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Betriebswirt allg. Betriebswirtschaft – Ausbildung & Beruf

„Im heutigen Leben bedeutet Spielraum alles“ sagte bereits Oscar Wilde vor über 100 Jahren. Als Betriebswirt hast du den absoluten Spielraum und kannst in den unterschiedlichsten Bereichen eines Unternehmens tätig sein.

Was macht ein Betriebswirt für allg. Betriebswirtschaft?

Das Berufsbild Betriebswirt für allgemeine Betriebswirtschaft ist sehr vielseitig: von Marketing über Finanz- und Rechnungswesen bis hin zu Produktionsplanung öffnet diese Ausbildung zahlreiche Türen.

Im Finanz- und Rechnungswesen ist der Betriebswirt die rechte Hand der Geschäftsführung. Im Bereich Marketing gehören der Kontakt zu Kunden sowie Absatzplanung, Verkaufsplanung sowie -organisation und die Planung von Werbemaßnahmen zum Aufgabenfeld des Betriebswirts. Im Personalwesen kümmert er sich um das Ermitteln und Planen von Personalbedarf sowie um die Organisation von Ausbildung und Weiterbildung. In der Materialwirtschaft und Logistik ist der Betriebswirt dafür zuständig, dass die richtigen Mengen an Waren zum richtigen Zeitpunkt bestellt werden und organisiert das Lager.

Es handelt sich um eine Abiturientenausbildung, die eine kaufmännischen Ausbildung zum Beispiel Bankkaufmann oder Industriekaufmann mit einer Zusatzqualifikation kombiniert. Welche Aufgaben du in deiner Ausbildung erlernst, richtet sich deshalb auch nach dem jeweiligen integrierten Ausbildungsberuf. Und je nach Branche, Unternehmen und Aufgabenbereich gibt es im Berufsbild Betriebswirt für allgemeine Betriebswirtschaft auch ganz unterschiedliche Tätigkeitsschwerpunkte.

Nach deiner Ausbildung kannst du in zahlreichen verschiedenen Branchen arbeiten. Von Marketing, über Tourismus bis hin zu Medien und Informationsdiensten. Deine Arbeit übst du überwiegend in Büroräumen aus, kannst aber auch im Außendienst tätig sein, wenn du zum Beispiel im Bereich Marketing für spezielle Großkunden zuständig bist.

Art der Ausbildung

Abiturientenausbildung (duale Berufsausbildung und Zusatzqualifikation)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du findest diesen Beruf spannend und interessierst dich dafür? Dann fragst du dich bestimmt: Wie werde ich Betriebswirt? Die Ausbildung zum Betriebswirt für allg. Betriebswirtschaft ist eine Abiturientenausbildung, in der du zusätzlich zu einer dualen Ausbildung (z.B. Kaufmann im Einzelhandel) die Zusatzqualifikation Betriebswirt erwirbst. Die duale Ausbildung absolvierst du ganz klassisch im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Während deiner Ausbildung führst du ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten. Dieses dient als Ausbildungsnachweis und wird von deinem Ausbilder regelmäßig kontrolliert.

Zusätzlich zur Abschlussprüfung im dualen Ausbildungsberuf (z.B. Kaufmann im Einzelhandel) legst du die Prüfung zum Betriebswirt ab. Diese besteht aus einem schriftlichen Teil sowie mündlichen Prüfungen. Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich geprüfter Betriebswirt nennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt für Unternehmensführung. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen BWL, Handwerksmanagement oder Industriebetriebswirtschaft.

Betriebswirt allg. Betriebswirtschaft: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Hilfreich sind gute Noten in:

Wirtschaft / Recht
Deutsch
Mathe

3 wichtige Stärken:

Analytische Fähigkeiten
Selbstorganisation
Eigeninitiative & Entscheidungsfreude

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Büro
Flexible Zeiten, Gleitzeit
Gelegentliche Dienstreisen

Da es sich um eine Abiturientenausbildung handelt, wird in der Regel die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife vorausgesetzt. In einigen Fällen genügt die Fachhochschulreife. Zudem ist ein Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen für die kaufmännische Ausbildung erforderlich. 

Gute Noten und Kenntnisse in Wirtschaft/Recht zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Verstehen von wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhängen. Auch gute Kenntnisse in Mathe können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise bei Gewinn-und-Verlust-Rechnungen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Betriebswirt mitbringst. Neben einer guten Selbstorganisation sind in diesem Beruf vor allem analytische Fähigkeiten von Vorteil, zum Beispiel beim Auswerten von ökonomischen Kennziffern deines Unternehmens. Zudem solltest du über Eigeninitiative und Entscheidungsfreude verfügen, z.B. um bei Investitionsentscheidungen deine Meinung mit einzubringen.

Betriebswirt ist ein kaufmännischer Beruf, daher ist dein Arbeitsumfeld größtenteils ein Büro, z.B. in der öffentlichen Verwaltung. In der Regel hast du feste Arbeitszeiten und kannst auch des Öfteren auf Dienstreisen sein, z.B. im Außendienst beim Kunden oder auf Messen.  

Dein Arbeitsumfeld kann unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Je nach Unternehmen hast du unterschiedliche Schwerpunkte, mit denen du dich befasst. So kannst du sowohl in einer öffentlichen Verwaltung arbeiten als auch in einem großen Unternehmen in der Medienbranche. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Geschäftsmann im Büro" © lev dolgachov / Fotolia