus müssen auch einmal zum Tierarzt, Produkte von Bienen, Schafen und Hühnern sollen in den Handel und die Tiere im Zoo brauchen Pfleger.

Wir unterscheiden grob die Berufe mit Tieren nach der Art der Haltung: Nutztiere werden vor allem aus wirtschaftlichen Gründen gehalten (z.B. zur Nahrungsversorgung oder als Rohstoffquelle), Haus- und Wildtiere dagegen für die Bildung oder Wissenschaft (Zoo, Tierpark, Aquarien) oder als treue Begleiter für jeden, der gerne Tiere um sich hat (Haustier). Zudem zeigen wir dir 3 außergewöhnliche Berufe mit Tieren und gehen genauer auf Berufe mit Hunden ein. 

Berufe mit Tieren: Haus- und Wildtierhaltung

Wir stellen dir hier diese 3 Berufe näher vor:

Was macht ein Pferdewirt?

Als Pferdewirt züchtest und versorgst du Pferde, bildest Pferde und Reiter aus und berätst Kunden bei der Anschaffung ihres Tieres. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und wird in 5 Fachrichtungen angeboten: Klassische Reitausbildung, Pferdehaltung und Service, Pferderennen, Pferdezucht, Spezialreitweisen. 

Wenn du dich besonders für Pferde interessierst, könnte ein Beruf mit Pferden sogar noch besser zu dir passen.

Was macht ein Tierpfleger?

Du bist ein absoluter Tierliebhaber und würdest gerne jede Sekunde damit verbringen ihr Leben zu verbessern? Dann könnte der Beruf des Tierpflegers super zu dir passen! Dein Arbeitsalltag als Tierpfleger besteht aus Pflege, Betreuung und Versorgung der Tiere. Je nach Einsatzgebiet hast du es mit verschiedenen Tieren zu tun.

Entscheidest du dich für die Fachrichtung Tierheim und Tierpension hast du es meist mit Haustieren zu tun, die von ihren Besitzern abgegeben werden. Hier steht einfühlsame Pflege an erster Stelle.

Interessierst du dich mehr für die Spezialisierung Forschung und Klinik versorgst du meist kranke oder verletzte Haustiere in Tierarztpraxen oder achtest darauf, dass Versuchstiere so gut wie möglich behandelt werden.

Die dritte Möglichkeit ist die Fachrichtung Zoo. In diesem Bereich bist du für Tiere jeglicher Gattungen zuständig. So erfährst du in der Ausbildung wie du z.B. das Gehege der Leoparden richtig ausgestaltest oder das Terrarium der Schildkröten angemessen einrichtest. Dieser Beruf klingt interessant für dich? Nach abgeschlossener Ausbildung hast du zudem die Möglichkeit, dich zum Tierpflegemeister weiterzubilden oder gar ein Studium in den Bereichen Tiermedizin, Agrarwissenschaft oder Naturwissenschaft anzuhängen.

Was macht ein Tiermedizinischer Fachangestellter?

Tiermedizinische Fachangestellte (umgs. Tierarzthelfer) unterstützen Tierärzte beim Erstellen von Röntgenbildern, bei der OP-Vorbereitung, bei Verwaltungsarbeiten und bei der Beratung bzw. Aufklärung der Halter. In deiner Ausbildung lernst du die verschiedenen Arzneimittel, Impfstoffe und Laborinstrumente kennen. Außerdem lernst du über artgerechte Versorgung, Durchführung von Laboruntersuchungen oder Assistenzaufgaben bei operativen Eingriffen. Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung kannst du in Büros, Behandlungsräumen, Laboren oder auch Zoos und Tierheimen arbeiten.

Berufe mit Tieren: Nutztierhaltung

Hier geht es um diese 3 Berufe rund um die Nutztierhaltung:

Was macht ein Fischwirt?

Als Fischwirt bist du für die Fischhaltung, Fischzucht, Fischverarbeitung und Fischhandel zuständig. Hierbei handelt es sich um einen traditionsbewussten sowie vielseitigen Beruf: Du arbeitest vor allem in der Natur und auch bei jedem Wetter an Seen, Flüssen und Teichen. Du kannst diesen Tierberuf in 3 Jahren erlernen.

Angeboten werden 2 Fachrichtungen: Im Bereich der Aquakultur und Binnenfischerei ist das Thema Zucht vorrangig. Zudem lernst du, wie man den natürlichen Fischbestand erhält und wie man Fischbestände reguliert. Auch das Bewirtschaften und Erhalten natürlicher Gewässer und Lebensräume fällt in deinen Aufgabenbereich.

In der Fachrichtung Küstenfischerei und kleine Hochseefischerei bist du manchmal über einen längeren Zeitraum mit dem Kutter in Nord- oder Ostsee auf Fangreise. Du lernst hier, wie man mit Netzen Seefische fängt oder in Küstenregionen Reusen für Krustentiere auslegt. Zudem erfährst du, wie du Wetterinformationen einholst, auf See navigierst sowie Boote und Maschinen reinigst und wartest.

Was macht ein Landwirt?

Als Landwirt erzeugst du tierische (z.B. Milch, Fleisch) und/oder pflanzliche Produkte (z.B. Getreide, Mais). Du fütterst, tränkst und pflegst die Nutztiere, du bedienst landwirtschaftliche Maschinen und kümmerst dich je nach Jahreszeit um Aussaat, Düngung und Ernte.

Was macht ein Tierwirt?

Tierwirte kümmern sich um die Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben. Sie gewinnen tierische Produkte (z.B. Honig, Wolle, Milch) und vermarkten diese. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und wird in 5 Fachrichtungen angeboten: Geflügelhaltung, Imkerei, Rinderhaltung, Schäferei, Schweinehaltung.

Als Imker arbeitest du tagtäglich mit Bienen zusammen. Zu deinen Aufgaben gehören die Betreuung der Bienenvölker, die Aufzucht von Königinnen, die Honigernte und -pflege, aber auch Wachsgewinnung und Verarbeitung von Honig und Wachs. Um Imker zu werden, musst du eine Ausbildung zum Tierwirt in der Fachrichtung Imkerei absolvieren. Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung kannst du einerseits deinen eigenen Imkereibetrieb gründen oder andererseits als Angestellter bei Bieneninstituten oder Universitäten tätig werden. 

Außergewöhnliche Berufe mit Tieren

Hier findest du 3 weitere Jobs, bei denen du mit Tieren zu tun hast.

Was macht ein Schädlingsbekämpfer?

Schädlingsbekämpfer bei der Arbeit

Du hast keine Angst vor täglicher Benutzung von Chemikalien, Dreck und unschöne Gerüche machen dir nichts aus? Wie wäre es dann mit dem Beruf Schädlingsbekämpfer? Als Schädlingsbekämpfer setzt du dich mit Schädlingsbefall auseinander. Du verhinderst zum Beispiel die Einnistung von Würmern oder Termiten oder beugst anderen Problemen vor.

In deinen Aufgabenbereich fällt auch das Erkennen von bestimmten Schädlingen und der Höhe des Schadens. Wichtig ist auch, dass du kundenorientiert und selbstständig arbeiten kannst, da du auch in der Beratung und Aufklärung tätig bist.

Was macht ein Forstwirt?

Forstwirt

Auch als Forstwirt erledigst du vielfältige Aufgaben an der frischen Luft. In deiner Ausbildung lernst du alles Nötige, was du über Baumarten, das Ökosystem Wald und Rohstoffe wie Holz wissen musst.

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung bist du dann für Tätigkeiten wie Bäume fällen, Erhalten des Waldes, Maßnahmen gegen Schädlinge und Pflege der Wälder zuständig. Wenn dir das noch nicht reicht, kannst du dich anschließend auch zum Forsttechniker oder Forstwirtschaftsmeister weiterbilden.

Was macht ein Jäger?

Revierjäger

Du wärst am liebsten jede freie Sekunde in der Natur? Als Revierjäger verbringst du den Großteil deiner Arbeitszeit im Wald. Deine Aufgabe ist es gekonnt zu beobachten, wie die Population von Tieren wie Rehen, Wildschweinen und Füchsen momentan in deinem Revier aussieht.

Bemerkst du eine Überpopulation, ist es deine Aufgabe einen Abschussplan aufzustellen und bestimmte Tiere zu jagen. Oftmals arbeitest du mit einem Jagdhund zusammen. Eine weitere Aufgabe ist der Schutz der Pflanzen. Du pflanzt zum Beispiel neue Bäume und richtest zusätzlich Naturschutzflächen ein.

Nach deiner Ausbildung kannst du in Forst- und Jagdverwaltungen und Betrieben der Forstwirtschaft tätig werden. Voraussetzung für diesen Job ist einerseits Geduld aber auch körperliche Fitness und Verantwortungsbewusstsein.

Berufe mit Hunden

Und zum Schluss gibt es noch 3 Berufe für alle, für die ein Hund der beste Freund des Menschen ist.

Was macht ein Hundetrainer?

Hundetrainer

Als Hundetrainer liegt es in deiner Hand den Hundebesitzer und seinen Hund sowohl im Einzeltraining und in verschiedenen Gruppen zu unterstützen und zu fördern. Bei erzieherischen Schwierigkeiten bist du die erste Anlaufstelle, um dem Hund neue Verhaltensweisen beizubringen und die Entwicklung des Hundes zu stärken.

Wenn du Hundetrainer werden möchtest, brauchst du einerseits viel praktische Erfahrung mit den Tieren und andererseits viel Geduld und Durchsetzungsvermögen. Es gibt keine geregelte Ausbildung für diesen Beruf, du kannst aber durch verschiedene Seminare Trainerscheine erlangen und in Hundeschulen Zertifikate und Ausbildungen absolvieren. In deiner Ausbildung lernst du vielfältige Methoden, um in einzelnen Fällen entscheiden zu können, welche Maßnahmen und Trainings benötigt werden.

Was macht ein Hundeführer?

Als Hundeführer bist du für Erziehung und Ausbildung des Hundes zuständig. Du arbeitest in der Regel täglich mit ihm und sorgst für sein Wohlergehen. Du begleitest deinen Hund zu Einsätzen, wie der Rettung von Verletzten oder der Suche nach Drogen oder vermissten Menschen. In der Ausbildung zum Hundeführer hast du diverse Kombinationsmöglichkeiten. So kannst du zum Beispiel nach deiner Ausbildung bei der Polizei oder beim Sicherheits- und Wachdienst eine Weiterbildung zum Hundeführer anstreben. Meist handelt es sich dabei um eine kurze Ausbildung, die innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen abgeschlossen werden kann.

Was macht ein Hundefriseur?

Hundefriseur

Eine weitere Option ist der Hundefriseur. Viele Hundebesitzer bringen ihre Hunde gerne zum Hundefriseur, damit regelmäßige Haarschnitte, Styling und gute Pflege für das Fell durchgeführt werden. Um diesen Beruf zu erlernen, hast du 2 Möglichkeiten.

Zum einen bieten Privatschulen diese Ausbildungen an, in denen du alle notwendigen Fähigkeiten erlernst. Zum anderen kannst du vorerst eine Friseurausbildung machen, um dich dann anschließend zum Hundefriseur weiterzubilden.

Beruf mit Tieren: Zugang durch Studium

Bei den Ausbildungsberufen war nicht der passende Beruf dabei, du würdest aber gerne trotzdem einen Job mit Tieren ausführen? Die folgenden Berufe mit Tieren kannst du durch ein Studium erlernen:

  • Tierpsychologie
  • Tiermanagement
  • Zoologie (Master)
  • Biologie
  • Meeresbiologie
  • Veterinär-Medizin

Berufe-Lexikon

Bildnachweis: siehe Seite Bildnachweis