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Tierarzt / Tierärztin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 6.798 – 9.611 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 5 – 7 Jahre
Ausbildungsart Studium
Empfohlener Abschluss Abitur

Aktualisiert am 27.04.2026

Was macht ein Tierarzt (m/w/d)?

Als Tierarzt kümmerst du dich um die Gesundheit von Tieren. Du untersuchst Haustiere, Nutztiere oder Pferde, stellst Diagnosen und entscheidest, welche Behandlung sinnvoll ist. Dazu gehören zum Beispiel Impfungen, Operationen, Laboruntersuchungen, Röntgen, Ultraschall und die Beratung von Tierhaltern.

Je nach Arbeitsplatz behandelst du einzelne Tiere oder betreust ganze Tierbestände. Im Beruf geht es aber nicht nur um Medizin. Du brauchst auch ein ruhiges Auftreten, weil du oft mit besorgten Haltern sprichst und in schwierigen Situationen klare Entscheidungen treffen musst. Manchmal gehört auch dazu, Tiere von Leiden zu erlösen.

Wo kann ich als Tierarzt arbeiten?

Als Tierärztin arbeitest du mit deinen tierischen Patienten an vielen unterschiedlichen Orten. Wenn du dich gerne um Haustiere kümmern möchtest, dann bist du in einer Kleintierpraxis am besten aufgehoben. Hier hast du viel mit Tieren wie zum Beispiel Hunden, Katzen oder auch Nagetieren zu tun. Manchmal kommen auch Tierbesitzer mit exotischen Tieren wie Echsen oder Schlangen in solche Kleintierpraxen. Manchmal machst du auch Hausbesuche und behandelst Tiere direkt in ihrem Zuhause.

Wenn du gerne unterwegs bist und an der frischen Luft arbeiten möchtest, dann bist du als Tierärztin für Großtiere richtig. Tierärzte für Großtiere kümmern sich um Nutztiere wie zum Beispiel Rinder oder Schweine. Auch Pferde werden nicht in einer Praxis, sondern zum Beispiel auf Reiterhöfen von mobilen Tierärzten betreut.

Größere Operationen führen Tierärzte meistens in Tierkliniken durch. Einige Tierärzte arbeiten darüber hinaus beim Veterinäramt. Dabei bist du zuständig für die Einhaltung des Tierschutzes oder arbeitest in der Bekämpfung von Tierseuchen. Du kannst auch beim Gesundheitsamt arbeiten und Lebensmittel kontrollieren.

Arbeitszeiten als Tierärztin

Die Arbeitszeiten als Tierarzt hängen stark vom Einsatzort ab. In einer Praxis hast du oft feste Sprechzeiten am Tag, dazu kommen aber Operationen, Papierkram und manchmal spontane Notfälle. In einer Tierklinik sieht es meist unregelmäßiger aus, weil dort Schichtdienst, Wochenendarbeit und Nachtdienste üblich sein können. Manche Kliniken versorgen Notfälle sogar rund um die Uhr.

Wie viel verdient ein Tierarzt?

Hast du dein Studium abgeschlossen, kannst du als Tierarzt in der Regel mit einem hohen Gehalt rechnen. Je nachdem wo du tätig bist, kannst du mit Verdiensten zwischen 6.798 und 9.611 Euro rechnen.

Beachte aber: Beim Gehalt kommt es stark darauf an, wo du arbeitest und wie viel Erfahrung du mitbringst. Eine Anstellung in einer Praxis, Klinik oder Behörde kann sich finanziell deutlich unterscheiden.

Wie viel verdient man als Tierarzt in der Ausbildung?

Als angehender Tierarzt bekommst du in der Regel keine klassische Ausbildungsvergütung. Der Weg führt nämlich nicht über eine duale Ausbildung mit Ausbildungsvertrag, sondern über ein Studium der Tiermedizin. Deshalb bekommst du normalerweise kein festes Gehalt, wie es in vielen anderen Berufen üblich ist. Stattdessen musst du eher mit Studienkosten, Lebenshaltungskosten und viel Zeit für Pflichtveranstaltungen und Praktika rechnen. Geld ist während dieser Phase eher über Nebenjobs, Unterstützung der Familie oder BAföG möglich.

Wie läuft die Ausbildung als Tierarzt ab?

Damit du in Deutschland als Tierärztin arbeiten darfst, musst du zuerst studieren. Du bewirbst dich für Tiermedizin, startest im Wintersemester und durchläufst ein stark strukturiertes Studium mit vielen Pflichtkursen. Anders als in manchen anderen Studiengängen ist hier wenig frei wählbar. Die Reihenfolge der Inhalte ist weitgehend vorgegeben. Das Studium ist in vorklinische und klinische Abschnitte gegliedert.

Neben Vorlesungen und Übungen gehören auch Testate, Praktika und mehrere große Prüfungen dazu. Am Ende steht dann schließlich das Staatsexamen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Tierarzt?

Bis du als Tierarzt arbeiten kannst, musst du etwa 11 Semester, also 5,5 Jahre studieren. Ein Teil des Weges findet an der Universität statt, ein weiterer Teil in Pflichtpraktika und praktischen Ausbildungsabschnitten.

Das Tiermedizin-Studium endet mit dem zweiten Staatsexamen. Danach hast du die Möglichkeit, einen Doktortitel zu erwerben oder dich zu einem Fachtierarzt weiterzubilden und dich zu spezialisieren.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Tierarzt?

Die Inhalte im Tiermedizin Studium sind breit gefächert, weil du später sehr viele Tierarten, Krankheiten und Einsatzbereiche kennen musst. Zu Beginn lernst du naturwissenschaftliche Grundlagen und Fächer wie Anatomie, Physik, Chemie oder Zoologie kennen. Danach wird es stärker medizinisch und praktisch. Dann kommen unter anderem Innere Medizin, Chirurgie, Pharmakologie, Diagnostik und weitere klinische Themen dazu. In der Regel umfasst das Studium einen wissenschaftlich-theoretischen Teil sowie einen großen praktischen Studienteil. Dazu gehören auch Pflichtpraktika und Prüfungen in mehreren Abschnitten. Du lernst also nicht nur aus Büchern, sondern arbeitest auch direkt an Fällen, im Labor oder in klinischen Übungen.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Tierarzt

Um an einer der Universitäten zugelassen zu werden und studieren zu können, musst du einen guten Abitur-Abschluss nachweisen können. Je nach Universität wird ein Numerus Clausus zwischen 1,1 und 1,5 verlangt. Der Numerus clausus ist eine Zulassungsbeschränkung für einen Studienplatz an einer Universität. Falls du einen mittelmäßigen Abitur-Abschluss hast, kannst du durch Wartesemester jedoch trotzdem an einen der begehrten Studienplätze kommen.

Damit du als Tierarzt Spaß an der Arbeit hast, solltest du dich auf jeden Fall für Naturwissenschaften interessieren. Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein sind im Umgang mit Lebewesen ebenfalls enorm wichtig. Manchmal ist die Tätigkeit sehr anstrengend, deshalb solltest du auf jeden Fall belastbar sein und viel Einsatzbereitschaft zeigen, da sich Mensch und Tier immer auf dich verlassen wollen.

Falls du gar keinen Abitur-Abschluss hast und trotzdem gerne Tierarzt werden möchtest, gibt es auch einen Weg. Den Zugang zu einem Studium der Tiermedizin bekommst du auch nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mindestens 3 Jahren Berufserfahrung im Anschluss daran. Zum Beispiel ist eine Ausbildung zum Tierpfleger oder zum Tiermedizinischen Fachangestellten geeignet. Hier findest du weitere Berufe mit Tieren.

Weiterbildung und Karrierechancen als Tierärztin

Nach dem Studium kannst du über eine Spezialisierung nachdenken, zum Beispiel im Bereich Kleintiere, Pferde, Lebensmittel, Labordiagnostik, Öffentliches Veterinärwesen oder Bildgebende Diagnostik. Eine Weiterbildung zum Fachtierarzt dauert in der Regel vier Jahre und beginnt erst nach der Approbation. Außerdem gehört regelmäßige Fortbildung fest zum Beruf. Karrierechancen gibt es also nicht nur in der Praxis, sondern auch in Klinik, Forschung, Verwaltung oder Spezialgebieten. Dadurch kannst du deinen Weg im Beruf mit der Zeit immer stärker an deine Interessen, deine Stärken und deinen gewünschten Alltag anpassen.

Auch ein weiterführendes Studium kannst du angehen. Passende Studiengänge sind:

  • Tiermedizin (weiterführend)
  • Pharmazie (weiterführend)

Fazit: Spannende Zukunftsaussichten als Tierarzt

Der Beruf Tierarzt passt gut zu dir, wenn du Tiere magst, gern naturwissenschaftlich arbeitest und auch in stressigen Momenten ruhig bleiben kannst. Gleichzeitig solltest du wissen, dass der Weg länger ist als bei vielen klassischen Ausbildungsberufen. Du brauchst ein Studium, mehrere Prüfungen, praktische Einsätze und viel Ausdauer. Dafür bekommst du aber einen Beruf mit echter Bedeutung. Du hilfst Tieren, unterstützt Tierhalter und trägst je nach Einsatzbereich auch zu Tierschutz, Lebensmittelsicherheit oder Forschung bei.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Auf dem Arbeitsmarkt sieht es als Tierarzt insgesamt stabil aus. In Städten findest du viele Stellen in Kleintierpraxen und Kliniken, auf dem Land eher Jobs mit Nutztieren. Spezialwissen, zum Beispiel im OP oder im Labor, verbessert deine Chancen. Als Tierarzt arbeitest du meist in Festanstellung, manchmal auch in Teilzeit oder im Notdienst. Eine gute Bewerbung mit Praxiserfahrung hilft dir zusätzlich.

Für Quereinsteiger ist dieser Beruf nur bedingt geeignet, weil du ein langes Studium der Tiermedizin brauchst. Ohne abgeschlossenes Studium darfst du keine eigenen Behandlungen durchführen. Du kannst aber im Umfeld von Praxen arbeiten, zum Beispiel als Helfer, im Empfang oder im Labor. Als Tierarzt trägst du viel Verantwortung, deshalb führt kein Weg an der Ausbildung vorbei.

Um erfolgreich als Tierarzt zu arbeiten, solltest du einige Fähigkeiten mitbringen. Wichtig sind Einfühlungsvermögen für Tiere, ein ruhiger Umgang mit Haltern und sauberes Arbeiten bei Untersuchungen. Du brauchst gute Noten in Biologie, Chemie und Physik. Als Tierarzt solltest du außerdem Teamfähigkeit, Organisationstalent und sicheres Auftreten im Gespräch mitbringen.

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