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Kosmetiker – Ausbildung & Beruf

„Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker.“ – William Somerset Maugham
Mascara, Concealer, Nail Polisher und Kajal sind für dich keine Küchenuntensilien oder Sportgeräte? Dann könnte eine Ausbildung zum Kosmetiker bzw. zur Kosmetikerin das Passende für dich sein.

Was macht ein Kosmetiker?

Das Berufsbild Kosmetiker ist sehr facettenreich. Im Vordergrund steht bei diesem Beruf der Kundenkontakt. Kosmetiker beraten ihre Kunden zu verschiedenen Themen, wie pflegende und dekorative Kosmetik, und führen Behandlungen am ganzen Körper durch.

Im Berufsalltag haben Kosmetiker vor allem viel Kontakt mit Menschen. Sie empfangen Kunden und ermitteln deren Wünsche. Dann erfolgt die Beratung, bei der das Warenangebot und die betrieblichen Serviceleistungen berücksichtigt werden. Bevor Kosmetiker ihre Kunden behandeln können, müssen sie den Zustand und die Beschaffenheit der Haut beurteilen. Denn nur dann können individuelle Behandlungspläne erstellt und passende Kosmetikartikel gefunden werden.

In der pflegenden Kosmetik behandeln Kosmetiker Gesicht, Hände, Nacken und Füße. Für diese Behandlungen müssen sie die Bedienung von verschiedenen Apparaten und Instrumenten, wie beispielsweise Schleifgeräten für Hornhaut, lernen. Wie alle hygienischen Aspekte in der Kosmetik spielt auch die anschließende Reinigung und Sterilisation eine sehr große Rolle. In der dekorativen Kosmetik ist es wichtig Farb- und Typberatungen durchzuführen, sowohl unter der Berücksichtigung von Kundenwünschen, als auch mit Blick auf die aktuellen Trends. Wenn sich Kunde und Kosmetiker auf ein Ergebnis geeinigt haben, gestaltet der Kosmetiker Nägel oder Haut. Da auch der Verkauf von Kosmetikartikeln zu den täglichen Aufgaben gehört, gibt es in der Ausbildung auch einen kleinen Einblick in betriebswirtschaftliche Vorgänge. Dabei lernst du beispielsweise, wie man Preise kalkuliert und auszeichnet oder wie man eine Inventur durchführt.

Nach deiner Ausbildung arbeitest du hauptsächlich in Kosmetikstudios oder in Unternehmen, die kosmetische Behandlungen anbieten, wie Wellnesshotels oder Beautyfarmen.

Art der Ausbildung

dual (Berufsschule und Betrieb), auch schulisch möglich

Dauer der Ausbildung

1-3 Jahre, Verkürzung ist möglich

Zuständige Stelle

IHK, HWK (bei dualer Ausbildung), interne/staatliche Stelle (bei schulischer Ausbildung)

So läuft die Ausbildung ab

Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Kosmetikerin bzw. Kosmetiker? Wenn du die Ausbildung zum Kosmetiker in der dualen Form erlernst, bist du im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Bei der schulischen Form findet die Ausbildung an einer Berufsfachschule statt und wird durch Praktika, z.B. in kosmetischen Einrichtungen, ergänzt. In der Fachschule erlernst du das theoretische Hintergrundwissen, in den Praxisphasen wendest du das erlernte Wissen direkt bei der Behandlung von Kunden an.

Bei der dualen Ausbildungsform musst du eine Zwischenprüfung und am Ende der Ausbildung eine schriftliche und eine praktische Abschlussprüfung ablegen. Bei der schulischen Ausbildungsform brauchst du in der Regel nur eine Abschlussprüfung absolvieren, die je nach Bundesland anders aufgebaut ist. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Kosmetiker.

Welche Inhalte und Themen dich unter anderem in deiner Ausbildung erwarten, erklärt dir das AZUBIYO-Ausbildungslexikon. Weitere Infos zu den Inhalten und dem Ablauf der dualen Ausbildung findest du in der Ausbildungsverordnung zum Kosmetiker. Die schulische Ausbildung ist in den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer geregelt.

Das lernst du in der Ausbildung zum Kosmetiker:

  • D wie Dermatologie: Eine gesunde und reine Haut (griech. derma) ist das Ziel einer kosmetischen Behandlung. Daher musst du als Kosmetiker auch über Hautkrankheiten Bescheid wissen.
  • K wie Kosmetologie: Ist ganz allgemein die Lehre von der Körper- und Schönheitspflege. Als Kosmetiker lernst du, wie kosmetische Produkte hergestellt und verwendet werden.
  • V wie Verkauf und Warenwirtschaft: Kaufmännisches Gespür gefragt! Als Kosmetiker behandelst du nicht nur Kunden, sondern verkaufst auch Kosmetikprodukte. Die kaufmännischen Grundlagen lernst du in der Ausbildung.

Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt für Kosmetik und Wellness oder Kosmetikermeister. Du könntest aber auch über ein anschließendes Studium nachdenken, zum Beispiel im Studiengang Maskenbild.

Kosmetikerin: Voraussetzungen für die Ausbildung

Das AZUBIYO-Ausbildungsradar zeigt dir, welche Schulfächer und Stärken besonders wichtig für die Ausbildung sind und welche Arbeitsbedingungen in diesem Beruf typisch sind:

Welchen Schulabschluss haben Ausbildungsanfänger?

Abitur/Fachabitur
13%
Mittlere Reife
47%
Hauptschulabschluss
36%
Kein Abschluss
4%
Quelle: "Datenbank Auszubildende" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis der Daten der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Erhebung zum 31. Dezember)

Hilfreich sind gute Noten in:

Biologie
Chemie
Kunst

3 wichtige Stärken:

Sorgfalt & Genauigkeit
Gestalterische Fähigkeiten
Überzeugungsfähigkeit

Diese Arbeitsbedingungen können auf dich zukommen:

Umfeld: Laden, Geschäft
Dienstreisen nur in Ausnahmefällen
Viel Kontakt mit Menschen

Die schulische Ausbildung zur Kosmetikerin kannst du nicht mit jedem Schulabschluss machen. Du brauchst mindestens einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Je nach Berufsfachschule sind weitere Zugangsvoraussetzungen vorgeschrieben, wie zum Beispiel ein Nachweis über deine gesundheitliche Eignung. Die duale Ausbildung zum Kosmetiker kannst du theoretisch mit jedem Abschluss oder sogar ohne Abschluss machen. In der Praxis hatten etwa die Hälfte der Ausbildungsanfänger die mittlere Reife, rund ein Drittel startete mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erhoben hat. Ein kleiner Teil der Azubis hatte sogar (Fach-)Abi.

Mit guten Noten in Chemie, Bio und Kunst hast du sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Falls deine Noten in diesen Fächern nicht ganz so gut sind, hast du mit den passenden persönlichen Stärken trotzdem gute Aussichten und solltest es mit einer Bewerbung versuchen: Bei der kosmetischen Behandlung von Kunden ist es sehr wichtig, dass du sorgfältig arbeiten kannst und über gestalterische Fähigkeiten verfügst, also eine gewisse kreative Ader hast. Daneben solltest du in der Lage sein, andere von deinen Ideen und Vorschlägen zu überzeugen.

Das typische Arbeitsumfeld als Kosmetiker ist der Laden bzw. das Geschäft, also zum Beispiel ein Kosmetikstudio. Dienstreisen hast du in der Regel nur in Ausnahmefällen, der Kontakt mit Kunden steht auf der Tagesordnung. 

Aber Kosmetiker ist nicht gleich Kosmetiker. Dein Arbeitsumfeld kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem kleinen Kosmetikstudio arbeitest du z.B. täglich mit verschiedenen Kunden und hast einen kleinen Kollegenkreis. Bei einer Tätigkeit in einer Hautarztpraxis bist du vor allem auf medizinische Behandlungen spezialisiert. Und so weiter. Daher solltest du dir genau überlegen, welcher Ausbildungsbetrieb bzw. welche Berufsfachschule und welches spätere Arbeitsfeld am besten zu dir passen.

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Bildnachweis: „Frau genießt Kopfmassage" © Kzenon / Shutterstock.com