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Verkäufer – Ausbildung & Beruf

Als Kind stand der Kaufmannsladen im Kinderzimmer, das Obst war aus Plastik und die Packung Waschmittel so groß wie eine Streichholzschachtel. Und schon damals hat es einen riesen Spaß gemacht, Verkäufer zu sein.

Was macht ein Verkäufer?

Im wirklichen Leben nehmen Verkäufer und Verkäuferinnen Waren an, sortieren sie, räumen sie ein und verkaufen sie wieder. Um welches Sortiment es sich dabei handelt, hängt von dem Bereich ab, in dem sie arbeiten: Im Bereich „Mode und Bekleidung“ sind es z.B. Uhren oder Schuhe, im Bereich „Ernährung und Gesundheit“ können es Nahrungsmittel oder Tabakwaren sein und im Bereich „Haushalt und Wohnen“ sind Verkäufer und Verkäuferinnen für Möbel und Elektrogeräte zuständig.

Da freundlicher und guter Service in diesem Job das A und O sind, wird in deiner Verkäufer Ausbildung auf die persönliche Kundenberatung besonderer Wert gelegt. Du lernst, wie man Verkaufsgespräche führt und mit Beschwerden und Reklamationen umgeht. Zusätzlich erfährst du, wie man Waren lagert und eine Inventur durchführt.

Nach deiner Verkäufer Ausbildung kannst du in Supermärkten, Kaufhäusern oder einem Fachgeschäft des Einzelhandels, wie etwa einem Sportwarengeschäft, tätig sein.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Verkäufer Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon.

Ausbildungslexikon Verkäufer

Das lernst du in der Verkäufer Ausbildung:

  • K wie Kulanz: Reklamationen oder schwierige Kundenwünsche: Als Verkäufer kann es wichtig sein, gegenüber dem Kunden Kulanz und Kompromissbereitschaft zu zeigen.
  • V wie Verkaufsgespräch: „Kann ich Ihnen behilflich sein?“ – In der Verkäufer Ausbildung lernst du, wie du erfolgreich Verkaufsgespräche führst und Kunden berätst.
  • W wie Warenpräsentation: Gut präsentiert ist halb verkauft: Eine gute Warenpräsentation kann die Kaufentscheidung beeinflussen und somit den Umsatz fördern. Daher lernst du, wie du Waren verkaufswirksam präsentierst.

 Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Verkäufer.

Verkäufer: Ausbildungsvergütung & Steckbrief

Die Verkäufer Ausbildung bzw. die Ausbildung zur Verkäuferin ist eine duale Ausbildung, d.h. die Theorie findet in der Berufsschule statt und die Praxis in einem Handelsunternehmen. In der Regel dauert die Verkäufer Ausbildung 2 Jahre, kann aber guten Leistungen auf 1-1,5 Jahre verkürzt werden. Hier findest du Infos zur Ausbildungsverkürzung. Die zuständige Stelle ist die IHK. Du legst also vor der IHK deine Prüfungen ab und bekommst dein Zeugnis.

Art der Ausbildung

duale Ausbildung

Dauer der Ausbildung

2 Jahre, Verkürzung möglich

Ausbildungsvergütung

1. Ausbildungsjahr 714 €

Weitere Infos zur Ausbildungsvergütung im 2. Ausbildungsjahr sowie zum Einstiegsgehalt findest du auf der Gehaltsseite.

Übrigens: In der interaktiven Gehaltsgrafik kannst du zusätzlich 3 Berufe auswählen und die Ausbildungsvergütungen miteinander vergleichen. Zum Gehalt Verkäuferin 

Verkäufer: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle als Verkäuferin hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind. Dazu haben wir uns Stellenanzeigen unterschiedlicher Ausbildungsbetriebe angeschaut:

Welcher Schulabschluss wird von Arbeitgebern gewünscht?

Abitur / Fachabitur
0%
Mittlere Reife
5%
Hauptschulabschluss
75%
Beliebiger Abschluss
20%
Quelle: Eigene Auswertung von Stellenanzeigen auf AZUBIYO.de (Stand: Dezember 2016)

Verkäuferin bzw. Verkäufer kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die Grafik oben zeigt jedoch, dass drei Viertel der Ausbilder einen Hauptschulabschluss erwartet. Ein kleiner Teil der Unternehmen wünscht sich einen mittleren Schulabschluss und 20% der Betriebe findet es nicht so wichtig, welchen Abschluss du hast.

Wichtig sind gute Noten in:

34% Mathe
32% Deutsch
14% Englisch

Die 3 wichtigsten Stärken:

1
Neugierde & Lernbereitschaft
2
Sorgfalt & Genauigkeit
3
Eigeninitiative & Entscheidungsfreude

Für jeweils ein Drittel der Ausbildungsbetriebe sind gute Noten in Mathe und Deutsch wichtig. Außerdem legt ein kleiner Teil Wert auf gute Englischkenntnisse. Aber auch wenn du in diesen Fächern nicht die besten Voraussetzungen mitbringst, kannst du dich natürlich trotzdem auf einen Ausbildungsplatz bewerben.

Am wichtigsten ist deine Motivation für die Ausbildung und deine Lernbereitschaft. Weitere Stärken, die sich Arbeitgeber von angehenden Verkäufern und Verkäuferinnen wünschen, sind Eigeninitiative und Entscheidungsfreude und eine genaue, sorgfältige Arbeitsweise.

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Laden, Geschäft
Samstagsarbeit
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen

 

Da der Verkäufer ein Beruf aus dem Bereich Handel ist, bist du bei deiner Tätigkeit auch überwiegend im Umfeld Laden & Geschäft tätig, also zum Beispiel in Supermärkten oder Kaufhäusern. Typisch für diesen Beruf ist die Arbeit an Samstagen, Dienstreisen kommen in der Regel nicht vor.

Aber Verkäufer ist nicht gleich Verkäufer. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

So läuft die Verkäufer Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Verkäufer? In deiner Verkäufer Ausbildung bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Verkäufer und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig. 

Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine schriftliche Zwischenprüfung ab. Am Ende der Verkäufer Ausbildung nimmst du an der Abschlussprüfung teil, die aus 3 schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Verkäufer bzw. staatlich anerkannte Verkäuferin.

Nach Abschluss deiner Verkäufer Ausbildung hast du zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Beispielsweise kannst du die Ausbildung fortsetzen und Kaufmann im Einzelhandel werden. Oder du machst eine Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt - Handel. Aber auch ein Studium im Bereich BWL oder Handelsbetriebswirtschaft ist denkbar.

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Bildnachweis: „Verkäufer im Laden" © mangostock / Shutterstock.com