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Friseur – Ausbildung & Beruf

Für viele Personen ist der Friseurbesuch ein kleines Stückchen Urlaub in ihrem Alltag und mehr als „Bitte einmal waschen, schneiden und föhnen!“

Was macht ein Friseur?

Friseure üben einen vorwiegend handwerklichen Beruf aus. Friseure waschen, schneiden, pflegen, färben und frisieren die Haare ihrer Kunden; daneben sind sie aber auch fachkundige Berater und Ansprechpartner bei Fragen rund um Frisur, Perücke und Toupet. Sie geben modische Tipps oder beraten bei der Auswahl und Verwendung von Pflegeprodukten und Kosmetika.

Im Berufsbild Friseur wird deshalb auch Wert darauf gelegt, dass du erfährst, was man bei der Beratung, Betreuung und Behandlung der Kunden beachten muss. In deiner Ausbildung übst du unterschiedliche Haarschneide-Techniken und lernst Dauerwellen zu legen, Hochsteckfrisuren zu gestalten oder Haarteile einzuarbeiten. In der Berufsschule lernst du, wie man Haare tönt, färbt oder blondiert und Nägel gestaltet. Nach deiner Ausbildung als Friseur bzw. Friseurin wirst du außerdem wissen, wie man die Inventur durchführt, einen individuellen Behandlungsplan erstellt oder die Kasse abrechnet.

Nach der Ausbildung arbeiten Friseure meistens in Friseursalons. Da zu ihren Aufgaben aber ebenso kosmetische Hautbehandlungen und Nagelpflege gehören, werden ihre Dienste auch in Wellnesshotels, Bäderbetrieben oder Kosmetiksalons benötigt.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

HWK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Friseur bzw. Friseurin? Die Ausbildung zum Friseur ist eine duale Ausbildung. Du bist also im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Friseur und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Im zweiten Ausbildungsjahr legst du den ersten Teil deiner Gesellenprüfung ab. Am Ende der Ausbildung wartet Teil 2 der Gesellenprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Friseur.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungsverordnung für Friseure.

Das lernst du in der Ausbildung zum Friseur:

  • H wie Haarersatz: Ob Haarverlängerung, Perücke oder Toupet: Als Friseur kennst du dich auch mit Haarersatz aus und verhilfst deinen Kunden zu einer vollen Haarpracht.
  • M wie Marketing: Ohne Kunden kein Umsatz. Deshalb erfährst du in der Ausbildung, wie du Kunden durch gezielte Werbemaßnahmen gewinnst und an dich bindest.
  • N wie Nageldesign: Gepflegte Nägel gehören zu einem ordentlichen Äußeren genauso dazu, wie gepflegte Haare. Als Friseur weißt du, wie man Nägel pflegt und verschönert.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Friseurmeister oder Fachwirt für Kosmetik und Wellness. Du könntest aber auch ein Studium an deine Ausbildung zum Fotografen anschließen, zum Beispiel in den Studiengängen Maskenbild oder Bühnenbild.

Friseur: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind.

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
5%
Mittlere Reife
29%
Hauptschulabschluss
61%
Kein Abschluss
5%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Deutsch
Kunst
Chemie

3 wichtige Stärken:

Gestalterische Fähigkeiten
Durchhaltevermögen
Neugierde & Lernbereitschaft

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Laden, Geschäft
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen
Viel Kontakt mit Menschen

Friseur bzw. Friseurin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Ungefähr drei Viertel der Azubis starten mit Hauptschulabschluss in die Friseur-Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ermittelt hat. Etwa ein Drittel der Ausbildungsanfänger hat einen mittleren Abschluss und nur sehr wenige Azubis mit (Fach-)Abi oder ohne Abschluss machen eine Ausbildung zum Friseur.

Besonders gute Chancen auf eine freie Stelle hast du mit guten Noten in den Fächern Deutsch, Kunst und Chemie. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst. Angehende Friseure sollten kreativ sein und gestalterische Fähigkeiten haben. Genauso wichtig ist es, dass du deine Arbeit zielstrebig durchführst, auch wenn sie mal beschwerlich ist. Neben Durchhaltevermögen solltest du auch eine gute Portion Neugierde und Lernbereitschaft mitbringen und keine Angst davor haben, dein Wissen ständig zu erweitern. 

Als Friseur ist deine Arbeitsumgebung in der Regel der Laden bzw. das Geschäft, zum Beispiel bei einer Anstellung in einem Friseur-Salon. Daher ist der Kontakt mit Menschen auch der Normalfall. Dienstreisen kommen in diesem Beruf nur selten vor.

Aber Friseur ist nicht gleich Friseur. Deine Arbeitsbedingungen können auch ganz anders aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Friseurstudio hast du viel mit Kunden zu tun und arbeitest wahrscheinlich mit wenigen Kollegen zusammen. Arbeitest du bei Fernseh-, Film- und Theaterproduktionen mit und frisierst die Darsteller, hast du einen ganz anderen Tagesablauf und bist auch viel unterwegs. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Friseur" © wideonet / Fotolia