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Forstwirt – Ausbildung & Beruf

Arbeitsplatz Wald: Du bist gerne draußen in der Natur, interessierst dich für Tier- und Umweltschutz und hast keine Angst auch mal die Motorsäge in die Hand zu nehmen? Vielleicht ist dann die Ausbildung zum Forstwirt genau das Richtige für dich!

Was macht ein Forstwirt?

Forstwirte sorgen für den Erhalt, den Schutz und die Nutzbarkeit von Waldbeständen und übernehmen dabei die unterschiedlichsten Aufgaben: In diesem Beruf pflanzt du zum Beispiel junge Bäume, um neue Waldstücke anzulegen, bekämpfst Schädlinge, hilfst bei der Holzernte oder baust und verbesserst Waldwege. Aber auch das Aufstellen und Befüllen von Futterstellen, das Anbringen von Nistkästen oder der Schutz von Gewässern und deren Tier- und Pflanzenwelt gehören zu deinen Tätigkeiten. In deiner Ausbildung lernst du auch, welche einheimischen Wildtiere es gibt, wie man Bäume fällt, Maschinen zur Holzernte bedient und Waldbrände vermeidet und bekämpft.

Nach deiner Ausbildung arbeitest du fast nur im Freien. Manchmal bist du mit verschiedenen Fahrzeugen unterwegs, entweder um zu Einsatzorten zu kommen oder um bestimmte Arbeiten durchzuführen, wie z.B. Holzstämme transportieren.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 712 €

So läuft die Ausbildung ab

Du findest diesen Beruf spannend und interessierst dich dafür? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Forstwirt? In deiner Ausbildung zum Forstwirt bist im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Forstwirt und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Darin hältst du fest, welche Aufgaben und Inhalte du in deiner Ausbildung zum Forstwirt lernst.

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine praktische und schriftliche Zwischenprüfung. Am Ende deiner Ausbildung folgt die Abschlussprüfung, die aus praktischen und schriftlichen Teilen besteht. Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Forstwirt nennen.

Deine Prüfungen legst du vor dem Landwirtschaftsministerium, Ministerium für Landwirtschaft / Forsten oder andere Dienststelle bzw. vor der Landwirtschaftskammer ab. Dies ist die für dich zuständige Stelle.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Forstwirte.

Das lernst du in der Ausbildung zum Forstwirt: 

  • H wie Holzernte: Das Ernten von Holz zählt zu den Hauptaufgaben eines Forstwirtes. Du lernst, wie man überflüssige Äste entfernt, die Fallrichtung eines Baumes bestimmt, Bäume fällt und Holz fachgerecht lagert.
  • L wie Landschaftspflege: Wald ist nicht einfach nur Wald, sondern auch Erholungsgebiet und Wohnraum für viele Tiere. Zu deinen Aufgaben als Forstwirt gehören daher auch die Pflege und Erhaltung des Waldes. Du lernst in deiner Ausbildung wie man z.B. Biotope und Heideflächen erhält und Gewässer pflegt.
  • W wie Wildschäden: Als Forstwirt kümmerst du dich nicht nur um den Wald, sondern auch um seine Bewohner. Du lernst daher, was bei der Wildpflege zu beachten ist und wie man Schutzvorrichtungen an jungen Bäumen anbringt, um sie vor Schaden durch Wild zu bewahren.

Wenn du deine Ausbildung erfolgreich beendet hast, gibt es für dich viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, z.B. zum Forstwirtschaftsmeister oder zum Fachagrarwirt. Wenn du die (Fach-)Hochschulreife hast, könntest du auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen Holztechnik, Landschaftsökologie oder Biologie.

Forstwirt: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
28%
Mittlere Reife
55%
Hauptschulabschluss
17%
Kein Abschluss
0%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Bio
Englisch
Werken

3 wichtige Stärken:

Selbstorganisation
Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein
Handwerklich-technisches Geschick

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: In der freien Natur / im Freien
Feste Zeiten
Körperliche Beanspruchung

Forstwirt kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die meisten Azubis haben die Mittlere Reife, gefolgt von Azubis mit (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleinerer Teil startet mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung.

Gute Noten und Kenntnisse in Biologie und Werken zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir später im Beruf, da du biologische Kenntnisse brauchst und anwendest. Auch gute Mathekenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, z.B. um Flächen- und Raumberechnungen zu erstellen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Forstwirt mitbringst. In diesem Beruf ist vor allem Verantwortungs- und Gefahrenbewusstsein wichtig, z.B. beim Fällen von Bäumen. Zudem solltest du eine gute Selbstorganisation haben sowie handwerklich-technisches Geschick mitbrigen, dass dir beim Einzäunen von Aufforstungsflächen hilft.

Forstwirt ist ein handwerklicher Beruf. Das Arbeitsumfeld eines Forstwirts ist meist der Wald, z.B. in Forstbetrieben. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und bist körperlicher Beanspruchung ausgesetzt, z.B. durch schweres Heben und Tragen.

Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Forstbetrieb bist du viel im Freien unterwegs und der Witterung ausgesetzt. Du kannst aber auch bei Forstämtern und Forstverwaltungen arbeiten. Hier bist du überwiegend im Büro tätig. Du solltest dir daher genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Baumstämme" © Martin_P / Fotolia