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Drogist – Ausbildung & Beruf

Wie kriege ich die Schokoflecken aus dem T-Shirt der Kinder, welche Haartönung ist allergenarm und welche Putzmittel sind biologisch abbaubar? Fragen zu Hygieneartikeln, Putzmitteln oder dem passenden Lippenstift – Der Drogist hat die Antwort!

Was macht ein Drogist?

Das Berufsbild Drogist ist sehr vielseitig und abwechslungsreich: Die wichtigsten Aufgaben in diesem Beruf sind die Beratung von Kunden in Drogeriemärkten sowie der Verkauf, die Bestellung und Lagerung von Drogerieware.

Im Berufsalltag verbringt der Drogist viel Zeit mit Kundenkontakt; sei es bei der Beratung bezüglich Körperpflegeprodukten, Kosmetikartikeln oder Waschmitteln, oder beim Verkauf der Ware an der Kasse. Darüber hinaus bestellt der Drogist gewünschte Ware, nimmt diese entgegen und lagert sie. Auch das Arrangement von Ware in Schaufenstern und Regalen gehört mit zum beruflichen Alltag.

Im Berufsbild Drogist können aber ganz unterschiedliche Aufgabenbereiche im Vordergrund stehen – je nach Betrieb, Branche und beruflicher Position. Welche Aufgaben du in deiner Drogistin-Ausbildung erlernst, regelt die Ausbildungsverordnung zum Drogist.

Nach deiner Drogistin-Ausbildung kannst du im Einzelhandel arbeiten, z.B. in Drogeriemärkten oder Drogerieabteilungen in Kaufhäusern und Supermärkten, aber auch im Großhandel für kosmetische Erzeugnisse.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb)

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, Verkürzung auf 2-2,5 Jahre möglich

Zuständige Stelle

IHK

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich bestimmt: Wie werde ich Drogist? In deiner Ausbildung als Drogist bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Die praktische Seite des Berufsbildes erlernst du im Betrieb, indem du konkrete Aufgaben übernimmst. In der Berufsschule wird dir das theoretische Hintergrundwissen vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Dein Ausbilder überprüft dein Berichtsheft regelmäßig.

In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres absolvierst du eine schriftliche Zwischenprüfung. Am Ende deiner Ausbildung wartet die Abschlussprüfung auf dich, die aus einem praktischen Teil und schriftlichen Teilen besteht. Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich anerkannter Drogist nennen.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Betriebswirt oder zum Fachwirt. Wenn du das (Fach-)Abitur hast, könntest du aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel in den Bereichen BWL oder Pharmazie.

Drogistin: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, mit welchem Schulabschluss, welchen Schulfächern und Stärken du besonders gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle hast, und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
47%
Mittlere Reife
44%
Hauptschulabschluss
8%
Kein Abschluss
1%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Chemie
Deutsch
Mathe

3 wichtige Stärken:

Neugierde und Lernbereitschaft
Selbstorganisation
Sorgfalt & Genauigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Laden, Geschäft
Samstagsarbeit
Überdurchschnittlich viel Kontakt mit Menschen

Drogist kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Die Mehrheit der Azubis hat das (Fach-)Abitur, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Danach folgen Azubis mit Realschulabschluss und ein kleinerer Teil mit Hauptschulabschluss. Es beginnen kaum Azubis ohne Abschluss die Ausbildung.

Gute Noten und Kenntnisse in Mathe und Chemie zahlen sich bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz aus, denn sie helfen dir z.B. beim Berechnen von Preisen. Auch gute Kenntnisse in Deutsch können bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz hilfreich sein, beispielsweise um Angebote zu verfassen. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du ein großes Interesse und die passenden Stärken für die Ausbildung zum Drogist mitbringst. Neben einer guten Selbstorganisation ist in diesem Beruf vor allem eine sorgfältige und genau Arbeitsweise von Vorteil, zum Beispiel beim Kassieren. Außerdem solltest du Neugierde und Lernbereitschaft für die Ausbildung zum Drogist mitbringen.

Drogist ist ein kaufmännischer Beruf, daher ist dein Arbeitsumfeld größtenteils ein Laden, z.B. eine Drogerie. In der Regel arbeitest du auch samstags und hast viel Kontakt mit Menschen, denen du z.B. bei Fragen weiterhilfst.

Dein Arbeitsumfeld kann unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Im Laden arbeitest du an der Kasse, hilfst Kunden weiter und sortierst Waren ein. Es fallen aber auch organisatorische Arbeiten im Büro an, z.B. das Bestellen von Waren. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Drogistin und Kunde" © william87 / Fotolia