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Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Ausbildung & Beruf

Ausbildung Immobilienkaufmann

Mit der Bepflanzung des Innenhofs einer eurer Immobilien läuft es einfach nicht rund: Eigentlich hatten die Mieter sich in einer Umfrage für bienenfreundliche Pflanzen ausgesprochen – die Gärtnerei hält das aber angesichts des Standortes für schwierig. Die Alternative passt aber der Wohnbaugenossenschaft, für die du als Immobilienkaufmann arbeitest, nicht: Unwirtschaftlich und mit viel Aufwand verbunden. Nun muss das Konzept noch einmal überarbeitet werden. Doch mit deiner Erfahrung wird auch das klappen!

Berufsbild Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau

Was macht ein Immobilienkaufmann (m/w/d)?

Immobilienkaufleute sind zuständig für den Kauf und die Vermittlung von Objekten, den Bau bzw. die Sanierung von Immobilien und deren Verwaltung. Sie führen Besichtigungen durch und beraten Mieter in Finanzierungsfragen.

Als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau bist du zuständig für:

  • Kauf, Verkauf & Vermietung von Immobilien
  • Neubau & Sanierung von Objekten
  • Verwaltung von Gebäuden & Grundstücken

Es geht dabei nicht immer nur um Wohngebäude, sondern auch um gewerbliche Objekte, Sportanlagen oder Fabrikgelände. Immobilienkaufleute kennen die aktuellen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt und wissen, wie sie ihren Kunden weiterhelfen können. 

Bist du bei einem Unternehmen, das Immobilien verwaltet, kannst du dich auch um die Entgegennahme von Schadensmeldungen, die Organisation der Treppenhausreinigung oder die Einberufung von Mieterversammlungen kümmern. Du bist dann auch Ansprechpartner für die Bewohner und deren Anliegen.

Wie sieht der Berufsalltag als Immobilienkaufmann aus?

Den klassischen Berufsalltag von Immobilienkaufleuten gibt es nicht, denn die Einsatz- und Tätigkeitsbereiche sind sehr vielfältig. Je nachdem, ob du in der Verwaltung, Vermietung oder in der Planung von Immobilien tätig bist, erwarten dich unterschiedliche Aufgaben. Du kennst dich aber mit Werten und Verträgen aus und weißt, wie du Probleme löst und richtig kommunizierst.

Du nimmst Anrufe entgegen, bearbeitest die Anliegen und fährst auch raus: Du besichtigst Grundstücke, führst Interessenten durch Gebäude oder erklärst Exposés. Bei Neubauten kümmerst du nicht nur um Kaufinteressenten, sondern auch um Baugenehmigungen und -fortschritte. Außerdem kannst du andere kaufmännische Tätigkeiten wie Jahresabrechnungen, Schriftverkehr oder Buchhaltung übernehmen. Bildschirmarbeit ist typisch für Immobilienkaufleute.

Für Wohnungsbesichtigungen bist du aber auch mit deinen Kunden verabredet und musst daher mit unregelmäßigen Arbeitszeiten rechnen, da diese häufig nur abends oder am Wochenende Zeit haben.

Wo arbeitet man als Immobilienkaufmann?

Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau ist ein kaufmännischer Beruf. Du bist beispielsweise bei Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften angestellt, arbeitest bei Wohnungsbauunternehmen, Immobilienmaklern oder in der Immobilienabteilung von Banken und Sparkassen. In der Regel ist dein Arbeitsplatz das Büro.

Ausbildung zum Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau

Wie läuft die Ausbildung zum Immobilienkaufmann ab?

In deiner Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Immobilienkaufmann und übernimmst konkrete Aufgaben. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. 

Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung, am Ende der Ausbildung warten 3 schriftliche und eine mündliche Abschlussprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Immobilienkaufmann bzw. staatlich anerkannte Immobilienkauffrau.

Was lernt man in der Ausbildung zum Immobilienkaufmann?

In der dualen Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau lernst du, wie man Verträge unterschriftsreif vorbereitet, auf welche Weise man Kundengespräche und Hausbesichtigungen durchführt, wie man Werbeaktionen plant und Exposés erstellt. 

Du bist aber nicht nur im Ausbildungsbetrieb mit diesen praktischen Aufgaben betraut, sondern besuchst auch die Berufsschule. Hier erwarten dich allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde, sondern auch berufsspezifische Lernfelder. Die heißen dann Wohnraumvermietung und -verwaltung, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle oder Wirtschaftsenglisch.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon:

  • B wie Baumaßnahmen: Mehr als nur (ver)kaufen: In der Ausbildung Immobilienkaufmann lernst du auch, wie Neubau-, Sanierungs- oder Modernisierungsprojekte geplant und betreut werden.
  • F wie Finanzierung: Hier dreht sich alles um Zahlen! Als Immobilienkaufmann kümmerst du dich z.B. um die Aufstellung von Finanzierungsplänen und die Durchführung von Investitions- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
  • V wie Vermietung: Wie du Mietpreise kalkulierst, Mietverträge unterschriftsreif vorbereitest und Heiz- und Betriebskosten abrechnest, wird dir in der Ausbildung zum Immobilienkaufmann beigebracht.

Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der Ausbildung zur Immobilienkauffrau findest du in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Immobilienkaufleute.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Ausbildungsvergütung

941 - 1.178 €

Immobilienkaufmann: Voraussetzungen für die Ausbildung

Hier zeigen wir dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Schulfächer

  • Mathe
  • Wirtschaft
  • Deutsch

Stärken

  • Überzeugungsfähigkeit
  • Durchhaltevermögen
  • Neugierde & Lernbereitschaft

Arbeitsbedingungen

  • Umfeld: Büro
  • Flexible Zeiten, Gleitzeit
  • Gelegentliche Dienstreisen

Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Der Großteil der Azubis startet mit Fachabitur oder Abitur in die Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ungefähr ein Viertel der Azubis hat einen mittleren Abschluss. Mit Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss wirst du dich also eher schwertun, eine Ausbildungsstelle zu finden, unmöglich ist es aber nicht.

Mit guten Noten in Mathe kannst du in dieser Ausbildung auf jeden Fall punkten. Auch gute Wirtschaft- und Deutschkenntnisse können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst. Immobilienkaufleute müssen vor allem Überzeugungsfähigkeit besitzen, brauchen Durchhaltevermögen (z.B. bei langwierigen Beratungs- und Verkaufsgesprächen) und sollten lernwillig sein.

Immobilienkaufmann ist ein kaufmännischer Beruf, in dem du in der Regel sehr viel im Büro tätig bist. Für Wohnungsbesichtigungen fährst du aber auch mal direkt zu den Kunden und musst daher mit unregelmäßigen Arbeitszeiten rechnen, da diese häufig nur abends oder am Wochenende Zeit haben. Dienstreisen kommen gelegentlich vor.

Aber Immobilienkaufmann ist nicht gleich Immobilienkaufmann. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

Wie viel verdient ein Immobilienkaufmann in der Ausbildung?

Als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau kannst du in der Ausbildung im Schnitt mit folgenden Ausbildungsvergütungen:

  • im 1. Ausbildungsjahr: 941 Euro
  • im 2. Ausbildungsjahr: 1.057 Euro
  • im 3. Ausbildungsjahr: 1.178 Euro

Du möchtest gerne noch mehr erfahren? Hier geht es zur Immobilienkaufmann Gehaltsseite.

Blick hinter die Kulissen: Erfahrungsberichte von Azubis

Passt die Ausbildung zum Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau zu mir?

Die Arbeit als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau passt zu dir, wenn 

  • du freundlich und höflich bist
  • du gerne kommunizierst
  • du Interesse an Wirtschaft hast
  • du dich gut durchsetzen kannst

Die Tätigkeit als Immobilienkaufmann ist nicht optimal für dich, wenn

  • du keine unregelmäßigen Arbeitszeiten magst
  • du kein Interesse an Finanzen hast
  • du nicht im Büro arbeiten möchtest
  • dir Termindruck Stress verursacht
Wie gut passt der Beruf Immobilienkaufmann zu dir?
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Schritt {{mobileQuestionIndex+1}} von 5

Alles im grünen Bereich? Dann mach den Berufswahltest und finde heraus, zu wie viel Prozent diese Ausbildung tatsächlich zu dir passt. → Jetzt Eignung testen! Du bist dir schon sicher, dass es dein Traumberuf ist? Dann findest du hier freie Ausbildungsplätze ↓

Eine Tätigkeit im kaufmännischen Bereich kannst du dir gut vorstellen, aber du bist noch nicht sicher, welcher Beruf am besten zu dir passt? Dann schau dir noch folgende verwandte Berufe an: 

Weiterbildung & Zukunftsaussichten

Hast du die Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau abgeschlossen, hast du zahlreiche Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten. Bei Weiterbildungen unterscheiden wir zwischen 3 verschiedenen Wegen:

  • Anpassungsfortbildung,
  • Aufstiegsfortbildung &
  • Studium.

Weiterbildung nach der Ausbildung zum Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau

Bei Anpassungsfortbildungen geht es darum, dein Wissen aktuell zu halten, um Entwicklungen in den Bereichen Immobilienwirtschaft, Verkehrswertermittlung, Maklergeschäft oder Vertragsrecht kennenzulernen. 

Mit einer Aufstiegsfortbildung willst du Karriere machen, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt - Immobilien, zum Fachwirt - Immobilien oder zum Fachberater - Finanzdienstleistungen. Aber auch ein Studium kannst du anschließen.

Passende Studiengänge als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau sind: 

Nachhaltigkeit & Zukunftsaussichten als Immobilienkaufmann

Immobilienkaufleute befassen sich in ihrem Alltag oft mit Nachhaltigkeit: Das geht von nachhaltigen Bauweisen bis hin zur Digitalisierung in der Kommunikation. Denn ein Exposé oder ein Mietvertrag in Papierform ist zwar nett, vielleicht aber nicht mehr zeitgemäß? Auch hierfür findet der Immobilienkaufmann eine Lösung und passt sich trotzdem an seine Kunden und Geschäftspartner an. Das gilt ebenfalls für andere Verwaltungsabläufe: Den Wasserrohrbruch per Kurznachricht melden oder per Videoschaltung an der Eigentümerversammlung teilnehmen? Damit das klappt, engagieren sich Immobilienkaufleute und bilden sich selbst stetig weiter.

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Weitere Infos

Bildnachweis: „Immobilienkauffrau in Besprechung mit Paar" © BalanceFormCreative - stock.adobe.com; „Mit Kunden Immobilienpläne besprechen" ©Drazen - stock.adobe.com; „Immobilienkauffrau bei Wohnungsbesichtigung" ©goodluz - stock.adobe.com; „Termin für Wohnungsbesichtigungen vereinbaren" ©amnaj - stock.adobe.com; „Unterlagen für die Betriebskostenabrechnung auswerten" ©Andrey Popov - stock.adobe.com; „Grundriss der Immobilie erläutern" ©rh2010 - stock.adobe.com